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Führungspositionen: Guter Chef - schlechter Chef


So werden Sie Führungspositionen gerecht

„Führungskraft? Bin ich doch nicht!“, antworten die meisten, aber bei näherem Hinsehen könnte sich zeigen, dass auch Sie zu den 20 Millionen Menschen mit Führungsaufgaben gehören: Wenn Sie eine Putzhilfe beschäftigen, eine Arbeitsgruppe leiten oder als Geschäftsführer ein Heer von Angestellten dirigieren. Ja, schon wenn Sie ein Kind betreuen, werden von Ihnen Führungsqualitäten verlangt. Ein schlechter Chef ist schrecklich, das wissen Sie sicher aus eigener Erfahrung. Aber was macht einen guten aus?

Oben oder unten?

Der schlechte Chef: Ich bin oben, du bist unten. Der gute Chef: Ich gehe überall mit hin.

 „Wenn du Menschen beherrschen willst, platziere dich unterhalb von ihnen“, wusste der chinesische Philosoph Laotse. Das bedeutet nicht, dass Sie ein Sklave Ihrer Kinder oder Mitarbeiter werden. Gute Chefs aber wissen, was sie nicht wissen und wen sie fragen können. Tun Sie das buchstäblich auf Augenhöhe. Setzen Sie sich, wenn Ihre Mitarbeiterin sitzt. Gehen Sie in die Knie, wenn Sie mit einem Kind sprechen und betonen Sie nicht die Hierarchie zwischen Führungspositionen und Angestellten.

Gehorsam oder Gehirn?

Der schlechte Chef: Ich gebe Befehle. Der gute Chef: Ich sehe, was fehlt.

Erfolg ist ein Ziel, das sich bewegt. Einer der häufigsten Fehler, von der Kindererziehung bis zum Management eines Großbetriebs: Von den Führungspositionen werden Anweisungen gegeben, die blinden Gehorsam verlangen. Einer guten Führungsperson aber gelingt es, das Ziel so hell und kristallklar zu beschreiben, dass die Menschen den Weg dorthin von selbst finden. Lassen Sie es den anderen zur Kontrolle mit seinen eigenen Worten noch einmal beschreiben, egal ob der andere Ihr Erstklässler ist oder Ihr Vizepräsident. Wenn er das nicht kann, ist es Ihre Aufgabe, das Ziel so lange neu zu formulieren, bis es ankommt (und nicht, wie leider üblich, über die Unfähigkeit des Befehlsempfängers zu klagen).

Show oder Wahrheit?

Der schlechte Chef: Sagt mir, wenn ich Recht habe. Der gute Chef: Sagt mir, wenn ich einen Fehler mache.

 Wutausbruch oder Wegschauen, das sind die gängigen Alternativen, wenn Ihre Leute einen Fehler gemacht haben. Besser ist die 3-Schritte-Methode des US-amerikanischen Führungsberaters Al Preble:

  1. Sagen Sie der von Ihnen geführten Person klar und deutlich, was Sie denken. Sie dürfen ruhig Dampf ablassen. Emotionen sind erlaubt. Aber verurteilen Sie den anderen nicht, sondern bleiben Sie bei dem, was in Ihnen vorgeht.
  2. Beschreiben Sie die Fakten, die zu Ihren Emotionen geführt haben.
  3. Bitten Sie darum, widerlegt zu werden. Sagen Sie ruhig und ehrlich, dass Sie wissen wollen, an welchem Punkt Sie falsch liegen.

Viele Menschen haben davor Angst. Sie fallen zurück in kindliche Verhaltensmuster, schämen sich ihres Fehlers, nehmen ihn unklar wahr oder verschließen die Augen ganz. Indem Sie freundlich zu verstehen geben, dass auch Sie Fehler gemacht haben könnten, begeben Sie sich auf eine partnerschaftliche Ebene mit dem anderen und erlösen ihn aus der Kind-Eltern-Falle. Sie werden staunen, wie schnell und effizient Sie mit dieser Vorgehensweise Probleme klären können. Die 3-Schritte-Methode erlaubt es, auch mal etwas direkter vorzugehen: „Ich glaube, Sie haben die Ablehnung der Bundeszentrale provoziert, weil Sie mit dem Projekt überfordert sind. Wenn’s nicht stimmt, bitte widerlegen Sie mich.“

Strauß oder Stier?

Der schlechte Chef: Als Chef kann ich die Schuld immer auf andere schieben. Der gute Chef: Als Chef kann ich andere davor schützen, dass alle Schuld auf sie geschoben wird.

Eine gute Führungskraft nimmt seine Leute in Schutz, vor Angriffen von außen und von innen. Probieren Sie es aus:Wenn Ihr Kind bei fremden Leuten etwas kaputt gemacht oder Ihr Chefmonteur beim Kunden ein Malheur angerichtet hat – entschuldigen Sie sich beim Geschädigten und nehmen Sie den Schaden auf Ihre Kappe. Wetten, dass Ihr Kind bzw. Ihr Chefmonteur nach diesem Ereignis wie ein Fels zu Ihnen stehen wird?


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