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Taschengeldtabelle für weniger Konflikte und mehr Geldkompetenz


Wie Ihnen eine Taschengeldtabelle helfen kann, wenn der Nachwuchs in die Taschengeld-Verhandlungen tritt.

Das Taschengeld-Dilemma vieler Eltern lässt sich auf verschiedene Arten lösen. Wir haben die 3 besten Methoden zusammengestellt, mit denen Ihr Nachwuchs Geldkompetenz erlernt.

Zunächst: Ein paar nackte Zahlen

Es gibt keine gesetzliche Verordnung für Taschengeld, aber Empfehlungen in Form einer Taschengeldtabelle. Die kann Ihnen helfen, über den tatsächlichen Betrag mit allen Rahmenbedingungen zu entscheiden. Die unten stehende Taschengeldtabelle stammt von www.eltern.de und liegt bei der Bemessung des Taschengeldes im Mittelfeld. Unsere 3 Methoden können Ihnen zusätzlich zur Taschengeldtabelle dabei helfen, sich mit ihrem Kind auf einen Taschengeldbetrag zu einigen.

Wöchentliches Taschengeld:

  • unter 6 Jahren: bis 50 cent
  • 6 - 7 Jahre: 1,50 € bis 2,00 €
  • 8 - 9 Jahre: 2,00 € bis 2,50 €

Monatliches Taschengeld:

  • 10 Jahre: 12,50 €
  • 11 Jahre: 15,00 €
  • 12 Jahre: 17,50 €
  • 13 Jahre: 20,00 €
  • 14 Jahre: 22,50 €
  • 15 Jahre: 25,50 €
  • 16 Jahre: 30,50 €
  • 17 Jahre: 41,00 €
  • 18 Jahre: 62,00 €

Methode 1: Mehr Taschengeld - aber auch mehr Verantwortung!

Ihr Teenager meint: „Meine Freunde haben alle mehr als ich!“

Machen Sie Ihrem Kind deutlich, dass sich bloße Zahlen bei diesem Thema nicht vergleichen lassen, sondern dass sie wie bei der Taschengeldtabelle nur eine Orientierungshilfe bieten. Erklären Sie ihm, dass mehr Geld immer auch mehr Verantwortung bedeutet: Kinder mit einem höheren Taschengeld müssen oft ihre Schulmaterialien selbst bezahlen, ebenso wie neue Klamotten. Sie können Ihrem Kind also die Wahl lassen: Wenn es sich mehr Verantwortung in Form von mehr Taschengeld wünscht, können Sie ihm diese zugestehen. Es muss aber vollkommen klar sein, was in Zukunft in der Verantwortung des Kindes liegt.

Methode 2: Aufbesserungsmöglichkeiten für's Taschengeld

Ihr Teenager meint: „Mein Taschengeld reicht nicht.“ 

Überprüfen Sie zunächst gemeinsam mit Ihrem Kind das Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben. Hat es vielleicht schon sehr hohe regelmäßige Kosten durch Schule, Busfahrkarte oder Nachhilfe, sodass kaum noch etwas für Unternehmungen mit Freunden bleibt? Oder wünscht sich Ihr Kind einfach ein bisschen mehr Luxus, in Form von teuren Markenklamotten oder ausgefallenen Freizeitaktivitäten?

Liegt die erste Situation vor, können Sie das Taschengeld mithilfe der Taschengeldtabelle den Bedingungen anpassen, oder Ihr Kind entlasten, indem Sie einen fixen Kostenpunkt übernehmen (z.B. die Handykosten bis zu einem bestimmten Höchstbetrag). So können Sie Ihr Kind langsam an die wachsende Verantwortung heranführen.

Ist jedoch die zweite Situation der Fall, sollten Sie Ihrem Sprössling Möglichkeiten aufzeigen, mit denen er sich diesen Luxus selbst verdienen kann. Zeitungen austragen, Rasenmähen bei den Nachbarn oder im Supermarkt aushelfen: je nach Alter können sich Kinder und Jugendliche in Ihrer Freizeit was dazu verdienen, um sich Wünsche selbst zu finanzieren. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass man alles mehr zu schätzen weiß, wenn man selbst dafür gearbeitet und gespart hat.

Methode 3: Bedingungen schaffen eine klare Verhandlungsbasis beim Taschengeld

Ihr Teenager meint: „Taschengeld bekomme ich doch sowieso!"

Natürlich soll Ihr Kind durch sein Taschengeld den Umgang mit Geld lernen und frei Entscheidungen treffen können. Machen Sie Ihrem Kind aber deutlich, dass Taschengeld nichts selbstverständliches ist. Dafür eignen sich oft schon kleine Bedingungen, die regelmäßig erfüllt werden müssen, um das volle Taschengeld zu bekommen. Das können regelmäßige Aufgaben im Haushalt sein, den Geschwistern bei den Hausaufgaben schreiben und natürlich auch die eigenen schulischen Leistungen im Griff zu haben. Vernachlässigt Ihr Sprössling seine festgelegten Aufgaben, wird das Taschengeld in adäquatem Maß gekürzt. Sie stellen also eine ganz persönliche Taschengeldtabelle auf, die neben dem Betrag auch die Aufgaben auflistet. So lernt es, dass mit Rechten immer Pflichten verbunden sind und dass Geben und Nehmen in einer Gemeinschaft immer ausgeglichen sein müssen.


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