Kindererziehung

Kindererziehung: Glücklicher in der Schule


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Wie Ihre Kinder leichter lernen und Sie das Verhältnis zwischen Lehrern und Eltern verbessern

Für Schüler 

Happy-End-Bemerkung

Betrachte Prüfungen als Kommunikation zwischen dir und dem Lehrer. Trau dich, unter eine Schulaufgabe eine persönliche Botschaft zu schreiben, eine aufmunternde Bemerkung für den Lehrer, eine Bitte, eine Entschuldigung. Beispiele: „Das war wohl nichts. Das nächste Mal mache ich's besser!" - „Ich habe dieses Mal gelernt wie verrückt. Hoffentlich ist das zu merken!"

Über den Tellerrand gucken

Zeige dein Interesse am gerade behandelten Stoff, indem du Bücher, Poster, DVDs usw. dazu in den Unterricht mitbringst. Selbst wenn der Lehrer mit läppischen Begründungen wie „Keine Zeit, wir müssen weiter im Stoff" nicht darauf eingeht, so sieht er doch wenigstens dein Engagement. Ergreife (mit ein paar Mitstreitern) die Initiative und schlage dem Lehrer Themen vor, die euch interessieren. Lehrer gehen auf ernsthafte Vorschläge mehr ein, als ihr denkt!

Club der Mitmacher

Wenn du in einer Klasse gelandet bist, in der Mitarbeiten out ist (oft nur wegen 3 oder 4 negativen Meinungsmachern), gründe eine Gegenbewegung. Vereinbare mit ein paar Kumpeln/innen einen Wettbewerb, wer innerhalb einer Woche die meisten positiven Beiträge im Unterricht liefert.

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Besser machen statt Motzen

Rege beim Klassenlehrer an, ob ihr in eurer Klasse ähnlich wie in Firmen Verbesserungsvorschläge machen dürft. Am besten schriftliche, an die Pinnwand im Schulzimmer, die dann gemeinsam diskutiert werden.

Für Eltern

Der Fototest

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Bringen Sie zum Elternsprechtag ein Foto Ihres Kindes mit und testen Sie - in aller Freundlichkeit -, ob die Lehrkraft Ihr Kind kennt. Wenn ja, haben Sie schon einmal einen positiven Einstieg (und wissen, dass dieser Lehrer okay ist). Wenn nicht, machen Sie eine nette Bemerkung („Kein Wunder bei den großen Klassen") und vertrauen Sie darauf, dass die Lehrkraft in Zukunft besser auf Ihr Kind achten wird.

Gesprächsaufhänger

Sprechen Sie bei Elternsprechtagen die vor den Klassenzimmern wartenden anderen Eltern an. Dabei bekommen Sie oft entscheidende Hintergrundinformationen über die Klasse Ihres Kindes oder über die Kindererziehung der anderen Eltern. Bringen Sie zur Erleichterung des Gesprächs ein Klassenfoto mit („Ah, Sie sind die Mutter von dem großen blonden Jungen!").

Kleben Sie den Lehrern eine

Kommunizieren Sie auf unkomplizierte Weise mit den Lehrkräften. Schreiben Sie eine freundliche oder erklärende Botschaft auf einen Post-it-Zettel, und kleben Sie den ins Heft oder auf die korrigierte Schulaufgabe Ihres Kindes.

Prost!

Gründen Sie einen Elternstammtisch. Das lockere Gespräch über die Freuden und Probleme in Sachen Schule und Kindererziehung ist einfacher und bringt mehr als die behördlich organisierten Elternbeiräte.

Für Lehrer

Raus aus dem Lehrplan

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Als Grundregel des deutschen Schulalltags kann gelten: Die Schule überfordert die Schüler, was die theoretischen Fähigkeiten angeht, und unterfordert sie bei den praktischen. Komplizierteste englische Grammatik (indirekte Rede in der 2. Vergangenheit) wird an ödesten Geschichtchen über Schulausflüge und die Vegetation des schottischen Hochlands behandelt. Warum nicht einmal einen interessanten Artikel über aktuelle Internet-Trends oder US-Promi-Klatsch? Das wäre unterhaltsamer und wirklichkeitsnäher. Denn wie in der Kindererziehung ist Offenheit für die Themen der Jugend wichtig. Zudem ist bei den Sprachen der Wortschatz in den Schulbüchern oft ziemlich veraltet. Wagen Sie es bitte, immer wieder vom Lehrplan abzuweichen und aktuelle Themen in den Unterricht einzubauen. Dann wird es auch für Sie selbst interessanter!

Kontakt erleichtern

Das in der Wirtschaft allgegenwärtige Thema Kundenfreundlichkeit fristet im Monopolbetrieb Schule noch ein Schattendasein. Dabei wäre es so einfach:

  • Auf Listen wird der volle Name eines Lehrers angegeben. Statt „Fr. Weber, G., D, E" steht da „Gabriele Weber, Deutsch und Englisch". Eine Kleinigkeit, die Freundlichkeit verbreitet.
  • Telefonsprechstunden zu festen Zeiten bei jedem Lehrer zu Hause. Es hat sich herausgestellt, dass das keineswegs zu Telefonterror der nervenden Eltern und dummen Streichen der Schüler führt, sondern das Verhältnis zwischen Lehrern und Eltern enorm verbessert. Bei Privatschulen selbstverständlich.
  • Oder - wenigstens: koordinierte Sprechstunden der Lehrer einer Klasse, sodass die Eltern an einem Vormittag die wichtigsten Lehrer besuchen können. Knifflig, aber es gibt Schulen, die es schaffen!

Oder, noch anspruchsloser: Wenn ein Elternteil bei Ihnen ist, sehen Sie im Lehrerzimmer nach, welche Lehrkräfte dieser Klasse gerade da sind, und veranstalten Sie zusammen eine Minikonferenz.


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