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Ärger mit dem Internet – Probleme angehen und Geld sparen


Auch wenn das Internet mittlerweile in Deutschland eine sehr große Verbreitung genießt und fast jeder Bürger Online-Dienste nutzt, sieht es mit der Abdeckung von Breitband-Anschlüssen nach wie vor nicht allzu gut aus. Laut Experten liegt die durchschnittliche Internetgeschwindigkeit in Deutschland bei 10,2 Mbit/s, was international nur den 26. Platz bedeutet. Doch was kann man tun, wenn die eigene Internetleitung streikt oder für wichtige Online-Dienste zu langsam ist?

Wo gibt es besonders häufig Probleme mit dem Internet?

In Bezug auf Breitband-Internetanschlüsse gibt es eine deutliche Spaltung in Deutschland. In den Stadtstaaten und auch westlichen Ballungsräumen kann allgemein von einer guten Internetabdeckung gesprochen werden, wohingegen Flächenstaaten und die neuen Bundesländer hinterherhinken. Wer also auf dem Land lebt, dürfte es unter dem Strich deutlich schwerer haben, einen guten Breitband-Internetanschluss zu erhalten. Die Bundesregierung konnte ihre Versprechen aus dem Jahr 2009, bis 2014 mindestens 75% der Haushalte mit einer Internetgeschwindigkeit von mindestens 50 Megabit pro Sekunde auszustatten, leider nicht einhalten. 2014 wurde nun der Plan gefasst, bis 2018 alle Haushalte mit Interanschlüssen und einer Geschwindigkeit von 50 Mbit/s auszustatten. Ob dies gelingen wird, steht ebenfalls in den Sternen.

Was kann man tun?

Wer gerne im Internet surft, aber in einer Region ohne Breitbandversorgung lebt, steht vor einer schwierigen Situation. Nicht selten sind auf dem Land nur Internetverbindungen zwischen 2 und 4 Mbit/s verfügbar. Laut eines Artikels auf Spiegel.de werden für das Streaming von Videos in annehmbarer Qualität jedoch bereits 8 Mbit/s pro Fernseher benötigt. In solchen Situationen vor allem folgende Möglichkeiten:

1.       Auf einen baldigen Ausbau hoffen

Auch wenn es trostlos klingt, ist die Hoffnung auf einen baldigen Ausbau eine der wenigen Optionen, die für eine zuverlässige Breitbandabdeckung bleiben.

2.       Regional Druck auf die Gemeinde ausüben

Wer genug Mitstreiter in der eigenen Gemeinde findet, kann versuchen, über sanften Druck aus der Bevölkerung die Gemeindevertretungen zu eigenen Breitband-Lösungen zu bewegen. Dies hat sich in der Vergangenheit bereits in einigen Regionen bewährt, wird allerdings aufgrund hoher Kosten bei weitem nicht immer durchgeführt.

3.       Auf alternative Quellen ausweichen

Wenn ein Breitband-Anschluss weder über DSL noch über Glasfaser oder das Kabelnetz zur Verfügung gestellt werden kann bleibt noch die mobile Technologie LTE als Alternative übrig. Mittlerweile werden hier glücklicherweise auch LTE-Tarife für den stationären Gebrauch angeboten, die eine deutlich höhere Volumenbegrenzung aufweisen. Nach dieser Begrenzung wird die Geschwindigkeit nämlich erheblich gedrosselt. LTE benötigt zwar auch Zwischenstationen mit Glasfaserkabel, erfreut sich jedoch einer deutlich größeren Verbreitung.

4.       Regelmäßig den Markt checken

Da niemand den DSL-Markt komplett überblicken kann, ist es sehr wichtig, in regelmäßigen Abständen nach Neuerungen zu schauen. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, immer wieder die DSL Verfügbarkeit zu checken. Auf diese Weise erfährt man sehr schnell, ob in ihrer Region mittlerweile ein Anbieter DSL-Tarife oder sogar Glasfaser-Technologie zur Verfügung stellt.

5.       In regelmäßigen Abständen beim aktuellen Anbieter nachfragen

Wer in seiner Region bereits sogenanntes Breitband-Internet mit bis zu 4 Mbit/S nutzt, sollte regelmäßig beim bisherigen Anbieter nachfragen. Eventuell wurde die technische Infrastruktur bereits verbessert und es sind schnellere Tarife möglich. Wer dann die DSL-Technik zu Hause selbst anschließt, kann oftmals noch Geld sparen.

simplify-Fazit: Mit diesen 5 Optionen lässt sich das Problem einer fehlenden Breitband-Abdeckung zwar nicht umgehen oder beseitigen, aber als Betroffener lässt sich so das Beste aus der Situation machen. Darüber hinaus kann so auf Dauer zumindest auf eine Verbesserung der eigenen Situation hingewirkt werden.

Was ist bei einem Anbieterwechsel zu beachten?

Wenn sich tatsächlich ein neuer Anbieter mit Breitband-Technologie in den regionalen Markt einsteigt oder Internetnutzer in gut abgedeckten Märkten den Anbieter wechseln möchten, sollten dabei einige Punkte genauer gecheckt werden:

  • Das Preisniveau ist ein wichtiges Entscheidungskriterium
  • Wie hoch ist die angebotene Geschwindigkeit?
  • Ist der Anbieter für grobe Abweichungen zwischen angebotener und tatsächlicher Geschwindigkeit bekannt?
  • Welche Technologie wird verwendet? (Kabel, DSL oder Glasfaser)

-      Wofür möchten Sie Ihren Internetanschluss nutzen?

simplify-Fazit: Wer diese Aspekte genauer im Blick behält und sich somit einen zu den eigenen Bedürfnissen passenden Tarif aussucht, kann die eigene Internetsituation mitunter deutlich verbessern. Darüber hinaus lässt sich durch einen Tarifwechsel unter dem Strich auch noch einiges an Geld sparen, da die Technologiesprünge das Preisniveau senken.

Das Internet hat in Deutschland einen recht hohen Stellenwert. Mittlerweile nutzen bereits 80% aller Menschen hierzulande regelmäßig Online-Dienste. Trotzdem ist die Abdeckung mit Breitband-Internetanschlüssen immer noch dürftig. Vor allem in ländlichen Gegenden bestehen nach wie vor große Nachteile. Diese werden zwar mitunter durch mobile LTE-Technologien abgemildert, aber ein echter Ersatz zu einem Glasfaser-Internetanschluss ist dies nicht. Wer selbst von solchen Problemen betroffen ist, kann in ländlichen Regionen jedoch fast nur auf einen Ausbau hoffen oder auf alternative Technologien wie LTE sowie das Kabelnetz zurückgreifen.


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