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Ratgeber Geld: Plastik-Karten sinnvoll nutzen


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So kann Ihnen das Plastik im Geldbeutel wirklich nützen

Die meisten Geldbeutel sind nicht voller Geld, sondern voller Plastikkarten. Lesen Sie unsere simplify-Tipps zum Umgang damit.

Lockkarte (1)

Viele Kreditkarten werden Ihnen von Fluggesellschaften, Versendern oder Kaufhäusern kostenlos angeboten. Aber Vorsicht: Häufig sind die nur im ersten Jahr gebührenfrei, die danach fällige Jahresgebühr finden Sie im Kleingedruckten. Wenn Sie das Angebot nutzen möchten, kündigen Sie die Karte sofort zum Ablauf des Gratisjahres, damit Sie es nicht vergessen.Wenn Ihnen der Service der neuen Karte gefällt, können Sie später immer noch Ihre Kündigung widerrufen.

Lockkarte (2)

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„Punktesammeln“ auf Bonuskarten gibt vielen Menschen ein gutes Gefühl. Doch die Ersparnis ist oft mager. Vergleichen Sie daher bei größeren Anschaffungen unbedingt die Preise, statt automatisch dort zu kaufen, wo Sie Punkte bekommen. Dazu kommt: Indem Sie Bonuspunkte sammeln, machen Sie sich zum gläsernen Kunden. Wenn Sie das nicht wollen und auch die Werbepost leid sind, sollten Sie die Teilnahme an dem entsprechenden Programm kündigen. In der Regel genügt dafür ein Brief an die in den AGBs angegebene Adresse.

Geldkarte

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Eine Geldkarte ist nicht nur etwas für Zigaretten-, Fahrkarten- oder Parkscheinautomaten. Praktisch ist sie auch dann, wenn Sie bargeldlos zahlen möchten, ohne dass die Daten dazu auf Ihrem Bankauszug zu sehen sind (z. B. ein Geschenk für Ihren Partner). Hat Ihre ec-Karte einen goldenen Chip, so können Sie sie als Geldkarte nutzen. Dazu laden Sie sie am Geldautomaten gegen Abbuchung von Ihrem Konto auf. Es gibt aber auch kontoungebundene Geldkarten („White Cards“), die sich an speziellen Terminals in Kreditinstituten, bei einigen Nahverkehrsbetrieben oder auch via Internet aufladen lassen (Infos und Bestellmöglichkeit: geldkarte.de).

Angeberkarte

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Gold Card, Platinkarte, Kreditkarte mit Ihrem eigenem Fotomotiv – immer wieder gibt es Versuche, das spröde Plastikdings zum Statussymbol aufzumotzen. Unser Rat:Widerstehen Sie der Versuchung. Statuskarten sind so gut wie immer teurer als Standardkarten; die angebotenen Sonderleistungen (Versicherungen, Beratungsdienste) sollten Sie scharf unter die Lupe nehmen. Oft können Sie für weniger Geld eine Reiseversicherung o. Ä. abschließen.

Schlosskarte

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Die festen, aber flexiblen Karten sind gut geeignet, um eine ins Schloss gefallene Haustür ohne Schlüssel zu öffnen. Dazu schieben Sie die Karte mit einer Spitze voran kräftig oberhalb des Schlosses in den Türspalt, bis sie sich innen rechtwinklig um die Ecke biegt. Dann fahren Sie vorsichtig damit nach unten, bis Sie den Schließriegel spüren. Wenn Sie die leicht nach unten schräg gestellte Karte weiter nach unten schieben, können Sie (mit etwas Geduld und Glück) den Riegel aus dem Schließblech drücken. Am besten üben Sie es einmal an Ihrer Tür, bevor es notwendig wird. Aber bitte: Nur an der eigenen Tür anwenden!

Putzkarte

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Mindestens eine abgelaufene Scheckoder sonstige Karte gehört in Ihren Putzkorb. Das Plastikgeld eignet sich ideal als kleiner Spachtel, um festsitzenden Dreck auf Böden, Arbeitsflächen oder Fliesen effizient zu entfernen. Wichtig: vorher die Karte mit einem Magneten unbrauchbar machen und einige der Zahlen wegkratzen, um einem Missbrauch vorzubeugen.

Karten-Sicherheit

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Karten mit Magnetstreifen werden leicht unbrauchbar, wenn sie in die Nähe eines Magneten geraten. Gefahr droht auch, wo Sie es kaum vermuten: von Handys, Lautsprechern, Fernsehern, Haltemagneten in den Bahnklapptischen, Magnet- Skiträgern, Magnetboxen für Büroklammern.

Sie haben eine ec- oder Kreditkarte verloren? Um Missbrauch zu vermeiden, müssen Sie sie schnellstmöglich direkt bei Ihrer Bank oder unter einer speziellen Sperrnummer (z. B. 0185/021021) sperren lassen. Halten Sie dafür die Bankleitzahl und die Kontonummer bereit, und notieren Sie sich den genauen Zeitpunkt Ihres Anrufs. Noch wenig bekannt: die zusätzliche Kartensperre „Kuno“, die Sie durch eine Verlustmeldung bei der Polizei erreichen. Dann kann der Dieb auch nicht per Lastschriftverfahren bei den vielen an Kuno angeschlossenen Einzelhandelsunternehmen zahlen. Tipp: Wenn Sie auch die Kartenfolgenummer (Bank fragen!) angeben, lassen sich andere Karten für das Konto weiterhin verwenden.

Autorin: Dr. Ruth Drost-Hüttl


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