Kommunikation

Networking: Prost!


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Wie Sie mit einer Mini-Ansprache ein Fest verzaubern können

Eine Familienfeier, eine Einladung zur Ladeneröffnung, eine Geburtstagsparty – wenn niemand eine Rede hält, bleibt es oft ein formloses Zusammensein. Mit den richtigen Worten aber wird daraus ein erinnerungswürdiges Ereignis, das Networking fördert. Hier ein paar Anregungen, wie Sie als Gastgeber oder auch als Gast mit einem „Toast“ (so sagen die Briten zu einem Trinkspruch) eine Feier aufwerten.

Mit Ihrer Rede bringen Sie möglicherweise eine Kommunikation in Gang, die vorher nicht stattfand. Oft schaffen Sie einen Gesprächsaufhänger für sich selbst – und verdruckste, schweigsame Gäste oder eine öde Veranstaltung lassen sich mit dem richtigen Trinkspruch aus dem Dornröschenschlaf erwecken.

Nicht zu lange warten

Schalten Sie schnell: Sobald jeder ein Glas hat, legen Sie los. Auch zu einem späteren Zeitpunkt lässt sich ein Toast einschieben. Etwa zwischen 2 Gängen bei einem Menü oder wenn gerade einmal alle zusammenstehen.

simplify-Tipp: Je früher Sie dran sind, umso länger profitieren die Gäste und das Networking davon.

Wie beginnen?

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Es ist ganz normal, dass Sie kurz vorher einen Kloß im Hals haben.

simplify-Tipp: Suchen Sie sich einen Verbündeten, dem Sie erklären, dass Sie ein paar Worte an die Gäste richten möchten.Wenn Sie nicht selbst Gastgeber sind, holen Sie ihn zu sich. Er selbst muss nichts sagen, soll sich aber neben Sie stellen, das macht Ihnen Mut! Halten Sie auf jeden Fall ein Glas in der Hand, klopfen Sie dran, um sich Aufmerksamkeit zu verschaffen, oder fragen Sie laut: „Kann mich jeder hören?“

Klassische Rede-Regeln

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Ihr Anfang braucht nicht originell zu sein. Starten Sie mit „Ich heiße euch/Sie herzlich willkommen!“ Wenn Sie nicht selbst der Gastgeber sind, geht es weiter mit „... im Namen von Rosi und Josef, denen wir dieses schöne Fest verdanken“. Dann kommt der Anlass: „Wir sind hier zusammen, weil ...“ Es gibt viele Treffen, bei denen es längst nicht allen Gästen klar ist, dass es das 50. Betriebsjubiläum oder das Doppelfest 65. Geburtstag/Dienstende ist.

simplify-Tipp: Wenn Sie nicht allen Gästen bekannt sind, stellen Sie sich und Ihr Verhältnis zum Gastgeber kurz vor: „Ich kenne die Gabi seit der Schulzeit und bin froh, dass sich ihr Traum von einer eigenen Ausstellung endlich erfüllt hat.“

Der magische Moment

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Dann erzählen Sie eine kurze Begebenheit über den Gastgeber, über ein Erlebnis im Vorfeld der Veranstaltung oder eine Erinnerung. Nur eine! Je lockerer und humorvoller das geschieht, umso besser.

simplify-Tipp: Stellen Sie niemanden bloß, beleidigen Sie keinen. Bauen Sie stattdessen ein Kompliment ein, das schadet niemals. „Ich war mit Harald im selben Studentenheim, wo wir Tag und Nacht Stevie Wonder gehört haben. Jetzt hat Harald mit Martha einen weit besseren Mitbewohner als mich. Gerade hat er ihr versprochen, immer bei ihr zu bleiben. Und wenn ich sie sehe, fällt mir nur Stevie Wonders wunderbarer Song ein: Isn’t she lovely!“ Hier wurde gerade ein Kniff verwendet, mit dem Sie jede Ansprache aufwerten können: die „vorbereitete Überraschung“. Die Erwähnung der Stevie-Wonder-Musik hatte nur den Zweck, das Lied mit dem positiven Titel vorzubereiten.

Was verboten ist

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Wenn Ihnen flau zumute ist, thematisieren Sie das nicht! Mit Bemerkungen wie „Ich bin nicht gut bei so was“ lenken Sie die Aufmerksamkeit auf etwas, was den meisten Zuhörern überhaupt nicht aufgefallen wäre. Lassen Sie ruhig eine Pause, wenn Ihnen die Worte fehlen.

simplify-Tipp: Lächeln Sie, atmen Sie tief durch, sehen Sie jemanden an, der Sie ermutigend anschaut. Aber füllen Sie die Lücke nicht mit „Ähs“ oder dem berüchtigten seufzenden „Ja, also“ als Auftakt. Bemühen Sie sich, ein wenig langsamer zu sprechen als sonst.

Was erlaubt ist

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Gefühle! Schämen Sie sich nicht, wenn Sie von Ihren eigenen Erinnerungen ergriffen und den Tränen nahe sind. Damit liefern Sie einen Toast, der keinen kalt lässt, und geben der Veranstaltung eine Tiefe, von der viele nur träumen. So fördern Sie ein Networking, das nicht nur oberflächlich bleibt.

simplify-Tipp: Am Ende Ihrer kurzen Rede erheben Sie das Glas. Lassen Sie den Jubilar bzw. die Gastgeber hochleben. Oder wählen Sie einen schönen allgemeinen Spruch. Was immer passt: „Trinken wir auf das Leben!“ Oder: „Auf die Liebe!“ Sie werden es erleben: Nach Ihrem Toast sind die Gäste glücklich und Sie selbst erleichtert. Jetzt haben Sie es sich verdient zu feiern!

Autor: Tiki Küstenmacher


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