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Ratgeber Geld: Machen Sie den Stresstest!


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Die Chancen für die Weltwirtschaft stehen zurzeit alles andere als gut. Deflation, Inflation, Arbeitslosigkeit, Währungsreform, Steuererhöhungen, Staatsbankrotte stehen drohend am Horizont. Das Problem: Wenn z. B. eine Deflation kommt, müssen Sie sich komplett anders verhalten als bei einer Inflation – konkrete Tipps sind daher höchst riskant. Aber mit unserem Ratgeber Geld können Sie sich mental vorbereiten.

Wagen Sie den Stresstest

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Leben Sie 1 Woche lang ohne Geld. Fahren Sie mit dem Rad, oder gehen Sie zu Fuß. Besuchen Sie kostenlose Ausstellungen (in Banken, Kaufhäusern, kleinen Galerien, öffentlichen Einrichtungen). Essen Sie eigene Vorräte. Fahnden Sie nach Gelegenheiten, kostenlos verpflegt zu werden (öffentliche Feiern, private Einladungen, Firmenessen). Gestalten Sie Ihre Freizeit ausschließlich aus Gratisvergnügungen – Picknick im Park, Bücher und DVDs aus öffentlichen Bibliotheken. Statt Kino oder Theater Fernsehen zu Hause, statt Freizeitpark Wandern im Wald, statt Shopping neuer Klamotten Neuentdecken des eigenen Kleiderschranks.

simplify-Tipp Ratgeber Geld: Fragen Sie sich, und besprechen Sie’s auch mit Ihrem Partner/ Ihrer Familie: Wo tut das weh? Wo fühlen Sie sich wohl? Wo entdecken Sie Neues? Könnten Sie sich in Notzeiten einen neuen, sehr viel preiswerteren Lebensstil angewöhnen?

Geld oder Liebe?

Denken Sie zurück: Wann mussten Sie in der Vergangenheit mit wenig Geld auskommen oder hatten sogar einen herben finanziellen Verlust zu verkraften? Wie hat Ihr Partner damals reagiert? Niemand wird sagen: „Ich habe dich nur wegen deines Geldes geheiratet.“ Aber vielleicht haben Sie schon einmal heimlich geseufzt: „Wenn er/sie doch einen besser bezahlten Beruf hätte!“

simplify-Tipp Ratgeber Geld: Spielen Sie einen Abend lang düstere Szenarios durch. Wie weit würden Sie gehen? Was würden Sie von Ihrem Partner erwarten? Dass sie putzen geht, er in der Hotelküche spült? Welche Verwandten und Freunde würden Sie wagen, um Hilfe zu bitten? Bei einer kirchlichen Hochzeit versprechen sich die Partner gegenseitig, „in guten und bösen Tagen“ füreinander da zu sein. Versprechen Sie sich das, unabhängig davon, ob Sie (kirchlich) verheiratet sind, am Ende dieses Abends. Sie werden der Krise mit einem besseren Gefühl ins Auge sehen!

Arbeiten Sie „schwarz“

Wer arbeitet und dafür Geld erhält, muss es versteuern, Sozialabgaben und Versicherungsleistungen zahlen und es mit allen staatlichen Leistungen verrechnen, sogar mit der Rente. Dazu kommt eine ständig wachsende Zahl behördlicher Einschränkungen und Vorschriften – von der Berufsgenossenschaft bis zu erhöhten Müllgebühren.

simplify-Tipp Ratgeber Geld: Finden Sie Arbeiten, die Sie sich nicht mit Geld bezahlen lassen. Streichen Sie bei einem Freund die Wände, und dafür richtet er Ihnen das Internet ein. Helfen Sie der Nachbarin beim Konfirmationsfest, und Sie bekommen dafür Obst aus dem Nachbargarten. Schüler geben sich gegenseitig Nachhilfe. Das ist alles legale „Schwarzarbeit“. Informieren Sie sich über Tauschringe oder eine Zeitbank in Ihrer Nähe (tauschring.de, zeitbank.net). Wer damit jetzt Erfahrungen sammelt, ist für Notzeiten gut gerüstet!

Gerätepark und Autosharing

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Planen Sie den Kauf neuer Geräte, die Sie nicht tagtäglich nutzen werden (Rasenmäher, Kreissäge, Gartenpumpe, Hochdruckreiniger usw.)? Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Sie sich die Anschaffung nicht mit einem Freund oder Nachbarn teilen können. Das spart Geld und meist auch Platz. Außerdem verbindet es Sie mit jemandem, der Ihnen in schlechteren Zeiten helfen kann (oder Sie ihm).

simplify-Tipp Ratgeber Geld: Bieten Sie guten Freunden auch Ihr Auto zur Mitbenutzung an. Sie haben in der Familie einen wenig genutzten Zweitwagen? Überlegen Sie mit einer anderen Familie, ob es nicht ein Zweitwagen für 2 Familien tut. Oder bieten Sie in Ihrer Wohnumgebung an, andere (ältere) Menschen beim Einkaufen mit dem Auto mitzunehmen. In Krisenzeiten werden Kontakte und gegenseitige Hilfe wertvoller als je zuvor. 

Gläubiger müssen dran glauben

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Woran viele nicht denken: Für jede Milliarde, die der Staat an neuem Geld in den Kreislauf pumpt, muss er Anleger finden, die ihm (durch den Kauf von Staatsanleihen) Geld in der gleichen Höhe leihen. Auch wer keine Bundesschatzbriefe etc. besitzt, kann indirekt über Versicherungen und andere institutionelle Anleger Gläubiger des Staates sein. Übrigens ist selbst Ihr Bargeld gewissermaßen nur ein Schuldschein gegenüber dem Staat, der sich bei hoher Inflationsrate als wertloses Stück Papier oder Metall erweisen kann. Nach dem Ersten und nach dem Zweiten Weltkrieg verloren fast alle Sparguthaben 90 % ihres Wertes. So weit muss es nicht kommen, aber falls es einträte: Wären Sie darauf vorbereitet?

simplify-Tipp Ratgeber Geld: Gehen Sie Ihre Geldanlagen kritisch durch. Wie viel Prozent würden Ihnen bei einem Crash unseres Geldsystems bleiben? Überleben werden Immobilien, Gold und Silber, vielleicht auch Aktien und andere Währungen. Setzen Sie nicht alles auf eine Karte, sondern verteilen Sie Ihr Vermögen auf mehrere Anlageformen.

Autorin: Dr. Ruth Drost-Hüttl


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