Kindererziehung

Kindererziehung: Guten Appetit!


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Wie Sie gesundes Essen in die Kindererziehung integrieren

Alle Eltern möchten, dass sich ihre Kinder gesund ernähren. Doch in vielen Familien gerät das Essen zum Machtkampf der Kindererziehung. Müssen Sie Ihrem Kind Obst, Gemüse & Co. aufzwingen? Räumen Sie nach den Mahlzeiten halb volle Teller ab? Mit den folgenden Tipps können Sie etwas für die Gesundheit und den Frieden Ihrer Familie tun.

Regeln und Riten

Legen Sie in der Kindererziehung Regeln fürs Essen fest. Bewährt sind:

  • Das Kind probiert von allem – auch wenn es nur 1 Teelöffel ist. Nur so kann sich sein Geschmack bilden.
  • Das Kind bestimmt selbst, wie viel es isst. Der Bedarf von Kindern hängt stark von ihrer Wachstumsphase ab.
  • Was sich das Kind selbst genommen hat, isst es auch auf. Das geht bei kleinen Portionen leichter. Bleiben Sie geduldig: Die richtige Einschätzung des eigenen Hungers ist ein Lernprozess.
  • Hat das Kind gut gegessen, hat es einen Nachtisch verdient.

simplify-Tipp: Führen Sie Essens- Wunschtage ein. Jedes Familienmitglied darf sich pro Woche 1 Hauptgericht wünschen. Damit wird auch klar: Nicht jeder Tag ist Wunschtag.

Vorbilder wirken

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Die genannten Regeln gelten natürlich auch für Sie. Mindestens so stark wie Ihr Vorbild wirkt bei Kindern das Vorbild anderer Kinder für die Kindererziehung.

simplify-Tipp: Laden Sie gelegentlich ein Kind ein, das ein guter Esser ist. Lassen Sie Ihren Nachwuchs auch einmal in einer anderen Familie essen. Besonders wirkungsvoll: Ihr Kind isst in einer größeren Gruppe, etwa in einem Ferienlager. Manche Tellerstocherer erleben dort den Durchbruch.

Ran an die Vitamine!

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Wenn Ihr Kind Gemüse ablehnt, schneiden Sie es sehr klein oder pürieren und verstecken Sie es in Kartoffelbrei oder Nudelsoßen.Obst lässt sich in Naturjoghurt oder Pudding verbergen. Manche Kinder bevorzugen Rohkost. Die können Sie auch gut zwischendurch anbieten: Stellen Sie zum Spielen oder Hausaufgabenmachen einen Teller mit mundgerechten Stückchen hin.Gut geeignet sind Karotten, Fenchel, Paprika, Gurken und natürlich Obst. Kombinieren Sie die Karotten mit etwas Fett (Milch, Jogurt oder „Zwergenbrot“), damit der Körper das Vitamin A aufnimmt.

simplify-Tipp: Sorgen Sie dafür, dass sich Ihr Kind viel an der frischen Luft bewegt, und geben Sie Obst und Gemüse in einer Brotzeitbox mit.

Das Auge isst mit

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Kinder sind pingelig. Ein Apfel mit einer eingedellten Stelle oder eine Banane mit einem braunen Fleck werden sofort verschmäht. Das Gleiche gilt für Essen, das merkwürdig aussieht.

simplify-Tipp: Servieren Sie Beilagen lieber einzeln als in einem bunten Allerlei.

Die Macht der Phantasie

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Bei kleineren Kindern hilft es, das Essen durch fantasievolle Namen zu beleben: Die Kartoffelpuffer mit Apfelmus werden zu im Meer treibenden Holzfällerflößen, der Reibekäse rieselt als „Schnee“ auf die Nudeln herab, Obst-, Gemüse- und Käsestücke kommen auf „Räuberspieße“ (bunte Plastikstocher). Legen Sie das Essen so auf den Teller, dass es wie ein Gesicht oder eine Blume aussieht.

simplify-Tipp: Schneiden Sie Gurken (Äpfel etc.) mit einem Pommes-Frites-Schneider und bezeichnen Sie sie als „Gurken-Pommes-Frites“. Tipp für die ganz Kleinen: Pickt Ihr Kind sich immer den Käse vom Brot, dann kleben Sie ihn an, indem Sie das Brot samt Scheibenkäse ein paar Sekunden in die Mikrowelle legen.

Essen und reden

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In vielen Familien werden nur die Mahlzeiten gemeinsam verbracht. Nutzen Sie diese Zeit, um sich zu unterhalten, aber vermeiden Sie dabei Appetit-Killer: Nörgeln an den Tischmanieren des Kindes, grundsätzliche Gespräche über Kindererziehung, unangenehme Schulthemen, Streit zwischen den Eltern. Lassen Sie Ihre Mahlzeiten möglichst nicht durch das Telefon stören (leise stellen, Anrufbeantworter, ignorieren).

Mitbestimmung und Mitwirkung

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Gestalten Sie den Speiseplan gemeinsam mit Ihrem Kind, indem Sie auch Süßem und Fast-Food ihren (begrenzten) Platz einräumen.

simplify-Tipp: Probieren Sie bei ständiger Quengelei nach Süßigkeiten den „Süßigkeiten-Tag“ aus. An 1 Tag der Woche (z. B. Samstag) bekommen die Kinder so viel Süßes, wie sie wollen (und vertragen). An allen anderen Tagen gibt es außer Obst oder Jogurt gar nichts Süßes.

Mahlzeiten gewinnen für Kinder an Wert, wenn sie an der Entstehung beteiligt sind: Kräuter auf dem Balkon züchten, in der Küche helfen, beim Einkaufen mit entscheiden. Ältere Kinder sind stolz darauf, wenn sie ganz alleine ein Essen für die Familie kochen können.

 

Wir haben für Sie außerdem einen Überblick zusammengestellt, woraus sich eine gesunde Ernährung am besten zusammensetzt. Denn es gilt immer, von allem das richtige Maß zu halten!

 


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