Raus aus den Schulden

Mit der richtigen Einstellung raus aus den Schulden


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Mit den richtigen Einstellungen zur positiven Privatbilanz

Immer mehr private Haushalte geben mehr Geld aus, als sie einnehmen. Und das nicht unbedingt, weil Ihnen zu wenig Geld zur Verfügung steht. Neben den unzähligen Verlockungen der Konsumwelt (Konsumentenkredite, Zahlen per Plastikkarte) sind es oft falsche Einstellungen, die eine Finanzmisere verursachen. So können Sie umdenken:

Gesunder Optimismus

Einstellung: „Ich muss mich nicht einschränken. Die Schulden sind lediglich vorübergehend, bis ich (wieder) besser verdiene.“ Tatsache ist: Sie können nie mit Sicherheit vorhersagen, ob und wann sich Ihr Einkommen verbessern wird. Im schlimmsten Fall kommt statt der Beförderung die Entlassung.

simplify-Tipp: Behalten Sie Ihren finanziellen Optimismus, aber ziehen Sie daraus eine andere Schlussfolgerung: „Bis ich (wieder) besser verdiene, schränke ich mich ein. Es ist ja nur vorübergehend.“

Das beste Startkapital für den Nachwuchs

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Einstellung: „Meine Kinder sollen es besser haben als ich damals.“ Tatsache ist: Wenn Sie Ihren Kindern ein Leben auf Pump vormachen, wird es denen später auch schwerfallen, mit dem eigenen Geld zurechtzukommen und raus aus den Schulden zu kommen.

simplify-Tipp: Sprechen Sie mit Ihrem Nachwuchs offen über die Familienfinanzen. Reden Sie ohne Scham über Schulden. Erziehen Sie zur Prioritätensetzung, indem Sie Wahlmöglichkeiten geben: „Entweder ein größeres Fahrrad oder der Kanukurs.“ Schließen Sie (z. B. am Elternstammtisch der Schule) Allianzen mit anderen Eltern gegen den Konsumzwang. Wenn viele Eltern nicht bereit sind, Geld für modische „must haves“ locker zu machen, sinkt der Gruppenzwang.

Spar- statt Ausgabenwettbewerb

Einstellung: „Ich möchte vor meinem Partner nicht als Geizkragen dastehen.“ Tatsache ist: Oft schaukeln er und Sie sich in Sachen Konsum gegenseitig hoch. Sparen aber funktioniert immer nur gemeinsam.

simplify-Tipp: Zeigen Sie einander, dass Sie Ihr Leben zusammen auch bei einem sparsameren Lebensstil genießen. („Die Konfirmation von Uwe war ein fröhliches Fest. Das Restaurant habe ich dabei gar nicht vermisst.“)

Bleiben Sie kein ewiger Kronprinz

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Einstellung: „Irgendwann erbe ich sowieso.“ Tatsache ist: Statistisch ist die Wahrscheinlichkeit dafür in der mittleren Generation hoch. Ob Sie auch davon profitieren, hängt aber sehr davon ab, wie viel Geld die ältere Generation in Ihrer Familie in den nächsten Jahren selbst benötigen wird – etwa im Falle einer längeren schweren Krankheit. Erberwartungen können außerdem Ihre persönliche Entwicklung behindern und die familiären Beziehungen belasten.

simplify-Tipp: Prinz Charles kann sich kein eigenes Königreich suchen, Sie aber können sich von Ihrem erwarteten Erbe unabhängig machen. Betrachten Sie es wie einen Lottogewinn, auf den Sie auch nicht im Voraus zählen können.

Lernen Sie Hellsehen

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Einstellung: „Das Geld hätte gereicht, wenn wir nicht auf einmal ein neues Auto (eine Waschmaschinenreparatur etc.) gebraucht hätten.“ Tatsache ist: Die meisten unvorhergesehenen Ausgaben sind keineswegs unvorhersehbar. Alles geht einmal kaputt (Kleidung, Gebrauchsgegenstände, Haus, Ihre Zähne). Ihre Finanzen sind nur dann solide, wenn Sie dafür Rücklagen gebildet haben.

simplify-Tipp: Listen Sie auf, wofür Sie in absehbarer Zeit größere Summen ausgeben müssen. Erkundigen Sie sich bei Nachbarn oder Freunden nach deren Erfahrungswerten.

Investieren statt konsumieren

Einstellung: „Der neue Computer (die Renovierung des Badezimmers etc.) ist eine sinnvolle Investition.“ Tatsache ist: Manches sieht wie eine Investition aus, ist aber tatsächlich reiner Konsum. In welche Kategorie z. B. der neue Computer gehört, hängt davon ab, wie Sie ihn nutzen werden – etwa um damit im Internet zu surfen oder um beruflich relevante EDV-Kenntnisse zu erwerben.

simplify-Tipp: Reduzieren Sie den bloßen Konsum zu Gunsten sinnvoller Investitionen. Wenn Sie die Dachziegel Ihres Hauses erneuern, statt das Bad neu kacheln zu lassen, steigern Sie den Wert Ihres Hauses mehr. Manchmal lassen sich Investition und Konsum auch miteinander verbinden. Etwa indem Sie beim Kleidungskauf darauf achten, dass Sie sich mit den neuen Sachen auch gut bei der Arbeit sehen lassen können.

Blick nach vorne statt Kopf in den Sand!

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Das rät Marius Stark von der Schuldnerberatung der Caritas allen Menschen mit Schuldenproblemen. Konkret: Gehen Sie so bald wie möglich zu einer Beratung, wie sie z. B. von Caritas, Diakonie oder Arbeiterwohlfahrt angeboten wird. Eine gute Annäherung an das bedrückende Thema ermöglicht die Website meine-schulden.de (getragen von der Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung und vom Bundesfamilienministerium). Dort finden Sie auch Adressen von Beratungsstellen in Ihrer Nähe, die Sie auf dem Weg raus aus den Schulden unterstützen.

Autor: Tiki Küstenmacher


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