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Der simplify Gästebuch-Knigge


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Wertvolle Tipps für eine neue alte Tradition

Das gute alte Gästebuch ist wieder da, auch bei der jungen Generation. Wir haben offensichtlich das Bedürfnis, die flüchtigen Begegnungen mit anderen Menschen festzuhalten. Hier einige Tipps, damit das Kritzeln von ein paar Zeilen nicht in Stress ausartet und Sie mit Ihren Worten keine soziale Tretmine auslösen. Denn irgendwie hat der neue alte Brauch auch den spröden Charme einer schriftlichen Prüfung.

Proaktiv starten

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Wenn Sie am späten Abend müde oder betrunken sind, kann Ihr Eintrag eine rechte Quälerei werden – oder ein peinlicher Ausrutscher. Besser: Fragen Sie zu Beginn der Einladung, ob ein Gästebuch auf Sie wartet. Wenn ja, machen Sie sich gleich an die Arbeit und ersparen dem Gastgeber peinliche Lastminute- Aktionen kurz vor Ihrem Weggehen. Ist die Stimmung noch etwas steif, bietet das „frühe Gästebuch“ eine gute Möglichkeit, um miteinander das Eis zu brechen.

Keine Ironie!

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„Danke für Schlangenfraß und Sterbenslangeweile“ mag momentan ein guter Gag sein, aber ist er das auch noch, wenn ihn jemand 10 Jahre später liest? So harmlos Ihre Zeilen aussehen, sie bleiben wie in Stein gemeißelt für die Ewigkeit dort stehen. Eine lasche Bemerkung à la „nette Gespräche, prima Essen!“ zeigt Ihre Gleichgültigkeit (und dass Sie nicht wieder eingeladen werden wollen).

Besser: Machen Sie’s auf die amerikanische Tour, und übertreiben Sie im Zweifelsfall positiv. „Es war ein perfekter perfekter Abend!“ ist immer ein perfekter Eintrag.

Kürze & Würze

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Was Sie schreiben, wird nicht nur vom Gastgeber, sondern auch von vielen anderen Gästen gelesen bzw. überflogen. Also: kurz und knackig! Ein lustiges Gedicht ist immer gut, noch besser ein selbst gereimtes, auch wenn Ihnen keine Weltliteratur gelingt („Unsere Zeit hat’s eilig, aber Müllers ist die Freundschaft heilig“). Wenn Sie einen Dichter zitieren („Die besten Vergrößerungsgläser sind die, aus denen man trinken kann. Joachim Ringelnatz“), schreiben Sie noch einen persönlichen Satz dazu, der das Spezifische dieses Abends, des Essens, Ihres Gastgebers oder der Gäste zeigt.

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Noch besser: Zeichnen Sie etwas oder kleben Sie etwas ein. Hinterlassen Sie einen Nachweis Ihrer Bildung, Ihres Humors oder Ihrer Originalität, je nachdem, wie Sie wirken wollen.

Herzlichkeiten

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Wurde Ihnen im Lauf des Abends vom Gastgeber das Du angeboten, halten Sie das im Gästebuch fest („Liebe Uschi, danke für deine jetzt noch intensivere Freundschaft!“ o. Ä.).

Notlösungen

War die Fete ein Reinfall und Sie wollen wirklich nicht wiederkommen, heucheln Sie keine Freundlichkeiten ins Gästebuch. Lassen Sie es leer. Wenn das zu unhöflich wäre, greifen Sie zur Methode Gerhard Schröder: Der hinterließ grundsätzlich nur seinen Namen, sonst nichts. Und trat damit garantiert in kein Fettnäpfchen.

Ihr eigenes Gästebuch

Wenn Sie ein Gästebuch neu anlegen möchten: Wählen Sie ein richtig gebundenes Buch, nicht zu kleinformatig und mit kräftigen, unlinierten Seiten. Platzieren Sie es zu Beginn der Einladung gut sichtbar, und stellen Sie schöne Stifte zur Verfügung. Neuester Schrei aus den USA: Aquarellfarben für künstlerische Hinterlassenschaften. Reservieren Sie Ehrengästen eine komplette Seite. Schreiben Sie, falls es die Gäste vergessen, das Datum zur jeweiligen Eintragung.

Besonders schön: Wenn Sie Fotos der Begegnung mit hineinkleben. Extratipp: Legen Sie hinten ein Namensregister an, mit Verweis auf die Seitenzahl. Wenn Karin und Klaus kommen, finden Sie schnell wieder, wann sie das letzte Mal bei Ihnen zu Gast waren.

Online-Gästebuch

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Alles wird digital, warum nicht auch das Gästebuch? Wenn Sie mit einem Baukastensystem Ihres Internet- Providers Ihre eigene Homepage erstellen, gibt es dort so gut wie immer den Menüpunkt „Gästebuch“. Dieses Feature ist dafür gedacht, dass vorbeisurfende Besucher eine Nachricht hinterlassen können. Es lässt sich aber auch so nutzen: Bitten Sie Ihre Gäste, am nächsten Tag dort etwas zu schreiben.

Autorin: Dr. Ruth Drost-Hüttl


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