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Was Sie als Auftraggeber beachten sollten

Reparaturen zu Hause

Handwerkerarbeiten stehen an – für kleinere Reparaturen, größere Renovierungsmaßnahmen oder gar Umbauten. So stellen Sie früh die Weichen, damit Sie später zufrieden sind:

Die richtige Wahl

Vorsicht vor dem Handwerksbetrieb mit der größten Anzeige im Branchenbuch! Eine persönliche Empfehlung aus Ihrem Bekanntenkreis ist meist die bessere Wahl.

simplify-Tipp: Wenn Sie z. B. mit einem Elektriker zufrieden waren und jetzt einen Installateur brauchen, rufen Sie ungeniert den Elektriker an und fragen Sie ihn, welchen Klempner er empfiehlt. Handwerker sind untereinander gut vernetzt und vermitteln sich gern gegenseitig Kunden.

Holen Sie bei kostspieligen Arbeiten (z. B. der Wärmedämmung eines ganzen Hauses) immer mehrere Angebote ein. Fragen Sie nach Referenzen, und erkundigen Sie sich bei den angegebenen Adressen telefonisch nach deren Zufriedenheit.

Schwarz auf Weiß

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Lassen Sie sich – vor allem bei einem 1. Auftrag – ein schriftliches Angebot machen mit allen Eckdaten: präzise Beschreibung der Arbeiten, Zeitraum der Ausführung, Kosten und Gewährleistung. Bestätigen Sie das Angebot ebenfalls schriftlich und schließen Sie dadurch einen Vertrag. Besonders auf Baustellen wird so manches mündlich vereinbart – und später bricht nicht selten Streit über den genauen Inhalt der Vereinbarung aus.

simplify-Tipp: Schriftlichkeit ist besonders wichtig, wenn Sie mit dem Auftragnehmer verwandt oder befreundet sind. Die klare Grenze zwischen beruflichem und privatem Bereich tut beiden Seiten gut.

 

Finanzielle Sicherheit versus Qualität

 

 

 

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Bei einigen Handwerkerleistungen ist eine Abrechnung nach Stunden üblich („auf Regie“), bei anderen die Vereinbarung eines Pauschalpreises.Wenn Sie wählen können, nehmen Sie lieber das Pauschalpreisangebot. Bei Arbeiten „auf Regie“, bei denen nur ein Stundenlohn, nicht aber die Zahl der Stunden angegeben wird, vereinbaren Sie schriftlich eine Höchstgrenze.

Bleiben Sie bei Pauschalangeboten aber flexibel. Bei vielen Sanierungsmaßnahmen stellt sich im Laufe der Arbeiten heraus, dass der Schaden größer ist als angenommen. Wenn Sie dann auf dem Pauschalpreis bestehen, wird Ihr Auftrag möglicherweise nicht ordentlich ausgeführt.

simplify-Tipp: Vereinbaren Sie, dass Sie sofort informiert werden, sobald absehbar ist, dass die Kosten um mehr als 5 % über dem Voranschlag liegen. Notieren Sie sich die Arbeitszeiten, um eine Kontrolle über die angefallenen Stunden zu haben. Wenn Sie später jemanden benötigen, der Wartungsarbeiten übernimmt (z. B. nach dem Einbau einer Heizung), verhandeln Sie diese bei der Auftragsvergabe mit.

Kompetenter Laie

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Wer von einer Sache keine Ahnung hat, wird leichter übervorteilt. Lassen Sie daher schon bei der Auftragsvergabe erkennen, dass Sie sich mit dem Thema befasst haben („Wie hoch ist das Risiko, dass ein verlegtes Parkett Schwundrisse zeigt?“).

simplify-Tipp: Motivieren Sie den Handwerker in seiner Rolle als Fachmann, indem Sie ab und zu interessiert nachfragen, aber auf ständige Kommentare und Ratschläge verzichten. Schalten Sie einen unabhängigen Fachmann ein (z. B. Architekten), wenn Sie nicht firm sind.

Bezahlen

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Bei Handwerksarbeiten mit begrenztem Umfang wird die Zahlung 8 oder 14 Tage nach der Rechnung fällig. Bei größeren Arbeiten verlangen Handwerker Abschlagszahlungen, weil sie ja selbst mit Material und Löhnen in Vorleistung treten. Als Sicherheit können Sie vom Handwerker eine Ausführungsbürgschaft seiner Bank oder Versicherung verlangen.

simplify-Tipp: Zum Leidwesen vieler Betriebe lassen sich immer mehr Auftraggeber ewig Zeit fürs Begleichen von Rechnungen. Daher gewähren Handwerker oft bei rascher Bezahlung Skonto – fragen Sie vor Auftragserteilung danach.

Der Staat zahlt mit

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Als Privatperson können Sie 20 % (maximal 600 €) vom Arbeitslohn (nicht vom Arbeitsmaterial) aus einer Handwerkerrechnung in Ihrer Steuererklärung von der Steuerschuld abziehen. Steuerbegünstigt sind regelmäßige Renovierungen und einmalige Reparaturen, nicht aber das Erstellen von etwas Neuem. Ist das für Sie interessant, verlangen Sie eine Rechnung mit genauer Aufteilung von Arbeitslohn und Materialkosten.

Wenn es sich nicht um kleine Gefälligkeitsarbeiten des verrenteten Nachbarn handelt, sollten Sie das Geld unbedingt überweisen. Zum einen aus steuerlichen Gründen, zum anderen, damit Sie die Zahlung im Streitfall nachweisen können. Sind Sie mit der ausgeführten Arbeit nicht zufrieden, müssen Sie dem Handwerker den Mangel umgehend schriftlich mitteilen und eine Nachbesserung verlangen (Frist setzen). Vom Rechnungsbetrag dürfen Sie in diesem Fall nur so viel einbehalten, wie es in Anbetracht des Mangels angemessen ist.

Autor: Tiki Küstenmacher


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