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Kommunikation über Geld


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Tipps für Gespräche rund ums Thema „Geld“

Vielen Menschen ist es unangenehm, über Geld zu reden. Sie vermeiden das Thema oder beschränken sich auf Andeutungen. Die Folge sind oft peinliche Missverständnisse oder gar belastete Beziehungen. Hier unsere Tipps für Situationen, in denen Klartext angebracht ist.

Freundschaftsdienst?

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Situation: Sie möchten einen Freund, der Steuerberater (Anwalt, Innenarchitekt etc.) ist, in seiner beruflichen Kapazität in Anspruch nehmen und fragen sich, ob das unter „Freundschaftsdienst“ rangiert.

simplify-Tipp: Gehen Sie davon aus, dass Sie Ihren Freund selbstverständlich bezahlen. Passende Rahmenbedingungen schaffen Sie, indem Sie das Thema nicht bei einem privaten Treffen mit Ihrem Freund hervorholen, sondern ihn im Büro anrufen. Sprechen Sie die finanzielle Seite gleichzeitig mit Ihrem Anliegen an: „Ich möchte mit dir als Steuerberater ein paar Fragen bezüglich meines Testaments besprechen. Können wir einen Termin vereinbaren, und sagst du mir bitte gleich deine Stundensätze?“ Ist es Ihrem Freund später unangenehm, Ihnen das Honorar in Rechnung zu stellen, so wissen Sie zumindest, wie Sie sich angemessen revanchieren können – etwa indem Sie ihm mit einer vergleichbaren Dienstleistung kostenlos helfen.

Trinkgeld

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Situation: Sie waren mit einem Restaurant unzufrieden und haben keine Lust, Trinkgeld zu geben.

simplify-Tipp: Machen Sie das vom Grund Ihrer Unzufriedenheit abhängig. Für schlechtes Essen sollten Sie nicht den Kellner bestrafen. Geben Sie dem Kellner Trinkgeld, aber informieren Sie ihn darüber, dass das Essen nicht Ihren Erwartungen entsprach. Ließ dagegen der Service zu wünschen übrig, so dürfen Sie auf das Trinkgeld verzichten. Tun Sie’s jedoch nicht stillschweigend, sondern erläutern Sie dem Kellner beim Bezahlen sachlich Ihren Grund. So geben Sie ihm eine Chance, sein Verhalten künftig zu korrigieren.

Gemeinschaftsgeschenke

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Situation: Sie sind von Ihren Kollegen beauftragt, ein Gemeinschaftsgeschenk für einen ausscheidenden Kollegen zu besorgen und das Geld dafür einzusammeln.

simplify-Tipp: Treiben Sie das Geld vor der Geschenkübergabe ein. Dazu verschicken Sie gleich nach der Vereinbarung eine Rundmail, in der Sie den fälligen Betrag sowie eine Deadline innerhalb der nächsten Tage („bitte bis Montag, 1.12.“) nennen.Weisen Sie darauf hin, dass beim Vorbeibringen des Geldes an Ihrem Arbeitsplatz gleich die Karte für den Kollegen unterschrieben werden kann – damit erhöhen Sie das Interesse an rechtzeitiger Bezahlung. Ist die Resonanz darauf mager, so schicken Sie eine Erinnerungsmail hinterher und danken im „PS“ namentlich den wenigen, die in der Zwischenzeit bezahlt haben. Fehlen nur noch 1 oder 2 Beiträge, so sprechen Sie die säumigen Zahler persönlich an. Auch wenn Sie verärgert sind: Gehen Sie davon aus, dass der andere guten Willens ist, seine Schulden zu begleichen.

Gehaltsverhandlungen

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Situation: Sie bewerben sich um eine neue Stelle. Das Bewerbungsgespräch nähert sich seinem Ende, doch das Thema „Geld“ wurde noch nicht angeschnitten.

simplify-Tipp: Warten Sie unbedingt ab, bis Ihr Gegenüber damit anfängt. Sonst entsteht der Eindruck, Sie seien in erster Linie am Geld und weniger an der Arbeit und der Firma interessiert. Wenn Sie aufgefordert werden, sich auf eine bestimmte Summe festzulegen, nennen Sie eine Ober- und eine Untergrenze für Ihr Bruttojahresgehalt. Legen Sie anschließend noch weitere Aspekte in die Waagschale (Firmenwagen, geldwerte Vorteile, Überstundenausgleich etc.) So verschaffen Sie sich Verhandlungsspielraum.

Falls Sie bei Ihrem derzeitigen Arbeitgeber von sich aus das Thema Gehaltserhöhung ansprechen wollen: Betten Sie es in ein Gespräch über Ihre bisherigen Leistungen und Ihre zukünftigen Aufgaben ein.

Keine Auskunftspflicht

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Statt direkt danach zu fragen, was Sie für etwas bezahlt haben, versuchen manche Leute, Ihnen mit List die gewünschte Auskunft zu entlocken. „Die war bestimmt sehr teuer“, heißt es dann etwa über Ihre Urlaubsreise, Ihre neue Jacke oder Ihre Badrenovierung. Wenn Sie nicht bereit sind, den Betrag zu beziffern, steht Ihnen ein einfacher Ausweg offen: Ignorieren Sie den heimlichen Fragecharakter des Kommentars, und behandeln Sie ihn als Kompliment, für das Sie sich bedanken, z. B.: „Danke, ich bin sehr zufrieden mit meiner Wahl.“

Autor: Tiki Küstenmacher


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