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Schlagfertigkeit: So geben Sie Kontra


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Wie Sie sich auf einfache Art gegen dumme Sprüche wehren

Auf der Messe werden Sie von einem Kollegen angeschnauzt: "Sie werden hier bezahlt, um zu lächeln. Verstanden?" Der andere zieht ab, und Sie ärgern sich. Wenn Ihnen doch nur eine gute Erwiderung eingefallen wäre – dann hätte der andere seine Lektion gelernt, und sie hätten keinen Groll zu verarbeiten. Schlagfertigkeit, das hat eine Untersuchung der Universität Hamburg ergeben, ist eine entscheidende Fähigkeit für beruflichen Erfolg.

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Degen und Clownskostüm

Der Schweizer Kommunikationstrainer Matthias Pöhm unterscheidet 2 Hauptarten der Schlagfertigkeit:

  • das Erwidern – die gelungene Verteidigung gegen einen verbalen Angriff – vor allem wichtig im "Zweikampf";
  • den Witz – die Begabung, aus einer Gesprächssituation einen Lacher zu erzeugen – vor allem wichtig vor "Publikum".

Es gibt großartige Naturtalente der Schlagfertigkeit, wie Thomas Gottschalk oder Harald Schmidt. Schlagfertigkeit lässt sich aber bis zu einem gewissen Maß auch lernen.

Wichtig ist, dass Sie sich trauen, frech zu sein. Bedenken Sie: Ihre Worte werden nicht aufgezeichnet. Die freche Bemerkung eines anderen verdient eine freche Erwiderung. Der "Schlag" der Schlagfertigkeit steht Ihnen zu.

Ab nach Absurdistan!

Eine bewährte Technik ist, das Gespräch in eine absurde Situation zu ziehen. Dazu müssen Sie die Thematik, die Ihr Gegenüber anschneidet, ganz bewusst verlassen und seine Wörter so anders wie nur möglich interpretieren. Bewährte Standardantworten aus der Nonsens-Ecke: "Ich mag Ihre Witze."

Der freche Vergleich

Eine etwas billige, aber oft wirksame Methode ist es, die dumme Bemerkung des anderen selbst zu verwenden und gegen ihn zu richten. Dazu brauchen Sie nur diese beiden Standardantworten:

"Genau wie ..." und "Im Gegensatz zu ..."

Beispiele: "Deine Haare sind ja total vertrocknet." – "Genau wie dein Feingefühl."

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Das absichtliche Missverständnis

Das verläuft nach dem alten Witzschema: "Wie fanden Sie das Schnitzel?" – "Oh, ganz zufällig, als ich eine Kartoffel beiseite schob." 

Picken Sie sich ein Wort heraus, und verstehen Sie es falsch. Beispiel: "Ich gebe Ihnen einen gutgemeinten Rat ..." – "Ich brauche kein Rad, ich fahre mit dem Bus."

Übertriebene Zustimmung

Wenn Sie merken, dass der andere einen Angriff von Ihnen erwartet, überraschen Sie ihn, indem sie ihm recht geben und dabei derart überspitzen, dass sein Angriff ins Leere läuft. Beispiele: 

"Sie wissen wohl immer alles besser!" – "Stimmt. Selbst das weiß ich." 

Versteckter Gegenangriff

Unterstellen Sie Ihrem Angreifer etwas, und lassen Sie ihn in schlechtem Licht erscheinen – aber in eleganter Form, als kleines Lob getarnt. Beispiel: 

"Ihr Friseur ist wohl in Urlaub?" – "Ja, leider. Ich musste zu Ihrem."

Zum vertieften Weiterlesen: Matthias Pöhm, Nicht auf den Mund gefallen, ISBN 3-478-72380-9.


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