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Strom sparen: Darauf kommt es an!


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4 Aufgaben die zu lösen sind, wenn Sie Strom sparen wollen

Gegen eine Gehaltserhöhung hätten Sie bestimmt nichts einzuwenden. Wie wäre es, wenn Sie sich diese selbst verschafften? Zum Beispiel, indem Sie über das Jahr hinweg im Haushalt Strom sparen. Dann summieren sich viele kleine Beträge zu stattlichen Summen – und Sie haben mehr Geld zur Verfügung, ohne mit dem Chef verhandeln zu müssen.

Wie im Berufsleben, warten auch beim Strom sparen einige Aufgaben auf Sie. Wir helfen Ihnen, diese anzugehen:

Aufgabe 1: Stromverbrauch bewusst machen

Sie wollen Strom sparen? Dann sollten Sie wissen, welche Geräte wie viel Strom verbrauchen! Das betrifft die Großgeräte im Haushalt genauso wie die vielen kleinen Elektrogeräte. In unserem Kasten (unten) stellen wir Ihnen verschiedene Möglichkeiten vor, den Verbrauch zu erfassen.

simplify-Rat: Lassen Sie sich nicht täuschen von Produkten, die Sie vor Jahren als Spargeräte mit der Energieklasse A+ gekauft haben: Sie sind im Vergleich zu Neugeräten veraltet und verbrauchen mehr Strom als nötig! Auch ein Staubsauger mit hoher Wattzahl gaukelt eine bessere Saugleistung vor! Dabei hängt diese von der Qualität des Gebläses und der Saugdüse ab. Bei manchen Staubsaugern können Sie die Wattzahl selbst herunterregeln.

Aufgabe 2: Bequemlichkeit abstellen

Fernseher und PC-Bildschirm sind im Stand-by-Dauerbetrieb, die Steckdosenleiste mit Schalter liegt hinterm Schrank und wird nie abgeschaltet, überall in der Wohnung brennt Licht, das Nudelwasser wird ohne Deckel zum Kochen gebracht: Im Alltag haben sich oft viele kleine Gewohnheiten eingeschlichen, die uns am Strom sparen hindern.

simplify-Rat: Überlisten Sie den Schlendrian! Kaufen Sie eine Steckdosenleiste, die per Fernbedienung abschaltbar ist. Treffen Sie Vereinbarungen innerhalb der Familie: „Wenn alle im Wohnzimmer sind, schalten wir das Licht/das Radio/den Computer in anderen Räumen aus.“

Aufgabe 3: Bewusst einkaufen

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Ein Großgerät, das Sie heute anschaffen, verbraucht auch in 6 Jahren noch Strom. Das erfordert genaues Hinsehen. Das EU-Energielabel mit den farbigen Pfeilen und seiner Klassifizierung macht den Vergleich einfacher. Ein teures Gerät mit Energieeffizienzklasse A+++ hilft mitunter mehr beim Geld und Strom sparen als ein Billiggerät mit A++. Ein A-Klasse-Gerät ist im Vergleich schon ein Stromschlucker! Selbst innerhalb der einzelnen Klassen gibt es enorme Unterschiede im Verbrauch, der letztlich auch mit Ihrem Nutzungsverhalten zu tun hat.

simplify-Rat: Prüfen Sie, ob Sie ein altes Gerät gegen ein neues eintauschen. Auf mehrere Jahre hin gerechnet sparen Sie Strom und Geld, selbst wenn das Neugerät in der Anschaffung teuer ist. Das gilt vor allem dann, wenn Sie ohnehin unzufrieden mit der Leistung Ihrer Spül-, Waschmaschine oder Ihres Herdes sind!

Aufgabe 4: An die Kleinigkeiten denken

Einsparpotenziale beim Strom gibt es jede Menge – machen Sie sich diese zunutze, sollten sie auch noch so klein sein! Den Gefrierschrank abtauen, den Wasserboiler warten und entkalken lassen, Glühbirnen durch Energiespar- oder LED-Lampen ersetzen, Zeitschaltuhren einsetzen, das Wasser im Wasserkocher erhitzen, den Backofen nicht vorheizen: „Kleinvieh macht auch Mist“, wie es so schön heißt!

simplify-Rat: Bitten Sie Fachleute zu Hilfe, um Strom zu sparen. Verbraucherzentralen bieten Beratungen an. Auch Ihren Elektriker oder Installateur können Sie fragen, wenn er ohnehin für eine Gerätewartung im Haus ist. So können Sie z. B. mit dem simplen Verschieben des Reglers an einer älteren Heizungspumpe viel Strom sparen. Wenn Sie den Verbrauch „vorher – nachher“ dokumentieren (siehe Kasten), haben Sie schnell Gewissheit!

Strom sparen im Haushalt:

So finden Sie heraus, wie viel Strom Ihre Geräte verbrauchen

Ausrechnen

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Wattzahl (W) (siehe Typenschild des Gerätes, Gebrauchsanleitung bzw. Datenblatt)

x

Betriebsstunden am Tag (h)

x

365 Tage (oder weniger Tagen bei kürzerer Betriebsdauer)

:

1000

=

Jahresstromverbrauch in kWh

Nehmen Sie diesen Wert mit dem aktuellen Strompreis mal, erfahren Sie die Kosten. Doch Vorsicht: Der Strompreis wird steigen in den kommenden Jahren! Auf lange Sicht sind also höhere Beträge anzunehmen!

Messen

Wenn Sie es ganz genau wissen wollen, schalten Sie ein Strommessgerät zwischen Steckdose und Verbraucher! Ihr Energieversorger verleiht solche Geräte, oder Sie erhalten im Fachhandel ein gutes Gerät für rund 30 €. Es sollte auch den Verbrauch erfassen können, den Ihr Gerät im Stand-by-Modus hat! Das kann nicht jeder Strommesser.

Dokumentieren

Indem Sie regelmäßig Ihren Stromzählerstand ablesen, bekommen Sie ein gutes Gefühl für Ihren Verbrauch. Sie können den Zählerstand z. B. wöchentlich oder monatlich festhalten, wenn Sie verschiedene Einstellungen vergleichen wollen auch mal tageweise. Damit fallen Ihnen Veränderungen sofort auf, und am Ende des Abrechnungszeitraums bleiben Sie vor Überraschungen gefeit.

Informieren

Viele Institutionen und Internet-Portale bieten Vergleichstabellen oder Tests an. Sich zu informieren und Veränderungen einzuleiten, kann sich schnell in einer zwei- bis dreistelligen Euro-Summe bemerkbar machen! Hier eine Auswahl an hilfreichen Seiten:

Umweltbundesamt

EWS – Elektrizitätswerke Schönau

Stiftung Warentest

Autorin: Dunja Herrmann


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