Kommunikation

Kommunikation: Machen Sie Reklame für sich selbst


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So überwinden Sie Hemmungen gegen eine selbstverständliche menschliche Eigenschaft

„Stellen Sie Ihr Licht nicht unter den Scheffel - Sie müssen sich besser vermarkten": Solche Sätze hört man im neuen deutschen Geschäfts-Slang häufig. Aber jeder, der diesen Satz zu hören bekommt, hat gerade gegen diese Art von „sich selbst verkaufen" große Widerstände. Der amerikanische Pfarrer und Unternehmensberater James Vuocolo hat über Jahre hinweg mit großem Erfolg Menschen beigebracht, diese Hemmungen bei der Kommunikation zu überwinden. Hier sein 5-Punkte-Programm:

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1. Sammeln Sie Verbündete

 

Sagen Sie nicht „vermarkten" oder „verkaufen", wenn es um Ihre eigenen Fähigkeiten geht. Gegen die mit diesen Vokabeln verbundenen Vorstellungen haben wir alle eine gesunde Abneigung: Wir verkaufen uns nicht wie Sklaven auf einem Markt. Es geht einfach darum, neue Beziehungen im Kontext Ihres Berufs aufzubauen. Fassen Sie diesen Begriff ganz weit: Daraus können Beziehungen werden, die über den Beruf hinausgehen. Sie können Freunde fürs Leben gewinnen oder einfach einen guten neuen Geschäftspartner.

Das Konfrontationsprinzip hat im 21. Jahrhundert ausgedient. Sie und Ihr Kunde, Sie und Ihr Chef, Sie und Ihre Mitarbeiter - Sie müssen Partner werden, manchmal sogar Freunde. Aber keinesfalls Gegner. Das gilt auch für die härtesten Jobs.

2. Machen Sie aus sich kein Geheimnis

Sie kennen das: Ein Kandidat wird in einer Quizshow nach seinem Beruf gefragt. Er antwortet: „Ich bin kaufmännischer Angestellter in einem großen elektrotechnischen Unternehmen." Das ist das alte Denken, ein schwammiges Durcheinander von Geschäftsgeheimnis und der Vermeidung von Schleichwerbung. Die bessere Antwort wäre: „Ich verkaufe Handys bei Siemens, und zwar zigtausend-Stück-weise." Schon gäbe es einen Anknüpfungspunkt für die Kommunikation, Sie bekommen Farbe, und die Menschen interessieren sich für Sie.

Eine alte Geschäftsweisheit lautet: „Es kommt nicht darauf an, was Sie wissen, sondern wen Sie kennen." Im 21. Jahrhundert ist das wichtiger denn je, ja es geht noch weiter: „Es kommt nicht darauf an, wen Sie kennen, sondern wer Sie kennt!" Erleichtern Sie es anderen, Sie zu kennen:

Achten Sie darauf, dass Sie ein gut lesbares Schild mit Ihrem Vor- und Nachnamen an Ihrer Bürotür haben.

Wenn häufiger fremde Menschen mit Ihnen an Ihrem Schreibtisch sprechen, sollte auch hier Ihr Name deutlich sichtbar sein. Es muss ja nicht gleich ein

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Schild wie in einem Reisebüro sein. Ein für den Besucher sichtbarer Ständer mit Ihren Visitenkarten genügt.

Bauen Sie Ihren eigenen Namen in Gespräche ein, damit sich Ihr Partner ihn noch besser einprägen kann („Da sagt neulich ein Kunde zu mir: Herr Küstenmacher, sagt er, stellen Sie sich vor ...").

Was Sie geschrieben haben, sollte auch Ihren Namen tragen. Keine Briefe, die unterschrieben sind mit „Ihr Vertriebsteam"!

Schreiben Sie Ihren Namen gut sichtbar an Ihre Haustür, in einer Größe, die Ihrem Bild von sich selbst entspricht.

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3. Interessieren Sie sich

Seien Sie nicht „interessant", sondern „interessiert". Einem anderen Menschen ist es egal, wie viel Sie wissen. Der will vielmehr wissen, dass Ihnen der andere Mensch nicht egal ist! Stecken Sie Ihre Kreativität bei der Kommunikation mit anderen nicht ausschließlich in Ihre Antworten, sondern zu einem großen Teil in Ihre Fragen. Fragen Sie viel und hören Sie gut zu. Mindestens 50 Prozent eines Gesprächs. Mit jedem.

4. Versprechen Sie zu wenig

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Aber liefern Sie zu viel! Nicht anders herum. Die beste Reklame ist Ihre Leistung: Befriedigen Sie Ihre Kunden und Partner nicht, indem Sie nur das tun, was Sie zugesagt haben. Sondern sorgen Sie für Überraschungen. Dämpfen Sie anfangs Erwartungen, aber übertreffen Sie dann sich selbst und den anderen.

5. Behalten Sie den Spaß

Gerade im schlimmsten Stress, in höchster Bedrängnis, in der großen Krise - freuen Sie sich darüber, dass Sie leben! Betrachten Sie den Trubel um sich herum als Zeichen, dass Sie mitten im Leben stehen - und nicht am Rand.


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