Weitere Finanztipps

Das simplify Bankgespräch


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So decken Sie Ihren Informationsbedarf

Viele Menschen fragen sich: Wie sicher ist mein Vermögen? Das Wichtigste in diesen Zeiten: Kümmern Sie sich um Ihr Geld. Wir haben eine Wertpapierexpertin um Tipps fürs Bankgespräch gebeten.

Vertreten Sie Ihre Interessen

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Je mehr Vermögen jemand hat, desto intensiver wird er in der Regel von seiner Bank betreut. Wer sich seinen Berater dagegen mit vielen anderen Kunden teilen muss, kommt möglicherweise zu kurz. simplify-Tipp: Fordern Sie von Ihrer Bank Beratung ein. Vereinbaren Sie von sich aus einen Termin für ein Grundlagengespräch. Das ist besonders dann wichtig, wenn Sie Wertpapiere haben – oder auch ein Darlehen. Manche Menschen wollen sich „erst selbst einen Überblick verschaffen“, bevor sie ein Bankgespräch vereinbaren. Sagen Sie sich: „Der Termin wird mir helfen, einen Überblick über meine Finanzen zu gewinnen.“

Es ist IHR Geld!

Welche Entscheidungen in Sachen Geld für SIE richtig sind, hängt ganz stark von IHREN persönlichen Lebensumständen ab. Die zentrale Frage: Wofür und wann brauchen Sie das ersparte Geld? Beispielsweise zur Tilgung einer Hypothek oder zur Rückzahlung anderer Schulden, für die Ausbildung der Kinder, für eine große Reise oder anderen Luxus oder als Rücklage fürs Alter. Lassen Sie sich nicht „im luftleeren Raum“ beraten, sondern informieren Sie Ihren Bankberater über Ihre Geldziele.

simplify-Tipp: Sie haben bei 2 Banken Geld angelegt? Nutzen Sie die Situation, um jeweils auch zu fragen, wie der Berater Ihre Anlagen bei der jeweils anderen Bank bewertet.

Sehen Sie bei Namen genau hin

Als die Hypo Real Estate in die Schlagzeilen geriet, wurde es manchem Kunden der HypoVereinsbank mulmig – obwohl es heute 2 getrennte Unternehmen sind. Umgekehrt können Namen ein falsches Gefühl von Sicherheit geben. So stammt manches festverzinsliche Wertpapier nicht vom jeweiligen Unternehmen selbst, sondern von einer Finanzierungsgesellschaft. Und die kann auch unabhängig von der Unternehmensmutter pleitegehen.

simplify-Tipp: Überprüfen Sie, woher Ihre Anleihen stammen. So weisen etwa ein „int“ oder „inc“ im Namen darauf hin, dass eine Anleihe von einer Finanzierungsgesellschaft ausgegeben wurde. Sprechen Sie in Ihrem Bankgespräch Ihren Bestand an festverzinslichen Wertpapieren durch. Geht es einer Muttergesellschaft schlecht, ist die Finanzierungsgesellschaft in Gefahr.

Ihre Entscheidung ...

... kann Ihnen niemand abnehmen. Hier jedoch einige grundlegende Tipps:

Verkaufen: Manche Wertpapiere werden derzeit gar nicht gehandelt. Wenn Sie solche Wertpapiere loswerden wollen, bitten Sie Ihren Bankberater, Ihnen Bescheid zu geben, wenn diese wieder handelbar sind.

Anlegen: Überdurchschnittlich sichere Anlagen sind Bundeswertpapiere. Letztere erhalten Sie nicht über die Banken, sondern direkt von der „Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur GmbH“ (bundeswertpapiere.de). Generell gilt: Legen Sie eher kurzfristig an, solange die Zinsen für langfristige Anlagen nicht viel höher sind. Schulden zu tilgen ist übrigens immer noch die beste Geldanlage!

Was Sie beim Zins-Hopping beachten müssen

Die Finanzkrise hat dazu geführt, dass viele Banken mit Lockangeboten um frisches Geld werben. Über 5 % Zinsen gibt’s dabei oft fürs Festzinssparen (Infos über Sonderangebote finden Sie etwa unter vergleich.de).

simplify-Tipp: Wenn Sie nicht an Ihre Bank gebunden sind, kann es sich durchaus lohnen, neu anzulegendes Geld einer anderen Bank anzuvertrauen. Aber Vorsicht: 1. Ziehen Sie nur solche Banken in Betracht, die Mitglied im deutschen Einlagensicherungsfonds sind (bei der Bank nachfragen). 2. Die Konditionen sind meist kompliziert. So kann es vorkommen, dass die hohen Zinsen nur bis zu einer bestimmten Summe gezahlt werden. Lesen Sie daher vor dem Abschluss des Geschäfts genau das Kleingedruckte. 3. Oft gibt es nach Ablauf des 1. Jahres weitaus weniger Zinsen. Notieren Sie sich gleich nach Abschluss eines Geschäfts im Kalender, wann Sie kündigen müssen, um über das Geld wieder neu verfügen zu können.

Checkliste: So klappt das Bankgespräch

VORHER:

  1. Wenn Sie mit Ihrem Mann/Ihrer Frau ein gemeinsames Konto haben, sollten Sie den TERMIN FÜR SIE BEIDE machen – auch wenn normalerweise nur einer die Geldgeschäfte erledigt.

  2.  Sehen Sie sich einen aktuellen DEPOTAUSZUG durch, und notieren Sie sich alle Ihre Fragen dazu.

IM GESPRÄCH:

  1. Stellen Sie ALLES AUF DEN PRÜFSTAND, und machen Sie sich Notizen, damit Sie das Gespräch daheim noch nachvollziehen können.

  2. Muten Sie dem Berater auch vermeintlich dumme FRAGEN zu. Fragen Sie so lange nach, bis Sie alles verstanden haben.

NACHHER:

  1. Treffen Sie größere ENTSCHEIDUNGEN („alles verkaufen“) nicht spontan, sondern schlafen Sie eine Nacht darüber, oder drehen Sie zumindest eine Runde um den Block.

  2. Planen Sie, wie Sie sich in diesem Jahr INFORMIEREN werden. Ein guter Turnus für Bankgespräche ist 2-mal pro Jahr.

     

Für Ihr eigenes Wohlbefinden kann es hilfreich sein, wenn Sie sich bewusst machen, wie reich Sie schon jetzt, in diesem Moment eigentlich sind, unabhängig von dem, was auf der Bank liegt. Schauen Sie doch einfach mal einen Blick auf die Wertanlagen Ihres bisherigen Lebens!


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