Kommunikation

Verbale Kommunikation mit Nervensägen


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So werden Sie elegant mit Schwätzern und frechen Fragern fertig

Viele Zeitgenossen reden einfach drauflos und haben kein Gespür dafür, ob Ihnen das Gespräch überhaupt behagt. Nur selten können Sie kurzerhand davonlaufen. Das Gespräch abzubrechen ist meist unhöflich. Gut, wenn Sie für die nächste unangenehme Situation ein paar der folgenden Tricks draufhaben, um die verbale Kommunikation für Sie wieder angenehm zu gestalten.

Gequatsche

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Problem: Der Taxifahrer redet und redet, die Kollegin erzählt nonstop von ihren Urlaubserlebnissen. simplify-Rat: Sagen Sie nicht etwas über den Redner („Sie nerven!“), sondern über sich: „Ich habe Kopfweh und brauche Ruhe, bitte.“ – „Entschuldigen Sie, ich möchte kurz die Augen zumachen.“

Politisch Unkorrektes

Problem: Ihr Tischnachbar zieht her über „Türken und Neger, die den Deutschen die Arbeitsplätze wegnehmen“. simplify-Rat: Wechseln Sie das Thema, am besten beginnend mit einem Kompliment („Sie sollen ja ein hervorragender Golfspieler sein“), damit Ihr Gesprächspartner den Schwenk auch mitmacht. Falls das nicht klappt, brechen Sie klar und deutlich ab („Ich will so etwas nicht hören“), und verlassen Sie wenn möglich den Raum („Ich muss auf die Toilette“). Damit geben Sie dem anderen die Möglichkeit, ohne Gesichtsverlust ein anderes Thema anzuschneiden (und sich in der Zwischenzeit ein bisschen zu schämen).

Grenzverletzungen

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Problem: Ihnen ist etwas Übles passiert (Ihr Partner hat Sie verlassen, Sie haben Ihren Job verloren), und nun graust es Ihnen vor den aufdringlichen Fragen Ihrer Umgebung. simplify-Rat: Legen Sie sich einen Standardsatz zurecht, mit dem Sie andere bereits im Vorfeld zum Schweigen bringen („Sie können sich nicht vorstellen, was für indiskrete/unverschämte Fragen mir dazu schon gestellt wurden“).

Aufdringliches

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Problem: Sie fühlen sich durch eine Frage angegriffen. („Wow, wie können Sie sich mit Ihrem Gehalt so eine teure Jacke leisten!“) simplify-Rat: Fragen Sie freundlich (!) zurück: „Warum fragen Sie das?“ Das ist doppelt trickreich: Oft war es gar nicht so böse gemeint, wie es bei Ihnen ankam. Und falls doch, bringen Sie den frechen Angreifer in die Verteidigungssituation.

Peinliches

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Problem: Sie sind gerade geschieden und werden nach Ihrem Partner gefragt; Sie haben keine Kinder, und Ihr Chef erkundigt sich nach dem Befinden der lieben Kleinen. simplify-Rat: Wenn Sie den Fragenden nicht bloßstellen wollen oder einfach keine Lust haben, zum x-ten Mal von Ihrem Rosenkrieg zu erzählen, leihen Sie sich einen Trick der Politiker: Antworten Sie auf eine Frage, die Ihnen gar nicht gestellt wurde. („Mir wäre es lieber, Sie würden mich nach meinem Urlaub fragen. Korfu war herrlich!“)

Unappetitliches

Problem: Ihre Tischnachbarin erzählt beim Essen detailreich von ihrer Darmspiegelung. simplify-Rat: Retten Sie die Dame vor sich selbst, und steuern Sie sanft ein anderes Thema an („Aber nun sehen Sie ja wieder fit aus!“). Wenn das nicht funktioniert, werden Sie direkt: „Verzeihen Sie, dieses Thema ist nichts für mich.“

Finanzgeheimnisse

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Problem:„Wie viel verdienen Sie eigentlich?“ – „Was hat dieses wunderschöne Haus denn gekostet?“ – „Haben Sie Schulden?“ simplify-Rat: In Deutschland ist Geld ein allgemein anerkanntes Tabuthema. Manche Menschen sind sogar vertraglich zum Schweigen über ihr Gehalt verpflichtet. Lassen Sie sich keinesfalls drängen, sondern versuchen Sie es mit einer Prise Humor: Sie verdienen „für den Stress zu wenig“, Sie wohnen so gern in Ihrem Heim, dass Sie „den Preis völlig verdrängt“ haben. Übrigens: In den USA, wo man sehr offen darüber spricht, wie viel man im Monat „macht“, wird auch viel gelogen. Dann lieber ehrlich schweigen!

Wenn Sie selbst ins Fettnäpfchen treten

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Problem: Sie haben sich bei einer übergewichtigen Frau erkundigt, im wievielten Monat sie schwanger ist. Oder die Tochter Ihres Kollegen als dessen Enkelkind begrüßt.

simplify-Rat: Entschuldigen Sie sich sofort, aber nicht zu ausführlich. Sagen Sie (am besten lächelnd): „Au weh, ist mir das peinlich!“ Aber dann gehen Sie zur Tagesordnung über. Denn bei einem Fauxpas in der verbalen Kommunikation ist es wie mit Flecken auf der Kleidung: Je mehr Sie daran reiben, umso schlechter gehen sie raus.

Autorin: Dr. Ruth Drost-Hüttl


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