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Finanzen: Einkommenssteigerung ohne Gehaltserhöhung!


Verbessern Sie Ihre Einkommenssituation – trotz Krisenstimmung

In Deutschland gibt es nicht nur eine gefühlte Inflation, sondern auch eine gefühlte Arbeitslosigkeit: Menschen mit einem sicheren und befriedigenden Arbeitsplatz verhalten sich so, als säßen sie schon fast auf der Straße. Sie benehmen sich defensiv bis unterwürfig, arbeiten freiwillig ohne Gegenleistung mehr und wagen an Gehaltserhöhung nicht einmal zu denken. Tappen Sie nicht in diese Negativ-Falle – Firmenchefs lachen sich zurzeit ins Fäustchen! Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist eine Einkommenssteigerung möglich. Hier einige Tipps der Profis.

Vergünstigungen

Wer bei Mercedes arbeitet, fährt einen Mercedes. Die Mitarbeiter von Müller-Milch essen zu Hause Müller-Jogurt. Können Sie die Produkte Ihres Unternehmens zu guten Konditionen beziehen? In der Vergangenheit wurde hier die Sparsamkeit oft übertrieben. Machen Sie Ihrem Chef klar, dass ein erhöhter Rabatt beim Kauf der betriebseigenen Produkte die Mitarbeiter motiviert und das Betriebsklima entscheidend verbessert. Außerdem: Jeder Angestellte, der intensiv die selbst hergestellten Dinge verwendet, macht damit Werbung. Oft kann ein Unternehmen auch Produkte befreundeter Firmen begünstigt beziehen und diese Rabatte an seine Mitarbeiter weitergeben. Durch diese Ausgabenreduzierung erreichen Sie letztlich eine Einkommenssteigerung, da Sie von Ihrem Einkommen mehr zur freien Verfügung haben.

Provisionen

 

 

Kräftige Gehaltssteigerungen sind derzeit tatsächlich schwierig durchzusetzen. Probieren Sie es lieber mit erfolgsabhängigen Provisionen. Die kann ein Abteilungsleiter seinen Vorgesetzten gegenüber oft leichter durchsetzen als eine dauerhafte Zuzahlung zum Gehalt. Setzen Sie dabei auf die Macht der Multiplikation: Vereinbaren Sie z.B. pro verkaufte Maschine 30 € Provision. Das klingt moderat, macht beim Absatz von 200 Stück aber 6.000 €. Falls Sie aber wider Erwarten 800 Stück verkaufen, kommt richtig Freude auf! Wenn Sie sich Ihrer Qualitäten also sicher sein können, können Sie mit dieser Methode auch eine ordentliche Einkommenssteigerung erwarten.

Nebentätigkeit

Ein Erbe aus der alten Ökonomie: Mitarbeitern wurden Nebentätigkeiten meist verboten, damit sie sich voll und ganz dem eigenen Betrieb widmen. Angesichts sinkender Reallöhne ist diese Vereinbarung überholt. Lassen Sie diesen Passus in Ihrem Arbeitsvertrag durch eine einfache Klausel ersetzen, dass Sie nicht für direkte Konkurrenzunternehmen arbeiten. Ansonsten aber sollten Sie sich freie Bahn verschaffen, um sich notfalls ein 2. berufliches Standbein aufzubauen und so eine Einkommensteigerung herbeizuführen.

Ausstattung

Dicker Firmenwagen, kostenlose Wohnung – solche Incentives sind sogar im Top-Management selten geworden. Aber manchmal können schon ein höherer Zuschuss zum Kantinenessen, freier Kaffee, ein besserer Schreibtischstuhl und andere Vergünstigungen die Stimmung der Belegschaft spürbar verbessern. Warten Sie nicht, bis „die da oben“ auf solche sympathischen Gedanken kommen. Regen Sie sie aktiv an, suchen Sie Mitstreiter und haben Sie Geduld!

Argumentationshilfen

Machen Sie sich vor einem Gehaltsgespräch mental fit: Sie sind kein Bittsteller, sondern Sie bieten etwas. Aber: Niemand zahlt Ihnen mehr Geld, weil Sie in der Vergangenheit so wunderbar gearbeitet haben. Ihr wichtigstes Argument ist die Zukunft: Sie sind motiviert, sich für das Unternehmen einzusetzen, Sie haben Visionen, Sie wollen volle Leistung erbringen. Am allerbesten: Sie haben konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Gewinnsituation Ihrer Firma. Heben Sie sich Ihre besten Argumente aber für den Schluss eines Gehaltsgesprächs auf. Wenn Sie Ihre Trumpfkarte schon zu Beginn ausspielen, verpufft die Wirkung. Vermeiden Sie die Worte „Gehaltserhöhung“ und „Geld“. Sprechen Sie über „Perspektiven für meine Abteilung“ oder „gute persönliche Entwicklungschancen“.

Dass Sie 5 Jahre lang keine Erhöhung mehr bekommen haben, ist kein Grund für eine überproportionale Steigerung Ihres Lohns. In kleinen Schritten geht es besser. Reden Sie daher mindestens alle 2 Jahre mit Ihren Vorgesetzten über Ihr Gehalt.

Abgelehnt?

Wenn Sie mit Ihrem Anliegen scheitern, werden Sie nicht ausfallend und drohen Sie keinesfalls. Erkundigen Sie sich sachlich nach den Gründen. Fragen Sie:„Was muss ich tun, um ein Plus auf meinem Gehaltskonto erwarten zu können?“ Vereinbaren Sie dann einen neuen Termin, am besten schon in 6 Monaten. Zählen Sie zu den Beharrlichen – und nicht zu den billigen braven Schafen! Dann lässt auch die nächste Einkommenssteigerung nicht mehr lange auf sich warten!

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