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Persönlichkeitsentwicklung: Erobern Sie Troja!


persoenlichkeitsentwicklung_unbetretene_wege

Stellen Sie sich vor, Sie haben ein Ziel und wollen es erreichen

Der Film Troja (wie es im Abspann heißt: „inspiriert von der Ilias“) rief vor einigen Jahren die klassische Sage des Altertums wieder ins allgemeine Bewusstsein. Sie handelt vom Krieg der Achaier (Griechen) gegen die Stadt Troja. Ausgelöst wurde der Konflikt durch den trojanischen Königssohn Paris, der den Griechen die schöne Helena entführte. Im Original sind es 9 Jahre, in denen die Achaier daraufhin die Mauern Trojas bestürmen, bis im 10. Jahr Troja durch eine List schlussendlich fällt.

Lehren aus diesem Epos werden meistens aus Sicht der Verlierer, der Trojaner, beschrieben, nach dem Motto: „Nimm keine Geschenke von Fremden an.“ Wir wechseln die Perspektive und betrachten den Sieg über Troja als Metapher für das Erreichen eines schwierigen Ziels und als Motivation für die Persönlichkeitsentwicklung.

1. Bleiben Sie dran

10 Jahre lang währte der Krieg, bis Troja fiel. Dazwischen lagen unzählige Niederlagen, Konflikte und große Mühsal.

simplify-Tipp: Lassen Sie sich und Ihre Mitstreiter nicht durch Schwierigkeiten und Enttäuschungen aus der Bahn werfen. Bleiben Sie hartnäckig! Stellen Sie in Arbeitsgruppen von Anfang an klar, dass Sie nicht vor der Größe der Aufgabe kapitulieren werden. Schwören Sie Ihre Mannschaft auf das gemeinsame Ziel ein. Dann wird es bis zum Schluss Kraft- und Motivationsquelle bleiben.

2. Gehen Sie unbetretene Wege

10 Jahre lang gegen die Mauern Trojas anzurennen führte allein nicht zum Ziel. Der listige Odysseus entwarf einen bisher nie da gewesenen Plan: Die Griechen täuschten ihre endgültige Abreise vor und hinterließen als Opfergabe eine gewaltige hölzerne Statue auf Rollen, das trojanische Pferd. Die Trojaner, überglücklich über das vermeintliche Kriegsende, holten das Pferd in ihre Stadt – und damit ihren eigenen Untergang. Das Pferd war innen hohl und angefüllt mit den besten Kriegern der Griechen. Die stiegen nachts aus dem Pferd, öffneten die Tore für das wartende Heer und legten Troja in Schutt und Asche.

simplify-Tipp: Wenn es mit einer Aufgabe nicht vorangeht, muss nicht das Ziel falsch sein. Meist liegt es nur am falschen Weg. Das wird häufig verwechselt! Lassen Sie sich nichts anderes einreden: Es gibt immer mehrere Methoden, um ein angepeiltes Ziel zu erreichen. Überprüfen Sie Ihre Möglichkeiten, treten Sie einen Schritt zurück und gewinnen Sie einen neuen Blick auf die alte Lage. Vertrauen Sie Ihrer Kreativität (und der Ihrer Mitarbeiter), entwerfen Sie neue Ansätze.

3. Würdigen Sie Ihre Mannschaft

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Achilles (im Film dargestellt von Brad Pitt), der mächtigste Krieger der Griechen, hatte Streit mit seinem obersten Heerführer Agamemnon. Der hatte sich unrecht verhalten und Achilles seine Lieblingssklavin weggenommen. Achilles war tief in seinem Stolz verletzt und zog sich daraufhin von den Kämpfen zurück. Die Griechen erlitten schwerste Niederlagen. Erst nach schmerzlichen Misserfolgen kam es zur Aussöhnung, und Achilles beflügelte erneut das griechische Heer.

simplify-Tipp: Verhalten Sie sich untadelig gegenüber Ihren Mitstreitern. Das ist gerade bei der Zusammenarbeit unter harten Bedingungen unverzichtbar. Gefährden Sie niemals den Zusammenhalt Ihrer Gruppe durch persönliche Differenzen, Eifersüchteleien oder unnötige hierarchische Streitereien. Bringen Sie Differenzen konstruktiv auf den Tisch und entschärfen Sie Konflikte, solange sie noch klein sind.

 

4. Finden Sie Ihre wunden Punkte

 

 

 

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Achilles war ein Halbgott, Sohn der Flussnymphe Tethis. Sie badete ihn als Kind im Fluss Styx, dessen Wasser unverwundbar macht. Aber irgendwo musste sie ihn ja halten, und so war es die rechte Ferse, die trocken blieb. Kurz vor dem Fall Trojas traf ihn ein Pfeil des Paris genau an seiner einzigen verwundbaren Stelle: der Achillessehne. So starb Achilles.

simplify-Tipp: Egal wie stark, erfolgreich oder reich Sie sind – Sie sind niemals unverwundbar. Suchen Sie Ihre schwachen Punkte, lernen Sie sie kennen! Sie werden sie dadurch nicht ausmerzen, aber das Wissen um Ihre Schwachstellen wird Ihnen helfen, die beste Grundlage für Ihre Arbeit zu finden: den Boden der Tatsachen.

 

5. Ehren Sie, wem Ehre gebührt

 

 

 

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Die Ilias wimmelt nur so vom Eingreifen der Götter, und es war eine allgemeine Sitte, ihnen Respekt zu zollen und für ihre Hilfe zu danken. Bei einem Fest wurde dazu symbolisch ein Teil des Weins ausgeschüttet. Die Götter wiederum ergriffen ständig Partei, lenkten die Geschicke der Menschen und waren schnell erzürnt, wenn die Menschen in ihrem Stolz vergaßen, an sie zu denken.

simplify-Tipp: Auch ohne eingreifende Götter gibt es immer Personen, die zum Erfolg Ihrer Mission beitragen, sei es durch aktive Mithilfe oder Weichen stellendes Wohlwollen. Lassen Sie diese Menschen von Zeit zu Zeit spüren, dass Sie ihren Beitrag wahrnehmen und ihn dankbar schätzen. Das ist für Ihre gemeinsame Aufgabe von essenzieller Wichtigkeit und ist ein Zeichen von einer gelungenen Persönlichkeitsentwicklung.

Autor: Marcus Andreas

 

 


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