Kommunikation

Networking: mehr Loben!


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Ein ehrliches Kompliment hilft beiden

Wie kamen Sie zu Ihrem Arbeitsplatz? Wie zu Ihrem Partner? Wie zu Ihren besten Kunden, Ihren lohnendsten Aufträgen, Ihrem schönsten Hobby, Ihren großartigsten Erlebnissen? Wenn Sie der Entstehungsgeschichte nachgehen, werden Sie immer auf Menschen stoßen, denen Sie das verdanken: Bekanntschaften, Empfehlungen, Freunde, positive Kontakte. Vieles in unserem Leben ist also das Resultat von gelungenem Networking.

Der US-Autor Chris Widener hat die Vernetzung von Menschen systematisch erforscht. Sein Ergebnis: Erfolgreiche Menschen beherrschen vor allem die Kunst, andere aufzubauen.

Die Vorteile des Lobens

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Die größte Kraft liegt dabei im Lob. Wenn Sie jemanden oder seine Arbeit aufrichtig bewundern und das auch sagen, passiert etwas in Ihnen, im anderen und in Ihrer Beziehung. Im Einzelnen sind das:

1. Sympathie. Erinnern Sie sich an Situationen, in denen Sie aufrichtig gelobt wurden – manche davon sind goldene Momente, die Sie Ihr Leben lang nicht vergessen werden. Erinnern Sie sich an Ihre Emotionen gegenüber der Person, von der Sie gelobt wurden: Höchstwahrscheinlich fanden Sie sie nach dem Lob sympathischer als vorher. Diesen Effekt können Sie sich zunutze machen, wenn Sie einen anderen Menschen loben. Aber nicht tricksen: Es funktioniert nur, wenn sie es wirklich ehrlich meinen!

2. Erinnerung. Wenn Sie einen Menschen aufrichtig gelobt haben, bleiben Sie in seinem Gedächtnis. Das bringt Ihnen aber nur dann etwas, wenn er auch Ihren Namen behalten kann. Scheuen Sie sich nicht, Ihre Visitenkarte und am besten noch ein weiteres Erinnerungszeichen zu hinterlassen (etwa indem Sie von Hand noch etwas auf die Karte schreiben).

3. Gemeinschaft. Wenn Sie sich geduldig Networking betreiben (ohne die kurzsichtige Frage „Was bringt mir der?“), werden Sie zufriedener, selbstsicherer und bleiben gesünder. Untersuchungen belegen immer wieder: Soziale Verbindungen stärken Ihr Herz, sowohl seelisch als auch Ihren Herzmuskel. 

4. Führungsqualität. Wenn Sie in Ihrem Umgang mit anderen Menschen den Schwerpunkt darauf verlagern, das Anerkennenswerte zu sehen, entwickeln Sie unwillkürlich die Fähigkeiten, die einen guten Chef bzw. eine gute Chefin ausmachen. Außerdem werden Sie bei Ihrer Lob-Kampagne vor allem den Kontakt zu Leuten suchen, die in ihrem Fachgebiet besonders gut sind – eine 2. wichtige Eigenschaft qualifizierter Führungskräfte.

5. Glück. „Geben ist seliger als Nehmen.“ Diese biblische Weisheit gilt besonders für das Loben. Wenn Sie ehrliche Bewunderung ausdrücken, empfängt Ihr Unbewusstes gleichzeitig diese Botschaft: „Ich habe mit hervorragenden Leuten zu tun.“ Das ist einer der wirksamsten Glücksfaktoren.

So loben Sie richtig

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Noch einmal: Lob muss ehrlich sein. Beschummeln Sie nicht sich selbst und nicht den anderen. Aber arbeiten Sie daran, Ihre Anerkennung auch auszudrücken, und zwar mit den richtigen Mitteln.

1. Die Tugend nennen. Beschreiben Sie den Charakter des Menschen, dem Sie Beifall zollen. Sagen Sie nicht nur: „Das haben Sie toll gemacht“, sondern: „Sie haben eine wunderbare positive Ausstrahlung“ oder „Sie sind ein unglaublich fleißiger Mensch mit großem Durchhaltevermögen“. Wiederholen Sie mit eigenen Worten, was der Gelobte gemacht hat. Damit würdigen Sie ihn mehr als mit Lobeshymnen.

2. Keine negativen Vergleiche. „Sie machen das viel besser als Frau Schussel“ mag zwar lobend gemeint sein, ist in erster Linie aber eine Abwertung von Frau Schussel. Diese negative Botschaft ist so stark, dass der Gelobte Ihre Wertschätzung meist gar nicht mehr wahrnimmt.

3. Lob pur. „Das ist das schönste Foto, das ich je gesehen habe. Nur leider ist es etwas unscharf.“ Merken Sie, wie mit dem kleinen Nachsatz alles kaputt gemacht wird? Also: Verbinden Sie Ihr Lob niemals mit Kritik, auch nicht mit der leisesten.

4. Erinnerungsstützen. Mit einem kleinen materiellen Andenken (aber kein Geld!) können Sie die Kraft Ihres Lobs noch vervielfachen: ein Smiley unter einer schriftlichen Arbeit, eine Blume für den Schreibtisch, ein kleines Kuscheltier, ein winziges Schoko-Täfelchen oder auch nur eine kleine Dienstleistung: „Und jetzt hole ich Ihnen einen Kaffee.“

5. Körperkontakt. Fassen Sie den Gelobten während Ihrer Anerkennungsrede kurz an Arm oder Schulter an. Falls das zu herablassend oder plump-vertraulich wirken würde, geben Sie ihm am Schluss die Hand. Die körperliche Berührung signalisiert deutlicher als alles andere: Wir sind miteinander verbunden.

Autor: Tiki Küstenmacher


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