Kommunikation

Das Konfliktmanagement für mehr Gelassenheit


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So gehen Sie besser mit Ärger und Wut um

Der Bus fährt Ihnen vor der Nase weg. Der Chef ignoriert Ihre Vorschläge. Ihre Familie hält Ihre Arbeit im Haushalt für selbstverständlich. Das Schild an der Ladentür sagt: „Heute geschlossen.“ Viele Menschen „explodieren“ in solchen Situationen. Doch wenn Sie Ihrem Ärger so Luft machen, fühlen Sie sich meist nicht besser als vorher – und haben einiges an Porzellan zerschlagen. Hier gibts einige Anti-Hitzkopf-Strategien für Ihr Konfliktmanagement. Probieren Sie aus, welche bei Ihnen funktionieren.

Abreagieren oder Reaktion unterbrechen

Problem: Wenn Sie sich ärgern, laufen in Ihrem Körper chemische Prozesse ab. Sie können Ärger daher nicht ohne weiteres mit Ihrem Kopf „wegdenken“.

Lösung: Bauen Sie Ihre Aggression auf unschädliche Art und Weise ab. Etwa, indem Sie kurz aus dem Zimmer gehen und auf Ihr Bettkissen einschlagen – statt (verbal) auf Ihren Partner. Oder unterbrechen Sie die Spirale der körperlichen Reaktionen durch eine entspannende Tätigkeit wie Spazierengehen oder Musikhören. „Tief durchatmen“ heißt ein altbekannter Ratschlag im Konfliktmanagement. Damit das etwas bringt, stellen Sie sich vor, wie bei jedem Ausatmen der Ärger aus Ihrem Körper weicht, während Sie beim Einatmen Ruhe und Gelassenheit aufnehmen.

Kameramann statt Schauspieler

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Problem: Nicht immer können Sie aus dem Zimmer gehen.

Lösung: Tun Sie’s zumindest innerlich. Wenn Sie gezwungen sind, bei einem Meeting die entmutigenden Tiraden Ihres Chefs auszuhalten, begeben Sie sich aus der Teilnehmer- in eine Beobachterposition – als würden Sie die Szene filmen. Drehen Sie „Zwischenschnitte“, indem Sie Ihre Aufmerksamkeit zwischendurch auf Details richten (Bilder an den Wänden, das Mienenspiel von Kollegin Schmidt).

Reagieren Sie rechtzeitig

Problem: Besonders Frauen neigen dazu, Ärger lange in sich hineinzufressen. Angestauter Zorn ist ungesund und behindert ein überlegtes Konfliktmanagement. Er führt eines Tages zu einem extremen Wutausbruch.

Lösung: Akzeptieren Sie Ihre Wut, anstatt sie herunterzuschlucken. Sprechen Sie Probleme frühzeitig an. Warten Sie nicht ab, bis Ihr Mann zum x-ten Mal das Bett als Aktenablage missbraucht, sondern sagen Sie ihm schon beim 1. Mal, dass Sie das Schlafzimmer für Zweisamkeit reservieren möchten. Sie werden spüren, wie befriedigend es ist, den eigenen Standpunkt zu vertreten. Sollten Sie für eine ruhige Aussprache momentan zu wütend sein, befolgen Sie zunächst die Tipps aus dem Abschnitt „Abreagieren oder Reaktion unterbrechen“.

Detektiv spielen

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Problem: Sind Sie schon angenervt, neigen Sie leicht zu falschen Schlüssen. Etwas Rauch aus der Küche verleitet Sie zu einem „Du Esel hast das Essen anbrennen lassen“, ein flüchtiger Gruß Ihrer Kollegin zu der Annahme, dass diese neuerdings etwas gegen Sie hätte.

Lösung: Nehmen Sie die Situation genauer unter die Lupe, bevor Sie Ihr Urteil fällen. Sie werden möglicherweise entdecken, dass das Essen noch völlig in Ordnung und die Kollegin heute nur etwas in Eile ist. Als Erinnerung an Ihren detektivischen Auftrag können Sie sich eine Lupe an den Ort legen, an dem es öfter zu Spannungen kommt (z. B. Büro, Esszimmertisch).

Wappnen Sie sich

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Problem: Sie werden immer wieder in der gleichen Situation wütend, etwa wenn Ihr Sohn später heimkommt als vereinbart.

Lösung: Ausnahmsweise raten wir Ihnen dazu, mit dem „Schlimmsten“ zu rechnen. In unserem Beispiel also damit, dass Ihr Sprössling die vereinbarte Zeit heute Abend wieder nicht einhalten wird. Spielen Sie die Situation des zu späten Heimkommens in Gedanken durch und legen Sie sich ruhige Worte für den Zeitpunkt zurecht, an dem Sie normalerweise die Kontrolle über sich verlieren und Ihr Konfliktmanagement wirklich gebraucht wird.

Gelassenheit durch Empathie

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Wenn Sie grundsätzlich gelassener werden möchten, sollten Sie sich mit dem „Mitgefühl-Training“ befassen ("Beziehungstipps für mehr Einfühlungsvermögen"). Behandeln Sie zuallererst sich selbst gut. Lauschen Sie in sich hinein und erforschen Sie, woher Ihre Wut kommt. Oft stammt sie gar nicht aus der konkreten Situation, sondern aus schlechten Erfahrungen, die Sie im Laufe Ihres Lebens gemacht haben. Wenn Sie sich danach genauso verständnisvoll in Ihr Gegenüber hineinversetzen, werden Sie viel gelassener reagieren.

Tiki Küstenmacher


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