Kommunikation

Kommunikation in Wort und Schrift


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Damit Sie finanziell und beruflich davon profitieren

Immer weniger Leute können spritzig, verständlich und interessant schreiben. Das Gute daran für Sie:Wenn Sie diese Kunst erlernen, verbessern Sie Ihre beruflichen Chancen erheblich. Hier die Tricks der Profis – womit wir auch die Geheimnisse unserer eigenen Arbeit verraten.

Schreiben, schreiben, schreiben

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Wenn Sie gerne texten, lassen Sie keine Gelegenheit zum Üben und Veröffentlichen aus. Über persönliche Internet-Tagebücher (Weblogs) werden immer wieder begabte Autorinnen und Texter gesucht und gefunden. Je mehr Sie schreiben, umso besser wird Ihr Stil! Sie werden erstaunt sein, wie viele Menschen Sie mit dieser Art von Kommunikation erreichen können!

Viele Menschen denken bei „Schreiben“ an Gedichte oder Romane. Das sind aber die am schlechtesten verkäuflichen Kategorien.Werbetexte dagegen, technische Dokumentationen, Berichte, Pressemeldungen, Sachbücher und viele andere eher unauffällige Texte – das ist die Art, mit der Sie Geld verdienen können.

Saugen Sie den Leser an

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Ob Spiegel-Artikel oder ein Bericht im Vereinsblatt: Der 1. Satz (im Journalistenjargon heißt er „Lead“) entscheidet, ob Ihre Leser weiterlesen. Jede Publikation hat dafür ihre typischen Methoden. Der Spiegel startet im Reportagestil: „Zuerst schossen zwei monströse Tentakel aus der Dunkelheit heran.“ Danach wird meist die Geschichte von hinten her aufgerollt. Bild beginnt gern rätselhaft: „Die Schlinge zieht sich zu.“ Oder emotional: „Skandal! 20 % soll der Benzinpreis noch steigen ...“ Bei Ratgebern ist die Methode „Problem und Versprechen“ beliebt: „Berge von Papier stapeln sich jeden Tag auf Ihrem Schreibtisch. Dagegen hilft ...“

Beim letzten Beispiel sehen Sie, dass Sie für einen guten Lead sogar den Satzbau so umbiegen dürfen, dass das stärkste Wort an den Anfang rutscht. In der alltäglichen Kommunikation würde man sagen: „Jeden Tag stapeln sich Berge von Papier auf Ihrem Schreibtisch.“

Sparen Sie an Nebensätzen

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Es ist eine Tatsache, dass es eine echte Seuche darstellt, dass im Deutschen, in dem es die Möglichkeit gibt, komplizierte Satzkonstruktionen zu bilden, dadurch viele Aussagen, die wichtig sind, nicht im Hauptsatz, sondern in einem Nebensatz, den man kaum noch versteht, landen.

Das war ein Beispielsatz, wie Sie es nicht machen sollten. Gegen solche Ungetüme helfen folgende Methoden:

Überflüssiges streichen. „Es ist eine Tatsache, dass“ oder „Ich finde, dass“ bieten keinerlei Informationswert.

Adjektiv statt Nebensatz. „Wichtige Aussagen“ statt „Aussagen, die wichtig sind“. „Unverständlicher Nebensatz“ statt „Nebensatz, den man kaum noch versteht“.

Doppelpunkt statt „dass“. „Es ist eine Seuche im Deutschen: Wichtige Aussagen landen in einem Nebensatz.“

In mehrere kurze Sätze zerlegen. „Im Deutschen lassen sich verschachtelte Nebensätze bauen. Das kann zu einer regelrechten Seuche werden. Wichtige Aussagen landen dann in einem Nebensatz.“

Verben statt Substantiven

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Bei der Begegnung Ihrer Leser mit Ihrem Geschriebenen kommt es auf Verständlichkeit und einen gewissen  Überraschungseffekt an, damit ihre Lesefreudigkeit anhält und vor allem bei einer Steigerung der Textlänge keine Ermüdung eintritt.

