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7 Schritte für eine bessere Beziehung zu Ihrer Mutter


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Die Beziehung zur Mutter ist die schwierigste, komplizierteste und wichtigste Beziehung Ihres Lebens. Schuld, Leidenschaft, Zorn, Freundschaft, Liebe, Abhängigkeit - das ist ein Thema für jeden Erwachsenen, dessen Mutter noch lebt. Eine Vielzahl von zum Teil äußerst widersprüchlichen Gefühlen verbindet Sie mit dem Menschen, der Sie geboren hat. Es gibt starke Frauen, die zu hilflosen Häufchen werden, wenn ihre Mutter zu Besuch kommt. Es gibt kaum eine Sitzung beim Therapeuten, in der nicht das Verhältnis zur Mutter zur Sprache kommt. Und jedes Jahr zu Weihnachten wird das Thema aktueller denn je.

Die Psychotherapeutin Alyce Faye Cleese hat ihre langjährigen Erfahrungen zum Thema Mutter zusammengefasst:

1. Machen Sie sich das Alter Ihrer Mutter klar

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Als kleines Kind haben Sie Ihre Mutter als „modern" erlebt, auf der Höhe der Zeit. Als Erwachsener aber sollte Ihnen deutlich sein, dass Ihre Mutter eine Generation älter ist als Sie. Das heißt, dass sie nicht so offen über alles reden kann. Dass ihr Leben ein anderes Tempo hat als Ihres. Durch die statistisch gesehen hohe Lebenserwartung Ihrer Mutter werden sich diese Gegensätze noch verstärken. Planen Sie das ein.

2. Hören Sie Ihrer Mutter zu

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Sie müssen Ihrer Mutter nicht mehr gehorchen, wie Sie das als Kind getan haben. Aber Sie sollten ihr mit größtmöglicher Offenheit zuhören. Lassen Sie sie wissen, dass Sie ihre Ansichten verstehen, auch wenn Sie sie nicht unbedingt teilen. Erwachsene Kinder neigen manchmal dazu, ihre Mutter zu bevormunden und ihr über den Mund zu fahren: „Ja, ja, das hast du schon 1000-mal gesagt." Das, so die Erfahrung von Faye Cleese, kränkt ältere Menschen stärker, als sie es sich anmerken lassen.

3. Erinnern Sie sich daran, dass Ihre Mutter mehr erlebt hat als Sie

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Eigentlich banal, wird aber oft übersehen: Ihre Mutter hatte ein Leben, lange bevor Sie geboren wurden. Lassen Sie sich möglichst viel von dieser Zeit erzählen, um Ihre Mutter besser zu verstehen. Gehen Sie von Ihrer eigenen Jugend aus und fragen Sie von dort aus zurück: Wie war das, als du das erste Mal verliebt warst? Wie bist du von deiner Mutter behandelt worden? Wie habt ihr damals eure Freizeit verbracht?

Fragen Sie Ihre Mutter über die alten Zeiten aus. Meist ist die alte Mutter die darüber am besten informierte Person. Sammeln Sie zusammen mit ihr alle Fakten, auch wenn Ihnen das derzeit vielleicht lästig ist. Das ist eine der wertvollsten Hinterlassenschaften, die Sie Ihren Kindern machen können. So ein Fakten-Gespräch ist oft auch möglich, wenn die Beziehung zu Ihrer Mutter emotional angespannt ist.

4. Fragen Sie Ihre Mutter direkt, wie Sie ihr das Leben erleichtern können

Viele Erwachsene vertrauen auf die natürliche wortlose Verbindung, die Sie während der Kindheit zu ihrer Mutter hatten. Das führt später dazu, dass sie sich sicher sind, der Mutter die Wünsche von den Augen abzulesen – und nicht merken, wie sehr sie daneben liegen. Die alten Mütter dagegen, so hat es Faye Cleese gehört, wagen oft nicht zu widersprechen. Beispiel: Der Sohn lädt seine Mutter zum Geburtstag in die Oper ein, weil sie sich das früher immer gewünscht hat, und er wundert sich über die schlechte Laune der alten Dame. Grund: Mutter hasst Opern und interessierte sich dafür nur aus Rücksicht auf ihren (inzwischen verstorbenen) Mann. Eine einfache, offene Frage hätte die Situation für alle entspannt.

5. Lernen Sie die Verwandtschaft Ihrer Mutter kennen

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Nehmen Sie, wenn noch nicht geschehen, Kontakt auf mit den Geschwistern Ihrer Mutter, ihren anderen Verwandten und Freunden. Organisieren Sie, wenn es kein anderer tut, Familienzusammenkünfte. Wenn Verwandte verfeindet sind, bemühen Sie sich als Vertreter der jüngeren Generation um Ausgleich und Versöhnung. Das ist die beste Investition in Ihre Zukunft und die Ihrer Kinder.

6. Verdeutlichen Sie sich, welche Charaktereigenschaften Sie mit Ihrer Mutter teilen

Das werden gute und schlechte Eigenschaften sein. Schauen Sie beide an, denn durch beide sind Sie mit Ihrer Mutter verbunden. Der Wunsch „Ich möchte niemals so werden wie meine Mutter!" hat wenig Aussicht auf Erfolg, dazu sind Sie genetisch viel zu stark mit ihr verbunden. Es ist eine alte psychologische Regel: Was abgelehnt wird, bleibt. Sie können höchstens intensiver als Ihre Mutter versuchen, das Beste daraus zu machen. Das geschieht, indem Sie die negativen Themen anschauen und sagen: Ich bin ein Teil davon.

7. Wenn Ihre Mutter schwierig ist, gehen Sie auf die Konfliktpunkte zu

Wenn die Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrer Mutter gestört oder ganz abgebrochen ist, hat das immer einen bestimmten Anlass und Grund gehabt, etwa weil Sie unter Druck gesetzt wurden („Ich habe alles für dich getan, und jetzt darf ich nicht einmal mit dir in den Urlaub fahren!") und diesem Druck richtigerweise nicht nachgegeben haben. Verdeutlichen Sie sich: Auf fast allen Gebieten haben Sie noch viel gemeinsam, nur auf diesem einen nicht. Fokussieren Sie Ihre Aufmerksamkeit auf dieses, meist sehr schmerzliche Thema. Klären Sie das nicht am Telefon (hier kann immer einer der Gesprächspartner die Kommunikation abbrechen), sondern mit einem Brief und einem anschließenden Besuch.

Im schlimmsten Fall sollten Sie mit Ihrer Mutter eine „Trennung auf Zeit" vereinbaren. „Ich werde 1 Jahr lang keinen Kontakt mit dir haben" eröffnet mehr Möglichkeiten als ein im Streit gerufenes „Ich will dich nie mehr wieder sehen!", für das man sich ewig schuldig und daran gebunden fühlen muss. Die Zeit heilt zwar nicht alle Wunden, aber auch in zwischenmenschlichen Konflikten gibt es eine Art Verjährungsfrist, die Sie nutzen sollten.

Entdecken Sie hier einen weiteren Artikel, der Ihnen zeigt, wie Sie sich mit Ihren Eltern versöhnen können.

Zum vertieften Weiterlesen: Alyce Faye Cleese, "How To Manage Your Mother", in Deutschland nicht erschienen. 


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