Weitere Beziehungstipps

Networking: Wie Sie Freunde gewinnen


networking_dagobert

So funktioniert Beziehungs-Management

Wenn Sie die Klatschspalten der Boulevardblätter betrachten, werden Sie bemerken, wie oft Prominente sich mit anderen Prominenten treffen. Das ist das Geheimnis beim Aufbau sozialer Vernetzung (Networking): Durch solche Treffen werden Prominente überhaupt erst prominent! Sie können einen Bestseller schreiben, einen tollen Auftritt im Fernsehen haben, legendäre Seminare halten oder Supererfolg im Beruf haben – wenn Sie sich danach in Ihrem Privatleben verschanzen, bleibt Ihr Erfolg ein kurzes Strohfeuer.

Niemand, der beruflich aufgestiegen ist, hat das jemals ohne Networking geschafft. Früher nannte man das abfällig "Beziehungen". Inzwischen ist es eine gesellschaftlich anerkannte Technik, weil sie allen Beteiligten weiterhilft. Verstehen Sie Networking nicht als Suche nach Kunden oder Protegés, sondern als Win-win-Situation, von der alle profitieren können.

So werden aus Kunden und Kollegen Freunde

Networking darf kein verbissenes Fragen sein: "Wird mir dieser Mensch nützen?" Vertrauen Sie auf Ihr angeborenes Empfinden von Antipathie und Sympathie. Wenn Sie jemanden mögen, dann investieren Sie auch Zeit in die Beziehung zu ihm, gleichgültig, ob es ein Kunde, ein Kollege oder eine flüchtige Bekanntschaft ist. Bedenken Sie immer auch: Wie kann ich dem anderen nützlich sein, damit er sich gerne mit mir vernetzt?

Grundregel 1:

Bleiben Sie am Anfang "dran". Wenn Sie beispielsweise mit einem neuen Kollegen 3 Monate lang kaum sprechen, wird es schwierig, ihn im 4. Monat zum Kumpel zu machen.

Grundregel 2:

Klammern Sie nicht. Lassen Sie dem anderen Gelegenheit, von sich aus auf Sie zuzugehen.

networking_jourfixe

 

Veranstalten Sie einen "jour fixe"

Vereinfachen Sie das zunehmend lästige Verabreden mit Kollegen, Freunden und Bekannten, die dann doch nie Zeit haben: Setzen Sie einen Tag im Monat fest, an dem Ihr Haus offen ist (etwa jeden 1. Freitagabend des Monats). Legen Sie dabei den Standard in Sachen Essen nicht zu hoch. Weil nie so richtig klar ist, wie viele Gäste erscheinen werden, werden Sie immer improvisieren müssen, und das verleiht der Sache ihren Charme.

Falls Ihnen das zu aufwendig ist oder Ihnen die Kontakte zu zufällig erscheinen, hier eine abgemilderte Lösung: Legen Sie einen festen Tag im Monat fest, an dem Sie Gäste gezielt einladen.

Erleichtern Sie neue Kontakte

Wenn Sie eine Party, ein Seminar, eine Familienfeier oder was auch immer veranstalten: Vermeiden Sie, dass dabei immer nur die zusammenhocken, die sich bereits kennen.

Bei Essenseinladungen können Sie mit Tischkarten für ein gelingendes Networking sorgen. Veranstalten Sie Spiele, damit sich die Teilnehmer mischen, wenn sie an einem gemeinsamen Tisch sitzen.

Sprechen Sie bei der obligatorischen Kurzrede "Das Buffet ist eröffnet" das Thema offen an: "Nutzen Sie unser Beisammensein, um ganz neue Menschen kennenzulernen!" Das ist für viele schon ein ausreichender "Eisbrecher", um andere anzusprechen.

Lassen Sie jeden Teilnehmer etwas Typisches, aber leicht Rätselhaftes auf sein Namensschildchen schreiben. Das ist ein lustiger Aufhänger, um Unbekannte anzusprechen.