Ein häufiger Fehler, den Sie oft erst beim Durchlesen bemerken. Wandeln Sie Substantive in Verben oder Adjektive um. Das geht immer. Texte werden lesbarer und kürzer:

„Schreiben Sie verständlich und überraschen Sie Ihre Leser, damit sie gerne weiterlesen und auch bei längeren Texte nicht ermüden.“ Na bitte!

Würzen mit Umgangssprache und Modewörtern

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Haben Sie keine Scheu, auch einmal zu schreiben, wie „Ihnen der Schnabel gewachsen ist“. Wenn Sie schwierige Sachverhalte rüberbringen wollen, suchen Sie sich einen Menschen in Ihrer Umgebung, dem Sie davon erzählen. Wenn dieser andere sagt „Jetzt hab ich’s kapiert!“ – dann nehmen Sie genau die Formulierung, bei der er den Durchblick bekam.

Verwenden Sie mutig (aber nicht zu übertrieben) Zitate aus der aktuellen Umgangssprache und Werbung. Mit „Gute Preise, gute Besserung“ oder „Mittendrin statt nur dabei“ können Sie auf billige Weise ein kleines Schmunzeln erzeugen. Entsprechende Sprüche finden Sie bei slogans.de oder wikiquote.org.

Dumme Wörter vermeiden

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Es gibt nämlich Wörter, die sind eigentlich gar nicht nötig, und deshalb sollten Sie die bewusst weglassen.

In diesem Beispielsatz sind das „nämlich“, „eigentlich“ und „bewusst“. Ohne jeden Informationsverlust lautet der Satz dann: „Es gibt Wörter, die sind gar nicht nötig, und deshalb sollten Sie die weglassen.“

Mit den folgenden Begriffen zeigen Sie, dass Sie ungebildet sind: „einzigster“ (es heißt „einziger“, denn das ist ja bereits nur einer), „Osterinseln“ (es ist nur 1 Insel), „Linkshändler“ (richtig wäre „Linkshänder“). Prüfen Sie Eigennamen immer doppelt nach. Nichts ist peinlicher, als wenn Sie aus Günter Hoefer einen Günther Höfer machen.

Überschlaue Wörter vermeiden

 

 

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"Man könnte somit das allen Humanismen zu Grunde liegende kommunitarische Phantasma auf das Modell einer literarischen Gesellschaft zurückführen, in der die Beteiligten durch kanonische Lektüren ihre gemeinsame Liebe zu inspirierenden Absendern entdecken."

Ein Satz des Philosophen Peter Sloterdijk im typischen Intellektuellen- Jargon: viele Substantive, viele Fremdwörter. Als Schreiber machen Sie sich beliebt, wenn Sie schwierige Sachverhalte verständlich ausdrücken können. Schlagen Sie Fremdwörter auf wiki pedia.de nach. So geht es doch auch:

„Bei allen Menschen gibt es die abwegige Vorstellung: Wir werden eine Gesellschaft, indem wir lesen, was andere uns vorschreiben, und uns gemeinsam von bestimmten Autoren beflügeln lassen.“

Keine Wiederholungen

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Wenn Sie über ein Thema schreiben, kommt dieses Thema immer wieder in vielen Varianten dieses Themas vor, bis Ihren Lesern das Thema zu den Ohren herauskommt.

Variieren Sie in Ihrer Kommunikation häufig vorkommende Begriffe! Klicken Sie beim Schreiben mit der rechten Maustaste auf das Wort und wählen Sie (bei Microsoft Word) den Begriff „Synonyme“. Sie erhalten fast immer eine Liste mit sinnverwandten Wörtern (bei „Thema“ erscheinen „Motiv, Frage, Aufgabe, Angelegenheit, Inhalt usw.“). Selbst wenn das gesuchte Wort nicht dabei ist – oft kommen Sie beim Lesen der Liste auf neue Begriffe. So vermeiden Sie das Schlimmste, was Sie Ihren Lesern zumuten können: Langeweile.

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