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Mitarbeiterführung: Wenn Sie plötzlich vorne stehen


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...und anderen zeigen müssen, wo es langgeht

Die Deutschen gelten als folgsam – früh anerzogen bei Eltern und Lehrern, geht es weiter beim Chef und hört im eigenen Zuhause oft nicht auf. Prinzipiell spricht nichts dagegen, die Führung anderer anzuerkennen, aber auch in Ihnen steckt Potenzial, eine gute Mitarbeiterführung auszuüben! Manchmal braucht diese Welt Ihre Initiative: Das Solarprojekt in Ihrer Gemeinde startet nur durch Sie; keiner hat zum Kunden ABC-AG einen besseren Draht als Sie usw. Wir zeigen, worauf Sie dann achten sollten.

Ihre innere Haltung

Führungskraft zu sein heißt nicht, ein besserer Mensch zu sein. Es ist eine Rolle, verbunden mit einer inneren Haltung. Zu einer guten Mitarbeiterführung gehören:

  1. sich verantwortlich fühlen:„Wenn nicht ich, wer dann?“
  2. zur Verfügung stehen. Schluss mit „Dafür bin ich nicht zuständig.“
  3. Entscheidungen treffen – klar, aber nicht einsam. Diskutieren Sie eine definierte Zeit lang, was gemacht werden soll. Dann bestehen Sie auf einem Ergebnis und stehen Sie dazu.
  4. Motivieren. Sie sollen nicht die Köpfe der anderen mit Informationen füllen, sondern entflammen! Halten Sie das Feuer am brennen, der Rest geht von selbst.

 

Kennen Sie sich selbst

Eine Führungskraft führt in erster Linie sich selbst. Ein erprobtes Management-Werkzeug ist die SWOT-Analyse: Teilen Sie einen Bogen Papier in 4 Bereiche und schreiben Sie Ihre Stärken, Schwächen, Möglichkeiten und Risiken darauf. Aus dem Profil sehen Sie, in welchen Bereichen Sie sich auf sich selbst verlassen können, und wo Sie lieber andere heranlassen sollten.

Hören und führen

 

 

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Mitarbeiterführung heißt niemals, alles zu bestimmen. Gehen Sie eine Symbiose ein mit der vorhandenen Situation, und dann gestalten Sie die aktiv mit. Bleiben Sie bescheiden, aber standhaft. Entwickeln Sie eine Kultur des Zuhörens mit bestimmten Ritualen: Bitten Sie Ihre Mitarbeiter z. B. immer in Ihr Zimmer, es gibt immer ein Glas Wasser, das erste Wort hat immer der Gast. Hören Sie zu und bleiben Sie offen, noch zu lernen. Lassen Sie sich nie hineinziehen in Intrigen.

Führen und folgen

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Einer der häufigsten Mitarbeiterführungsfehler: Hoppla, jetzt komm ich! Erkundigen Sie sich als Erstes genau, was bereits an Vorarbeit geleistet wurde.Würdigen Sie, was bereits geschafft wurde. Erst dann treten Sie in Aktion und führen die verschiedenen Fäden zusammen. Führen Sie so, dass Sie gleichzeitig auch der Angemessenheit der Situation folgen.

Groß und klein

Führen ist immer konkret. Für aktuelle Probleme und Situationen brauchen Sie Lösungen und Ideen. Setzen Sie Ihrem und dem Denken der anderen dabei keine Schranken. Räumen Sie aber bei der Planung den Blick frei, über den Kleinkram hinaus. Greifen Sie nach den Sternen. Entwerfen Sie eine Vision, die begeistert – und zeigen Sie die ersten kleinen Schritte, die zum großen Ziel führen. Wenn es bei Detailfragen stürmisch wird, ist die große Idee der Anker.

Richtig und falsch

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Es gibt niemals nur einen Weg. Doch welcher ist richtig und welcher falsch? Das wissen weder Sie noch Ihre Mitarbeiter wirklich. Führen ist Vorwärtsblicken und Entscheiden. Nutzen Sie folgende Erkenntnis: Am Punkt der Entscheidung steht Ihnen so viel Energie zur Verfügung wie sonst nie. Niemals sonst ist die Aufmerksamkeit der anderen für Sie so groß. Informieren Sie sich vor Entscheidungen über Alternativen und Konsequenzen. Aber wenn Sie die Entscheidung getroffen haben, ist es Ihre Pflicht als Führungsperson, auf dem Weg zu bleiben. Es ist Ihr Job, Zweifler und Rückwärtsgewandte im Zaum zu halten und zu integrieren.

Fordern und fördern

Als leitende Person sind Sie verantwortlich für die Entwicklung Ihrer Mitmenschen. Die vornehmste Führungsaufgabe ist die, das Potenzial der anderen herauszukitzeln und zu steigern. Dabei ist das Delegieren die Königsdisziplin der Führung. Vergeben Sie angemessene Aufgaben: herausfordernd, aber weder über- noch unterfordernd. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran – nicht immer als Erster, aber erkennbar engagiert. Übernehmen Sie die unangenehmste Aufgabe im Zweifelsfall selbst. Verlangen Sie von anderen niemals mehr als von sich selbst.

Selbstbewusst führen

Stehen Sie zu Ihren Entscheidungen. Brechen Sie Ihr Wort, verliert es an Kraft.

Stehen Sie zu Ihren Handlungen. Bringen Sie Dinge zu Ende und erwarten Sie gelassen deren Ausgang.

Stehen Sie zu sich selbst. Sie sind, wie Sie sind, und müssen sich nicht verstecken.

Stehen Sie zur Ihren Entscheidungen. Verzetteln Sie sich nicht in Rechtfertigungen.

Stehen Sie zu Ihren Mitarbeitern – als Kritiker und Schutzschild zugleich.

Haben Sie Spaß dabei. Führen ist ein Spiel mit Rollen; mal sind Sie der Führende, mal vertrauen Sie sich der Führung anderer an – beides ist eine Aufgabe.


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