Tag der Großfamilie

Eine dem "jour fixe" ähnliche Technik lässt sich in Sachen Eltern, Großeltern, Schwiegereltern, Geschwister, Onkel und Tanten anwenden: Regen Sie einmal pro Jahr ein großes Familientreffen an. Dann sieht man sich und frischt die Verbindungen auch mit "entfernteren" Verwandten auf. Das reduziert die Zahl der separaten Verwandtenbesuche drastisch.

networking_kochen

Kombinieren Sie Kochen und Networking

Überlegen Sie sich, mit welchen Ihrer Freunde Sie gemeinsam etwas kochen könnten. Verabreden Sie sich dann zu einem Essen inklusive Vorbereitung, im "Biolek-Stil". Dann stehen Sie nicht alleine und gestresst in der Küche, sondern nutzen diese Zeit doppelt – und lernen oft noch ein paar Kochtricks dazu.

Extra-Tip: Wenn Sie so viel zubereiten, dass Sie etwas davon aufheben und am nächsten oder übernächsten Tag verwenden können, ist der Zeitspareffekt noch größer.

Wie Sie zu interessanten Events eingeladen werden

Zuständig für die Einladungslisten von größeren Firmenfesten ist meist die Chefsekretärin oder die PR-Abteilung. Finden Sie den oder die Zuständige(n) heraus, und sagen Sie ganz offen: "Ich würde bei dem Fest während der Messe wirklich gern dabei sein." In der Regel freuen sich Veranstalter über Interessenten – Pflicht-Teilnehmer und widerwillig Anwesende gibt es genug.

Gehen Sie während des Festes auf die Leute zu, die Ihre Einladung veranlasst haben, und bedanken Sie sich dafür. Wenn man Gefallen an Ihnen findet, stehen Sie sehr bald auf der nächsten Gästeliste.

Wie Sie sich auf einer Party richtig verhalten

Regel 1: Vertrauen Sie nicht auf den Zufall, sondern setzen Sie sich Ziele. Beispiel: "Ich möchte mindestens 5 Minuten mit Professor Großkopf sprechen, und er soll sich am Schluss an meinen Namen erinnern." Oder: "Ich will Rita endlich außerhalb der ständig gestressten Situation im Büro kennenlernen, damit sich unsere Spannungen in der Arbeit abbauen." Bleiben Sie aber trotz solcher Ziele offen für überraschende Begegnungen. Sehen Sie jedes Treffen von Menschen vorrangig als Spiel und Erholung, nicht als Fortsetzung der Arbeit mit anderen Mitteln.

Regel 2: Achten Sie auf die Balance von Senden und Empfangen. Hören Sie zu, und tragen Sie selbst etwas zum Gespräch bei. Interessieren Sie sich für Ihr Gegenüber, ohne es auszufragen. Erzählen Sie das von sich, was Sie auch von den anderen gerne erfahren wollen. 

Hilfreich für die Kontaktaufnahme ist ein dezentes "conversation piece": eine besondere Krawatte, eine originelle Anstecknadel.

So kommen Sie in die "richtigen Kreise"

Die Grenzen zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen sind keine Naturgesetze, sondern soziale Vereinbarungen. Solche Grenzen existieren dadurch, dass Sie sie akzeptieren. 2 Extrembeispiele: Wer es will und die entsprechende Ausdauer hat, kann fast beliebig in anderen Kreisen verkehren. Sie bekommen durch Ihre Anwesenheit im Hochadel keine adligen Vorfahren, aber bei jeder Adelsparty sind Bürgerliche anwesend – warum nicht Sie (wenn Sie das wollen)? Ebenso schaffen es – mit entsprechender Geduld – Pfarrer, Sozialarbeiter und andere von "weiter oben", von Nichtsesshaften akzeptiert zu werden.

Grundregel: Voraussetzung für das Eindringen in einen anderen gesellschaftlichen Kreis ist, dass Sie gegen diesen Kreis keine Abneigung empfinden. Dann werden Sie – bei entsprechender Zurückhaltung und Beobachtungsgabe – die Feinheiten der Umgangsregeln spüren und nach einiger Zeit auch lernen. 


zum nächsten Artikel
zum vorherigen Artikel

Gratis E-Mail Newsletter

Gratis Download:

Best of simplify Gratis-Download

Jetzt für kostenlosen Newsletter eintragen und Sofort-Download sichern. 100% Gratis!