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Wenn Geld Probleme macht: So beseitigen Sie Ihre Wohlstands-Blockaden


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Den Traum vom guten Leben träumen viele, aber die wenigsten wissen, dass es dabei vor allem auf sie selbst ankommt. Die Kalifornierin Suze Orman jobbte als Kellnerin, bis sie als Börsenhändlerin und Finanzberaterin zur meistgelesenen Geld-Autorin der USA aufstieg. Ihre Hauptthese.

Am Anfang stehen die Gefühle

Ob zu geringes Einkommen, Verschwendungssucht oder ein Schuldenberg - alle Geld-Probleme lassen sich zurückführen auf eine von 3 Emotionen, die Sie in Ihrer Kindheit gegenüber Geld entwickelt haben.

1. Angst

So sieht finanziell bedingte Angst aus: Beim Bezahlen halten Sie das Geld eine Sekunde länger fest als nötig; oder Sie sehen weg, wenn Sie jemand Geld geben; eigentlich schöne Erlebnisse können Sie wegen der damit verbundenen Kosten nicht genießen.

Mögliche Gründe für Ihre Geldangst: Ihre Eltern haben sich öfter wegen des Geldes gestritten; Sie wuchsen mit dem Gefühl auf, dass die Familie nie genug Geld hatte.

So wirkt sich Angst auf Ihre Finanzen aus: Sie legen Ihr Geld gar nicht oder nur schlecht an; Sie geben mehr aus, als Sie sich leisten können, um wieder Schulden zu haben; Sie fühlen sich arm, gleichgültig, wie viel Geld Sie real haben.

 

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2. Scham

So sieht finanziell bedingte Scham aus: Sie finden, dass Sie nicht genug verdienen; Sie beneiden andere, die mehr haben.

Mögliche Gründe für Ihre Scham beim Thema Geld: Sie haben sich als Kind für die (vermeintliche) Armut Ihrer Eltern geschämt; Sie hatten ein einschneidendes Erlebnis, dass andere sich mehr leisten konnten als Sie.

So wirkt sich Scham auf Ihre Finanzen aus: Sie trauen sich nicht, für Ihre Arbeit angemessenen Lohn zu verlangen; Sie vernachlässigen Ihre Finanzen; Niederlagen sind für Sie kein Problem, aber Erfolge.

3. Wut

So sieht finanziell bedingte Wut aus: Sie sind böse auf andere, die Ihnen nicht genug für Ihre Arbeit bezahlen; Sie sind wütend auf sich selbst, weil Sie mit Ihrem Geld unnötige Dinge gekauft oder es nicht sinnvoll angelegt haben.

Mögliche Gründe für Ihre Geldwut: Sie haben in Ihrer Kindheit erlebt, wie jemand finanziell ausgenutzt oder ausgetrickst wurde;

So wirkt sich Wut auf Ihre Finanzen aus: Sie haben das Gefühl, dass Sie jeder übers Ohr hauen will; Sie kaufen zu teuer ein (womit Ihr Unterbewusstsein Ihnen beweist, dass Sie recht hatten und wieder übers Ohr gehauen wurden).

 

Geld-Probleme: So besiegen Sie Ihre emotionalen Barrieren

 

Die meisten Menschen sind überzeugt, dass ihre Angst, Scham oder Wut durch ihre Geld-Probleme entstanden sind. Suze Orman hat in Tausenden Beratungsgesprächen die umgekehrte Erfahrung gemacht: Am Anfang stehen die Gefühle. Die finanzielle Situation entwickelt sich daraufhin gemäß dieser Emotionen. Daher sollten Sie diese Gefühle analysieren, bevor Sie irgend etwas an Ihrem Budget ändern können.

1. Übung: Geld ohne Zahlen

Nehmen Sie ein Blatt Papier. Denken Sie an Ihre gegenwärtige finanzielle Situation (Kredite, Guthaben, Ausgaben, laufende Verpflichtungen, zukünftige Aussichten) und schreiben Sie in 3 bis 4 Sätzen, wie Sie sich dabei fühlen. Schreiben Sie keine Zahlen und keinen Finanzjargon, sondern ausschließlich das, was Sie in Ihrem Inneren zum Thema Geld entdecken.

2. Übung: Das erste Gefühl

Nehmen Sie ein 2. Blatt Papier. Versetzen Sie sich zurück in Ihre Kindheit und suchen Sie Ihre älteste Erinnerung an Geld. Schreiben Sie wieder nicht die Geschichte auf, sondern ausschließlich Ihre damaligen Gefühle. Zum Beispiel: „Ich kam mir reich vor mit dem Markstück, hatte aber Angst, es zu verlieren. Meine Mutter hatte mir das sehr eingeschärft."

 

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3. Übung: Abschied

Lesen Sie am nächsten Tag die Aufzeichnungen Ihrer beiden Übungen durch und ergänzen sie, falls nötig. Nehmen Sie danach beide Blätter und verbrennen Sie sie. Sagen Sie sich, während Sie in die Flammen sehen, dass Sie nicht mehr in der Vergangenheit leben, sondern einen Schlussstrich darunter gezogen haben. Erst jetzt können Sie zum „praktischen" Teil Ihres Umgangs mit Geld übergehen.

 

Am wichtigsten gegen Geld-Probleme: Mut

 

Fassen Sie mutige Gedanken und schreiben Sie sie in mutigen Sätzen auf: „Ja, ich habe Schulden, aber Millionen von Menschen haben ihre Schulden abtragen können, und ich kann das auch." „Es gibt viele Menschen mit ähnlichen Fähigkeiten wie ich, die viel mehr verdienen als ich jetzt. Ich werde bald zu ihnen gehören."

Ändern Sie Ihre Sprache, wenn es um Geld und Geldverdienen geht:

Sagen Sie nicht...      

Ich kann nicht...

Ich weiß nicht, wie...

Ich wünschte, ich...   

sondern...

Ich kann...

Ich lerne, wie...

Ich werde.. haben

 

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Trennen Sie sich von Besitz

Sie haben viel Geld ausgegeben, um sich Dinge anzuschaffen. Sie wollen die Sachen gerne behalten, um sich durch den Besitz reich zu fühlen, und Sie haben Angst vor dem Verlust. Gerade diese Angst aber beraubt Sie der Möglichkeit, mehr zu bekommen. Unnötiger Ballast hat die Eigenart, sich zu vermehren und negative Zinseszinsen zu bilden. Geld, das für Dinge ausgegeben wird, die nicht selbst wieder Geld erzeugen, ist tot. Der gesunde Kreislauf des Geldes wird damit durchbrochen.

Erst die Menschen ...

Viele Menschen denken, Sie fühlen sich dann reich, wenn Sie viel besitzen. Wirklich reich aber werden wir durch die Anerkennung der Menschen um uns herum. Hängen Sie Ihr Herz nicht an Dinge, sondern an Menschen. Am wichtigsten in Ihrem Leben ist das, was Sie nicht für Geld kaufen können: Ihr Partner, Ihre Kinder, Ihre Familie. Die Dinge, die Sie für Geld kaufen können, dürfen Ihnen nicht den Blick auf die Menschen verstellen.

... dann das Geld, dann die Dinge

Der nächste Schritt zu wahrem Reichtum ist die Devise: Weniger Sachen, mehr Geld. Investieren Sie nicht in die Gegenwart, sondern in die Zukunft. Geld, das in Umlauf ist, vermehrt sich - gleichgültig, ob es in Aktien angelegt ist, in Immobilien oder in einer eigenen Firma. Geld bedeutet Möglichkeiten.

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