Kommunikation

Verbale Kommunikation in peinlichen Momenten


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So überstehen Sie peinliche Situationen

Sie haben einen schweren Fehler begangen. Sie wissen nicht, wie Sie dem anderen die Wahrheit beibringen sollen. Am liebsten würden Sie über alle Berge flüchten. Ein paar Tipps, wie Sie sich in 5 typischen Situationen am geschicktesten verhalten.

Unerwartete Begegnung

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Situation: Jemand hat ein paar Mal versucht, Sie telefonisch zu erreichen – Sie haben aber nie zurückgerufen. Nun treffen Sie die Person unerwartet.

simplify-Tipp: Ärgern Sie sich nicht über das Zufallstreffen („Zu dumm ...“), sondern freuen Sie sich, dass Sie sich den Energieaufwand für ein Telefonat ersparen. Damit gelingt Ihnen ein positiver Einstieg ins Gespräch: „Gut, dass wir uns treffen. Das ist mir viel lieber als ein Telefonat.“ Verzichten Sie auf Entschuldigungen oder Ausreden, mit denen Sie Ihren Fauxpas dem anderen nur noch stärker bewusst machen würden. Haben Sie lediglich aus Zeitmangel nicht zurückgerufen, gehen Sie auf das Anliegen Ihres Gegenübers ein oder verabreden Sie einen Termin für ein Treffen. Ist Ihnen der andere hochgradig unsympathisch, beißen Sie in den sauren Apfel: Unterhalten Sie sich ein paar Minuten, bevor Sie sich unter Hinweis auf Ihre wartende Familie oder eine wichtige Erledigung verabschieden.

Geschmackstest

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Situation: Sie begleiten Ihre Ehefrau oder eine Freundin beim Shopping. Die verguckt sich ausgerechnet in ein Outfit, das Sie unmöglich finden, und will von Ihnen wissen: „Nun, wie sehe ich aus?“

simplify-Tipp: Kritisieren Sie nicht das Aussehen, sondern die Kleidung und kombinieren Sie dies mit einem Kompliment. Statt „In dieser Jacke schaust du fürchterlich aus!“ sagen Sie: „Der Blazer wirft hinten Falten. Ich finde, deine schlanke Figur kommt darin gar nicht zur Geltung.“ So bleiben Sie ehrlich, ohne zu verletzen. Anders liegt der Fall, wenn sie die unvorteilhaften Klamotten bereits (ohne Ihren Rat) gekauft hat. Dann bringt Ehrlichkeit nur noch Frust!

Bürokonversation

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Situation: Sie stehen neben Ihrem obersten Chef am Aufzug. Die Stille wirkt peinlich auf Sie, und Sie denken fieberhaft über ein Konversationsthema nach.

simplify-Tipp: Vermeiden Sie die Arbeitsthemen, die Ihnen gerade durch den Kopf schießen – die Gefahr ist groß, damit ins Fettnäpfchen zu treten. Gehen Sie in Gedanken ein paar Schritte aus dem Bürogebäude. Dadurch werden Ihnen unverfängliche Themen einfallen wie: die Großbaustelle gegenüber dem Bürogebäude, das außergewöhnliche Wetter, die chaotischen Verkehrsverhältnisse im Viertel. Bevorzugen Sie positive Aussagen: Anstatt auf den Regen zu schimpfen, erzählen Sie, wie prächtig dadurch die Pflanzen aufgeblüht sind.

Schlechtes Gesichtergedächtnis

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Situation: Sie sind sich unsicher, ob Sie jemanden (mit Namen) kennen sollten.

simplify-Tipp: In einer unverbindlichen Situation – der andere befindet sich in einiger Entfernung von Ihnen – gehen Sie auf Nummer sicher: Grüßen Sie vorsichtshalber mit einem Nicken oder einem halblauten Grußwort. Sollten Sie ihn verwechselt haben, wird er sich vermutlich gar nicht angesprochen fühlen. Kommt der andere auf Sie zu und fragt „Kennen wir uns?“, können Sie sich immer noch mit einem höflichen „Verzeihung, ich habe Sie aus der Entfernung verwechselt“ verabschieden. In verbindlicheren Situationen (private Feste oder Firmenmeetings) grüßen Sie ohne Anrede. Beginnen Sie eine unverfängliche Unterhaltung – erzählen Sie z. B., warum Sie hier sind. Oft können Sie dadurch herausfinden, wen Sie vor sich haben. Leichter haben Sie es mit einem Verbündeten, der Ihre Schwäche kennt (Partner, Freund, loyaler Kollege). Verabreden Sie mit ihm, dass er bei der Feier alle Ihnen möglicherweise Unbekannten deutlich mit Namen anredet.

Die alte Leier

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Situation: Jemand erzählt Ihnen die gleiche Geschichte zum x-ten Mal.

simplify-Tipp: Handelt es sich um einen Verwandten im Seniorenalter, lassen Sie ihn erzählen und stellen Sie Nachfragen. Vielleicht gibt es nette Details, die Sie noch nicht kennen und die die Story für Sie interessanter machen. Zugleich schenken Sie Ihrem Gegenüber damit ein Stück Zuwendung. Wenn es sich um Ihren Vorgesetzten handelt: Lassen Sie ihn auch erzählen, aber verzichten Sie auf Fragen. Die könnten verraten, dass die Erzählung nicht neu für Sie ist.Wenn es sich um eine Freundin handelt: Seien Sie offen und bedienen Sie die „Vorspul-Taste“: „War das der Urlaub mit den Kakerlaken im Hotelzimmer?“ Ein guter Trick ist die Bemerkung: „Du hast die Geschichte so lustig erzählt, dass ich mich ewig dran erinnern werde.“ Damit nehmen Sie Ihrer Freundin das Gefühl, die Wiederholung müsse ihr peinlich sein.

Autor: Tiki Küstenmacher


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