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Armut vermeiden


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Was Sie jetzt tun sollten, um einen reichen Lebensabend zu genießen

Armut ist nicht weit weg. In Ihrer Umgebung leben arme Menschen, und auch Sie selbst sind davor nicht geschützt: Durch Krankheit, Scheidung, Firmenpleite, Bankskandal oder eine allgemeine Wirtschaftskrise verlieren Menschen immer wieder völlig unvorbereitet ihre materielle Grundlage. Es ist klug, sich rechtzeitig mit dem Thema Armut zu befassen.

Was ist Armut?

Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation gilt als arm, wer weniger als 50 % des Durchschnittseinkommens eines Landes verdient. In der EU liegt die Grenze bereits bei 60 %, das ist für einen Alleinstehenden ein Monatseinkommen von knapp 1.000 €. Die Zahl macht das Dilemma deutlich: Der eine kann damit leben, für den anderen bedeutet das bereits Mangel. Und was ist mit den vielen, die noch weniger Geld zur Verfügung haben? Das Materielle allein scheint das Phänomen Armut nicht ausreichend zu beschreiben. Es muss noch andere Arten von Armut geben.

Zukunftsarmut

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Viele Menschen, die heute ein gutes Einkommen haben, waren im Laufe ihrer Ausbildung im offiziellen Sinn arm. Das haben Sie aber häufig gar nicht so empfunden. Denn sie wussten, dass ihnen nach der Phase materieller Knappheit eine wohlhabende Zukunft winken würde.

Daher ist die Altersarmut besonders gefürchtet: Alte Menschen haben außer Rente und privaten Rücklagen kein neues Einkommen in Sicht. Das muss aber nicht sein: Ältere Menschen erben häufiger und könnten Immobilien oder andere Besitztümer zu Geld machen. Außerdem werden in Zukunft Fachkräfte knapp – für etliche ältere Menschen könnten sich durchaus berufliche Möglichkeiten eröffnen.

simplify-Konsequenz: Schaffen Sie sich, vor allem im letzten Jahrzehnt vor dem Ruhestand, ein Netzwerk von Menschen, für die Sie im Notfall arbeiten könnten – Leute, die jünger sind als Sie, die Ihre Arbeitskraft schätzen und möglicherweise benötigen.

 

Soziale Armut

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In vielen Ländern leben Millionen Menschen unter der Armutsgrenze, ohne sich als arm zu empfinden. Solange ein Mensch eingebunden ist in ein festes Sozial- und Familiensystem hat er sehr vieles zur Verfügung, was er zum Leben braucht. Materielle Wünsche dürfen in den Hintergrund treten.

simplify-Konsequenz: Tun Sie in Ihrer aktiven Zeit anderen Menschen Gutes. Werden Sie ein Mensch, den man gern einlädt. Das gelingt am besten dadurch, indem Sie andere einladen. Achten Sie darauf, nicht nur Freunde in Ihrem Alter zu haben, sondern auch deutlich jüngere und ältere.

Erfüllungsarmut

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Arbeitslose sind unglücklicher als geringer bezahlte Arbeitskräfte, auch wenn beide die gleichen finanziellen Mittel zur Verfügung haben. Wer nicht weiß, was er mit seiner Zeit anfangen soll, empfindet Geldmangel als besonders schlimm.

simplify-Konsequenz: Suchen Sie sich gezielt Hobbys und Vergnügungen, die nichts oder nur wenig kosten. Wenn Sie beispielsweise ein Musikinstrument spielen, erleben Sie in materiell schlechten Zeiten eher Erfüllung, als wenn Sie in erster Linie ein Fan teurer Opernaufführungen sind.

Körperliche Armut

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Besonders schlimm ist materielle Armut, wenn gesundheitliche Einschränkungen dazu kommen. Viele materiell Arme befinden sich in einem Teufelskreis: Sie haben weder Geld für eine gesunde Lebensweise noch für Vorsorgemaßnahmen.

simplify-Konsequenz: Investieren Sie in Ihre Gesundheit. Selbst wenn Sie durch einen materiellen Schicksalsschlag alles verlieren sollten: Ihren Körper nehmen Sie immer mit. Gönnen Sie sich Kuren und sinnvolle therapeutische Maßnahmen, auch wenn diese nicht von der Krankenkasse bezahlt werden. Gestalten Sie Urlaube in erster Linie als Erholung und Regeneration Ihres Körpers.

Geistige Armut

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Einem Ungebildeten macht der Mangel an materiellen Möglichkeiten mehr Probleme als einem geistig regen Menschen. Psalmen und Kirchenlieder, Texte von Philosophen, Dichtern oder aus der Bibel – das kann in Notzeiten die wichtigste Nahrungsquelle Ihrer Seele werden.Wertvoller als Dinge.

simplify-Konsequenz: Lesen Sie anspruchsvolle Bücher auch im Blick auf mögliche schlechte Zeiten. Fragen Sie sich, welche Lektüre Sie niemals weggeben würden. Lernen Sie Ihre Lieblingslieder und -gedichte auswendig. So haben Sie einen inneren Schatz, auf den Sie in Extremsituationen zurückgreifen können.

Vergangenheitsarmut

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„Was hatte ich früher für ein herrliches Leben, und nun bin ich ganz unten.“ So jammert der eine. Ein anderer aber kann sagen: „Ich hatte ein reiches Leben und habe viel bekommen. Dafür bleibe ich dankbar, auch wenn es mir jetzt schlechter geht.“ Wie ein Mensch seine Gegenwart empfindet, liegt allein an seiner Einstellung dazu.

simplify-Konsequenz: Lernen Sie im Kleinen wie im Großen, das Gute in Ihrem Leben zu schätzen. Der entscheidende Schlüssel für ein als reich empfundenes Leben ist Ihre Fähigkeit, dankbar zu sein. Trainieren Sie sie. Üben Sie in guten Zeiten das Teilen, Abgeben und Spenden.

Geistliche Armut

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Wer außer Materiellem keine Werte hat, empfindet Geldsorgen als besonders bedrohlich. Was bleibt Ihnen in Phasen der Not?

simplify-Konsequenz: Beschäftigen Sie sich mit Religion nicht erst im Greisenalter. Sehen Sie Glauben als eine Fähigkeit wie jede andere, die Sie lernen und pflegen können. Alle Glaubensgemeinschaften bieten dazu Kurse und Material an.

Autor: Tiki Küstenmacher


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