Kommunikation

Nonverbale Kommunikation: Das sagt der Körper wirklich


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Die besten Einsichten vom Körpersprache-Guru Samy Molcho

Wenn der berühmte Pantomime Samy Molcho ein Seminar zum Thema Körpersprache oder nonverbale Kommunikation veranstaltet, ist es meist schon ausverkauft, bevor es in den Prospekt kommt. Er gilt als Meister im Analysieren der Körpersprache anderer Menschen; viele Prominente haben sich von ihm schulen lassen. Wir haben für Sie seine dicken Bücher durchforstet nach praktisch umsetzbaren Tipps.

Gefühlshand und Vernunfthand

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Die linke Hand, verbunden mit der rechten (emotionalen, ganzheitlichen) Hirnhälfte, ist Ihre „Gefühlshand". Die rechte Hand (linke rationale Gehirnhälfte) ist die „Vernunfthand". Achten Sie auf die Gefühlshand bei jemand, der Sie begrüßt: Bleibt die Gefühlshand beim Händeschütteln unbeteiligt hängen, gibt es noch etwas Eis, das Sie erst auftauen müssen. Macht Ihr Gegenüber aber mit seiner Gefühlshand eine einladende Bewegung und zeigt Ihnen dabei noch die Handinnenfläche, dann können Sie sich getrost entspannen.

Handfläche und Handrücken

Alle Bewegungen, bei denen Sie Ihrem Gegenüber die Innenfläche Ihrer Hand zuwenden, sind Gesten des Friedens und der Offenheit. Selbst die Abwehrhaltung mit beiden erhobenen Handflächen signalisiert Klarheit: „Ich sage Nein, aber bitte tu mir nichts!"

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Zeigen Sie Ihrem Gegenüber dagegen den Handrücken, wirkt das unbewusst als Ablehnung und Angriff. Der erhobene Zeigefinger mit dem Handrücken zum Gesprächspartner ist eine stark wirkende Drohgebärde.

Bei Verhandlungen können Sie mit Ihrer offenen Gefühlshand Gesprächsbereitschaft ausdrücken, während Ihre Vernunfthand vor Ihrer Brust (mit dem Handrücken zum anderen) klar abgrenzt: „Wir können reden, aber nur bis zu einer bestimmten Grenze."

Faust

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Das beste Zeichen offener oder versteckter Aggression in der nonverbalen Kommunkation ist die geballte Faust. Wenn Sie bei einer Verhandlung in freundlichem Ton reden, dabei aber die Fäuste ballen, wird Ihr Gesprächspartner das Gespräch in schlechter Erinnerung behalten: „Der war aber aggressiv!"

„Stachelschwein" und „Katholik"

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Gefaltete Hände mit gestreckten Fingern (Stachelschwein) sind eine Abwehrgeste. Die „katholische" Gebetshaltung (beide Handflächen aufeinander) und Varianten davon (nur die Finger oder die Fingerspitzen berühren sich) sind dagegen versöhnliche Signale: „Lassen Sie uns unsere Berührungspunkte finden."

Der Dominanzdaumen

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Der dickste Finger, der das Greifen erst möglich macht, ist ein starkes Signal. Der aufgerichtete Daumen steht für Ich-Stärke. Die typisch italienischen Erzählgesten enthalten fast immer einen stark nach oben deutenden Daumen und sagen damit: „Ich erzähle eine Geschichte, in der ich die Hauptperson bin." Wenn Sie Probleme haben, sich bei Gesprächen einzubringen und durchzusetzen, dann arbeiten Sie mit Ihrem nach oben gereckten Daumen - und spüren Sie, wie er Ihnen Kraft gibt und Ihren Zuhörern Respekt verschafft.

Der Hals

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Das Zeigen des Halses ist durch unsere biologische Geschichte in der nonverbalen Kommunikation verankert, in 2 sehr unterschiedlichen Varianten: Wenn Sie den Kopf drehen und dabei dem anderen den Halsflügel zeigen, ist das eine Vertrauens- und Demutsgeste („Ich schaue von dir weg, du könntest mich jetzt beißen und ich würde mich nicht wehren").

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Heben Sie dagegen den Kopf und zeigen dem anderen die Kehle, ist das eine stark konfrontative Botschaft („Ich schaue dich an - wenn du mir an die Gurgel willst, bin ich schneller!"). Der erhobene Hals ines anderen wirkt - das ist tief in uns verankert - immer „hochnäsig" und provokant.

simplify-Sofort-Tipp: nonverbale Kommunikation üben

Haben Sie die eine oder andere Geste beim Lesen nachgeahmt? Prima. Wenn eine „Lieblingsgeste" dabei war, dann wiederholen Sie sie noch ein paar Mal. Üben Sie sie heute immer wieder und nehmen Sie sie in Ihren „Körperwortschatz" auf. Nonverbale Kommunikation lässt sich lernen wie ein neues Fremdwort: durch Wiederholen und praktisches Anwenden.


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