Kommunikation

Die Bitte in der verbalen Kommunikation - So geht es richtig!


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Manchmal möchten Sie jemanden um etwas bitten – und tun es dann doch nicht. Weil es Ihnen peinlich ist. Oder weil Sie denken: „Der sagt sowieso Nein.” Schluss damit! meint der amerikanische Persönlichkeitsberater Jim Allen. Natürlich kann Ihr Gesprächspartner Ihren Wunsch ablehnen. Aber er kann auch positiv reagieren. Wenn Sie nicht fragen, berauben Sie sich dieser Chance – und den anderen auch. Hier einige Frage- Tipps:

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Nicht um den heißen Brei herum

Bringen Sie die verbale Kommunikation direkt auf den Punkt und fragen Sie. Etwa: „Wenn du zur Bibliothek gehst, kannst du bitte dieses Buch für mich abgeben?“ (Anstatt: „Du gehst zur Bibliothek? Tja, da müsste ich eigentlich auch hin. Ich müsste noch ein Buch zurückgeben ...“). Reden Sie dabei so laut und deutlich, wie Sie normalerweise auch sprechen.

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Keine falsche Scheu

Auch wenn Sie eine größere oder für Ihr Gegenüber eher unangenehme Bitte haben: Formulieren Sie für eine gelungene verbale Kommunikation klar und ehrlich, was Sie möchten, und was das für den anderen bedeutet. Lassen Sie Ihm dabei die Möglichkeit, abzulehnen – aber nehmen Sie die Ablehnung nicht vorweg. Zu Ihrer Kollegin, die gerade dabei ist zu gehen, sagen Sie beispielsweise: „Ich weiß, es ist spät und Sie sind dabei zu gehen. Könnten Sie bitte trotzdem noch meinen Text für morgen gegenlesen? Es dauert vermutlich 15 Minuten, aber es wäre mir eine große Hilfe.“

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Ross und Reiter nennen

Möchten Sie, dass ein Kollege eine Arbeit erledigt, die normalerweise Ihr Job ist, so erklären Sie ihm, warum Sie die Aufgabe jetzt nicht selbst erledigen können oder möchten. Sie müssen dazu nicht bis ins letzte Detail gehen. Aber Sie sollten weder Ihrem Kollegen noch sich selbst etwas vormachen sondern Ehrlichkeit zum obersten Gebot Ihrer verbalen Kommunikation machen. Beispiel: „Ich kann Frau Reich nur zwischen 14 und 15 Uhr treffen. Falls um diese Zeit Kundenanfragen kommen, könnten Sie die bitte für mich bearbeiten?“

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 Offen bleiben

 Denken Sie nie, Sie kennen die Antwort. Vielleicht sagt Ihre Gesprächspartnerin „nein“. Sie kann aber auch „ja“ sagen.

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Nein in Kauf nehmen

Seien Sie bei einer Ablehnung nicht vergrätzt. Sie haben eine offene Frage gestellt. Akzeptieren Sie die Antwort. Bedanken Sie sich für die Aufmerksamkeit, auch wenn Ihr Gegenüber die erbetene Hilfe nicht leistet.

Ver-ein-fachen! 

Erbitten Sie immer nur eine Sache, nicht mehrere. Es ist völlig in Ordnung, jemanden um Unterstützung zu bitten. Mehrere Bitten auf einmal aber können eine Person leicht überwältigen. Und Sie laufen Gefahr, dass der andere ablehnt – obwohl er Ihnen einen Gefallen gern getan hätte.

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Fakten, Fakten, Fakten

Drücken Sie sich in Ihrer verbalen Kommunikation stets klar aus. Geht es um einen Arbeitsauftrag, so sagen Sie deutlich, was erledigt werden muss und wie. Geben Sie Ihrem Gesprächspartner alle Informationen, die er braucht, um sich zu entscheiden, ob und wie er Ihre Bitte erfüllt.

Vertrauen siegt

Trauen Sie dem anderen zu, dass er Ihren Auftrag richtig erfüllt. Sie haben klar formuliert, was Sie möchten, er hat Ihnen eine klare Antwort gegeben. Gehen Sie also davon aus, dass die Sache läuft. Kontrollieren Sie nicht jeden Arbeitsschritt, das nervt oder signalisiert sogar Misstrauen.


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