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Tikis Welt: Verhältnis zum Geld


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Sehen Sie Ihr Verhältnis zum Geld doch mal so!

Für „nackte Zahlen“ zeigen viele Menschen wenig Interesse. Außer wenn es ums Geld geht. Denn Geld regiert nicht nur die große Welt, sondern oft auch unsere Gefühle. Das bekomme ich, Tiki Küstenmacher, in vielen Gesprächen mit Menschen aus allen Altersklassen, Berufsgruppen und Einkommensschichten zu spüren.

Luxus

„Man umgebe mich mit Luxus. Auf alles Notwendige kann ich verzichten.“ Dieses schöne Bonmot von Oscar Wilde (1854– 1900) wird gern zitiert von Luxusartikelherstellern aus der Kosmetik- und Modebranche. Aber es liegt auch eine tiefe Wahrheit darin. Besonders, wenn man weiß, vor welchem Hintergrund Oscar Wilde so etwas gesagt hat. Denn der als Dandy berühmte Dichter lebte meist in ganz und gar nicht wohlhabenden Umständen. Wegen seiner Homosexualität, die damals im viktorianischen England noch ein Verbrechen war, wurde er zu harten Gefängnisstrafen verurteilt. Aber seine Begeisterung für den Reichtum, den Luxus, die Fantasie, die Farben und die Fülle des Lebens ließ er sich nicht nehmen. Freude an der Fülle ist keine Frage der Finanzen. Es ist eine Frage des Stils.

Was unser Leben lebenswert macht, ist nicht das Lebensnotwendige und all das, worum gefeilscht wird in Politik und Arbeitswelt. Sondern das, was darüber hinausgeht. Der kleine oder größere Luxus, den wir uns gönnen. So wie Gott seiner Schöpfung Luxus gegönnt hat. Alles ist im Überfluss vorhanden, und es ist eine Schande, wenn wir nur den Mangel sehen. Umgeben Sie sich ab und zu mit dem Luxus, Zeit zu haben, das Leben zu spüren, die Weite des Universums, den Glanz des Himmels, und verzichten Sie auf etwas, was Sie bisher immer für unverzichtbar gehalten haben.

Blasen

 

 

 

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Die riesige Immobilienblase in den USA ist geplatzt und hat die gesamte Weltwirtschaft mit sich nach unten gerissen. Viele Menschen hat der Niedergang der Gesamtwirtschaft hart getroffen. Und manche fürchten sich schon vor dem Platzen der nächsten Blase.

Und doch hinterlässt jede Blase, das zeigt die Geschichte, etwas Gutes. Im 17. Jahrhundert gab es in Holland aberwitzige Spekulationen mit Tulpenzwiebeln. Hunderte von Kaufleuten waren danach ruiniert, aber Holland stieg auf zur führenden Landwirtschaft Europas. Im 18. Jahrhundert spekulierten Zigtausende mit Eisenbahnaktien, viele Sparer verloren alles – aber zurück blieb das Eisenbahnnetz, ein für alle erschwingliches Transportsystem. Der Zusammenbruch des „Neuen Markts“ mit absurd überbewerteten Internet-Firmen im Jahr 2001 hinterließ ein billiges Breitbanddatennetz. Ohne die enormen Gewinnfantasien der Internet- Blase wäre es niemals entstanden.

Was die US-Immobilienblase hinterlässt, ist noch nicht klar. Vielleicht ist sie eine große Chance für die Länder Asiens, von einem Armenhaus zum Zukunftsmotor zu werden.

Steuern

„Steuern in Deutschland übertrieben hoch!“ Unter dieser Überschrift wurden jüngst in den Medien die Ergebnisse einer Studie des „Bundes der Steuerzahler“ präsentiert. In unserem Land ist es üblich, sich über Steuern zu ärgern. Aber was bringt das? Zahlen muss ich die Steuern so oder so. Und wen ärgere ich? Das steckt schon in dem Satz selbst: Ich ärgere – mich!

Jostein Gaarder, der norwegische Autor des Weltbestsellers „Sophies Welt“, wurde einmal von einem deutschen Journalisten gefragt: „Ärgert Sie das nicht, dass Sie in Ihrer Heimat 80 % Steuern zahlen müssen?“ Seine Antwort: „Nein. Ich bin stolz darauf, dass ich meinem Land so viel zur Verfügung stellen kann.“ Das hat mir imponiert. Seitdem gebe ich mir und anderen den Rat: Zahlen Sie Ihre Steuern gern. Sehen Sie Straßen, Brücken, Kanalisation, Energieversorgung, Polizei, Sozialhilfe, Gesundheitssystem und was nicht alles – und sagen Sie sich: Das habe ich mit meiner Arbeit und mit meinen Steuern mitfinanziert. Und ich bin stolz darauf. Natürlich, an dem System gibt es viel zu verbessern. Aber das geht viel eher durch Engagement als durch Rückzug oder gar Flucht.

Autor: Tiki Küstenmacher


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