Kommunikation

Konfliktmanagement an Weihnachten


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So feiern Sie entspannt mit Ihrer Verwandtschaft

Ob im großen oder im kleinen Kreis, ob man sich ein ganzes Jahr lang nicht getroffen hat oder sich ohnehin jede Woche sieht: Für die meisten Menschen ist Weihnachten Verwandtentreffen. Wie schade, wenn es dabei zu unguten Streitigkeiten kommt. Und wie schade, wenn die Vorfreude auf das Fest bereits durch die Erinnerungen an das letzte Mal getrübt wird. Lesen Sie, was Sie selbst mit dem richtigen Konfliktmanagement für ein friedliches Weihnachten tun können.

Seien Sie realistisch

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Sie kennen die Stärken und Schwächen Ihrer Verwandten. Dadurch wissen Sie im Voraus, was Sie erwartet: eine überkritische Schwiegermutter, einen zu tief ins Glas schauenden Neffen, provokativ auftretende Pubertierende oder eine Cousine, deren einziges Thema sie selbst ist.

simplify-Tipp: Glauben Sie nicht, dass Weihnachten als Fest des Friedens alle Charaktere auf wundersame Weise transformieren wird. Rechnen Sie damit, dass es aufgrund der Eigenheiten aller Beteiligten zu Spannungen kommen wird. So bewahren Sie Ihre Weihnachtsfreude, auch wenn das Fest nicht 100%ig harmonisch wird.

Der äußere Rahmen hilft

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Aus Erfahrung wissen Sie, wie lange es dauert, bis Sie sich gegenseitig auf die Nerven gehen. Ein 1-stündiger Besuch mag mit einer freundschaftlichen Umarmung enden, ein 5-stündiges Gelage (Mittagessen, Kaffee, Abendessen) mit geknurrten Grüßen.

simplify-Tipp: Handeln Sie nach der Devise „Kurz ist schön“. Kündigen Sie Ihren Zeitrahmen im Voraus an („Wir möchten wegen der Wetterverhältnisse noch bei Tageslicht heimfahren“).

Ein feierliches Essen an der langen Tafel hat den Nachteil, dass man seinen Sitznachbarn über längere Zeit hin ausgeliefert ist. Für eine unverbindlichere Atmosphäre sorgen Sie als Gastgeber mit einem Buffet. So können Sie einem nötigen Konfliktmanagement rechtzeitig vorbeugen.

simplify-Tipp: Wenn Sie aus Erfahrung wissen, dass sich einer der Gäste gerne gehen lässt, erweitern Sie den Kreis der Gäste. Deren Anwesenheit sorgt dafür, dass sich schwarze Schafe mehr zusammenreißen. Eine festgefahrene Situation lässt sich mit „einer Runde Spazierengehen“ auflösen. Überlegen Sie sich vorher eine zugkräftige Motivation („Ich will euch mal den neuen Park zeigen“).

Legen Sie Ihre persönlichen Grenzen fest

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Während einer mehrstündigen Feier bekommen Sie einiges zu hören.

simplify-Tipp: Vereinbaren Sie mit sich selbst, wie viele schnippische Bemerkungen Ihrer Schwägerin oder wie viele dumme Witze Ihres Onkels Sie ertragen möchten. Ist die Grenze erreicht, sprechen Sie das Problem an: „Ich wünsche mir, dass du genauso freundlich zu mir bist, wie ich zu dir.“ Nehmen Sie sich eine Auszeit, die Sie auf andere Gedanken bringt:Wechseln Sie zu einem anderen Gesprächspartner, der weiter entfernt sitzt („Ich muss mal mit Tante Anna etwas besprechen “).

Vereinbaren Sie einen Waffenstillstand

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Sie mögen sich, aber bei Ihren Treffen kommt es regelmäßig zu unschönen Streitereien, etwa über Politik? Schlagen Sie Ihrem „Kontrahenten“ vor dem Zusammentreffen vor, das sensible Thema auszusparen. Umrahmen Sie das rote Verbotsschild mit zwei grünen Beziehungswegweisern: „Ich respektiere, dass du politisch anders denkst als ich. Bitte lass uns an Weihnachten auf das Politisieren verzichten. Ich freue mich schon darauf, dass wir uns einmal in Ruhe über unsere Berufe unterhalten können.“

Steuern Sie das Gespräch

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Wenn Sie sich besonders schlecht mit jemandem verstehen, kann ein Weihnachtstreffen zur Qual werden und das Konfliktmanagement erfordert dann besonders viel Fingerspitzengefühl.

simplify-Tipp: Fragen Sie andere, welche positiven Charakterzüge der Betreffende hat. Das kann Ihre Abneigung vermindern und helfen, ein Gesprächsthema zu finden („Onkel Fritz hat mir erzählt, du engagierst dich für ein indisches Kinderheim“).

Wappnen Sie sich gegen die übliche Kritik an Ihrem Lebensstil („Warum wollt ihr keine Kinder?“).

simplify-Tipp: Lenken Sie den Fragesteller gedanklich zu sich selbst zurück („Ich habe das Gefühl, deine Kinder sind das Wichtigste in deinem Leben. Wie geht es den Großen in der Schule?“). Richten Sie Ihre Antwort nicht auf die negative Botschaft, sondern auf die (angenommene) positive Intention („Danke, dass du dir Gedanken um uns machst.Uns geht es gut“).

Autor: Tiki Küstenmacher


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