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Das Thema Geld unter Freunden


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Über den Umgang mit finanziell anders gestellten Menschen

„Gleich und gleich gesellt sich gern.“ Das gilt auch in puncto Geld. Ist unter Freunden, Bekannten, Kollegen oder Familienmitgliedern einer deutlich wohlhabender als der andere, erschwert dies oft die Beziehung. So meistern Sie diese Herausforderung:

Energiespender Neid

Neid („Wie viel hat der andere?“) motiviert stärker als Gier („So viel möchte ich!“). Das fanden jüngst Forscher der Universität Bonn in einem Experiment heraus. Unterdrücken Sie Ihren Neid nicht gleich als „schlechtes Gefühl“, sondern schauen Sie genau hin: Worauf richtet sich Ihr Neid – auf das Mehr an Geld und Konsum, auf bestimmte Sachen (Haus, Zweitwagen), auf die soziale Stellung, auf die berufliche Position? Worum Sie den anderen beneiden, ist in Wahrheit Ihr eigener Wunsch! Lenken Sie Ihren Blick weg vom anderen und hin auf Ihr eigenes Leben: „Was kann ich dafür tun, dass meine Wünsche in Erfüllung gehen?“ So machen Sie aus Ihrem Neid einen Energiespender für Ihre berufliche Veränderung, zusätzlichen Verdienst oder kluge Sparmöglichkeiten.

Neid, der sich nicht in Antriebskraft umsetzen lässt, wirkt destruktiv. Befreien Sie sich davon, indem Sie sich von folgenden 4 Irrtümern verabschieden:

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1. Irrtum: Anderen fällt das Geld in den Schoß. Richtig ist: Die meisten Menschen, die viel verdienen, müssen dafür mit anderer Münze bezahlen.

simplify-Tipp: Entdecken Sie Ihre persönlichen Prioritäten. Vielleicht hätten Sie gern das Gehalt Ihres früheren Kollegen, der Karriere gemacht hat. Aber wollen Sie auch seine 70-Stunden-Woche und seinen Stress?

2. Irrtum: Am Gehalt lässt sich die Leistung ablesen. Richtig ist: Wie viel Geld Sie verdienen, hängt auch von Faktoren ab, die nichts mit Ihrer persönlichen Leistung zu tun haben (Branche, wirtschaftliche Entwicklung).

simplify-Tipp: Entdecken Sie Ihre persönlichen Arbeitsziele, die Sie erreichen können (mehr Effizienz, Einarbeitung in neue Themen oder Methoden, Weiterbildung). Messen Sie sich an diesen Zielen statt an Ihrem finanziellen Erfolg.

3. Irrtum: Wer wenig hat, ist weniger wert. Richtig ist: Der Wert eines Menschen liegt im Sein, nicht im Haben. simplify-Tipp: Entdecken Sie, was Sie persönlich liebenswert macht. Fragen Sie dazu Menschen, die Ihnen nahestehen, was sie an Ihnen schätzen.

4. Irrtum: Geld macht glücklich. Richtig ist: Geld macht manches leichter, aber auch (wie das Beispiel vieler Prominenter zeigt) einiges im Leben schwerer.

simplify-Tipp: Entdecken Sie Ihre persönlichen Reichtümer, die Sie glücklich machen (Kinder, künstlerische Fähigkeiten, Naturerlebnisse).

 

Tipps, wenn Sie mehr Geld haben

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Bleiben Sie – beim Feiern, Schenken oder bei gemeinsamen Aktivitäten – ruhig einmal unter Ihren finanziellen Möglichkeiten. Wenn Sie allzu großzügig sind, gehen andere möglicherweise über ihre eigenen finanziellen Möglichkeiten hinaus. Oder scheuen eine Gegeneinladung, weil sie nicht mithalten können.

  • Wer sparen muss, ist oft auf Freundschaftsdienste angewiesen – etwa auf einen kostenlosen Babysitter, auf Hilfe beim Umzug oder einen Beitrag zum Festbudget. Leisten Sie solche Freundschaftsdienste auch dann, wenn Sie persönlich diese nicht in Anspruch nehmen müssen.
  • Verzichten Sie darauf, Ihren Verdienst zu beziffern, aber tabuisieren Sie nicht alle Geldthemen. Denn über Konsumverhalten oder Geldanlagen können Sie sich auch mit weniger betuchten Freunden gut unterhalten.

Tipps, wenn Sie weniger Geld haben

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Lassen Sie sich nicht auf einen Wettbewerb ein („mein Haus, mein Auto, meine Yacht“).

  • „In der Not erkennt man seine Freunde“, heißt es, aber genauso gilt: „Geld macht einsam.“ Das größte Geschenk, das Sie erfolgreichen Freunden machen können: Gönnen Sie ihnen ihr Glück, und halten Sie an der Freundschaft fest.

Praxistipps zum Thema Geschenke

Situation: Sie sammeln unter Menschen mit unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten für ein Gemeinschaftsgeschenk (für die Kindergartenerzieherin, den ausscheidenden Vereinsvorsitzenden).

simplify-Tipp: Schlagen Sie ein Geschenk vor, das es in unterschiedlich teuren Ausführungen gibt (z. B. einen Korb mit italienischen Spezialitäten für den Italien-Liebhaber). Bitten Sie darum, Ihnen das Geld anonym in einem Umschlag ohne Namen zu geben. Geben Sie als Orientierungswert z. B. an: „Letztes Mal wurden im Schnitt 5 € gegeben, oft auch mehr, manchmal weniger.“ So erleichtern Sie es allen.

Situation: Sie werden darum gebeten, einen Wunsch auszusprechen (anlässlich Ihres Jubiläums, für einen Kindergeburtstag).

simplify-Tipp: Nennen Sie wieder etwas, das es in verschiedenen Preisklassen gibt („einen Bildband über Berlin“), oder preislich verschiedene Alternativen.

Autor: Tiki Küstenmacher

 

 


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