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Wer den Schaden hat...


Ein während Ihres Urlaubs geplatztes Rohr hat Ihren Keller unter Wasser gesetzt? Ihr Junior hat versehentlich Nachbars Ming-Vase zertrümmert? Die Zahnsanierung soll laut ärztlichem Kostenvoranschlag 8.000 € kosten? Aufgrund eines Unfalls sind Sie wochenlang arbeitsunfähig? Wie gut Sie versichert sind, werden Sie erst erkennen, wenn bei Ihnen ein „Schadensfall“ eingetreten ist und Ihre Versicherung blechen soll. 6 simplify-Verhaltensregeln, die Sie beherzigen sollten, damit das klappt:

1. Schutz aktuell halten

Niemand befasst sich gern mit Versicherungskram. Die Folge: Viele Verträge entsprechen nicht mehr der aktuellen Lebenssituation. Oft sind die Versicherungssummen nicht angepasst, nicht selten werden Partner und Kinder vom Schutz nicht mit erfasst, Umzüge werden nicht oder erst sehr spät gemeldet, und so mancher Schaden ist aufgrund alter Versicherungsbedingungen gar nicht abgedeckt.

simplify-Tipp: Um den Schutz zu aktualisieren, sollten Sie mindestens alle 18 bis 24 Monate das Gespräch mit dem Versicherungsmakler oder -vertreter suchen – bei Lebenseinschnitten wie Jobwechsel, Umzug, Heirat oder Geburt eines Kindes sofort. 

2. Vorbereitet sein

Vor allem beim Schutz von Vermögenswerten über die Hausrat-, Wohngebäude-, Kunst- oder Fahrradversicherung entsteht oft über den Umfang des Schadens Streit mit dem Versicherer.

simplify-Tipp: Dokumentieren Sie Ihre Werte jetzt. Erstellen Sie z. B. für Ihre Hausratversicherung eine Art Inventarliste. Besonders wertvolle Gegenstände sollten Sie zusätzlich durch eine Quittung belegen. Bewahren Sie eine Kopie Ihrer Inventarliste außerhalb Ihrer vier Wände auf – bei Freunden oder digital in einer Cloud. Solch eine Dokumentation ist nicht nur im Schadensfall wichtig, sondern hilft Ihnen auch, die passende Versicherungssumme zu ermitteln und sich so vor einer Unterversicherung zu schützen.

3. Schäden schnell melden

Je frischer der Schaden und je besser nachvollziehbar der Schadensverlauf, umso leichter und schneller kann sich der Versicherer ein Bild davon machen und in Ihrem Sinne den Schaden zügig regulieren.

simplify-Tipp: Melden Sie Ihrer Versicherung oder Ihrem Vermittler den Schaden immer unverzüglich – in der Regel bedeutet das: spätestens nach 7 Tagen. Damit Sie in einer Notsituation schnell handeln können, bewahren Sie die Telefonnummern von Ansprechpartnern und Schaden-Hotlines an einem zentralen Ort auf (beispielsweise auf Ihrem Smartphone). 

4. Obliegenheiten erfüllen

Nicht nur die Versicherung, auch Sie gehen vertragliche Verpflichtungen ein, die Sie als Versicherungsnehmer erfüllen müssen. Lesen Sie daher im Schadensfall die Versicherungsbedingungen sorgfältig durch.

simplify-Tipp: Bei einer Hausratversicherung müssen Sie einen Einbruchsschaden bei der Polizei anzeigen und eine Liste der gestohlenen Gegenstände einreichen, um die Ergreifung der Täter anhand des Diebesgutes zu unterstützen. Bei einer Reiserücktrittsversicherung ist es erforderlich, die Reise sofort zu stornieren, sobald Ihre Reiseunfähigkeit klar ist, um die Stornokosten so gering wie möglich zu halten. Bei einer Haftpflichtversicherung dürfen Sie keinesfalls eine Schuld oder Mitschuld an einem Schaden einräumen, um Ihre Rechtsposition bzw. die Ihres Versicherers nicht zu schwächen.

5. Richtig reagieren

Im Schadensfall sind Sie verpflichtet, darauf zu achten, dass sich ein eingetretener Schaden nicht noch verschlimmert. Wenn also durch das kaputte Fenster Regen eindringt, müssen Sie die Öffnung abdichten und ein Sofa, das nass werden könnte, in Sicherheit bringen. Aber Vorsicht: Wenn Sie gleich einen Handwerker beauftragen, der den Schaden rückstandsfrei behebt, kann der Versicherer nicht mehr nachvollziehen, wie der Schaden entstanden ist – und weigert sich möglicherweise zu zahlen. Das kann auch passieren, wenn die Kosten für eine Schadensbeseitigung höher sind als marktüblich: Auch hier stellen sich Versicherer schnell auf die Hinterbeine.

simplify-Tipp: In Zweifelsfällen lassen Sie sich vom Versicherer bestätigen, was zu tun und zu lassen ist und bis zu welcher Höhe eine Reparatur möglich ist – und das möglichst schriftlich per Mail oder Fax.

6. „Papierkram“ ernst nehmen

Vor allem bei Sach- und Unfallversicherungen sind Sie verpflichtet, den Schaden schriftlich zu dokumentieren und gegebenenfalls zu belegen.

simplify-Tipp: Beantworten Sie die Fragen in den entsprechenden Formularen wahrheitsgemäß und vollständig, und reichen Sie alle vorhandenen Quittungen ein. Vor allem Haftpflichtversicherer bekommen tagtäglich die abenteuerlichsten Schilderungen davon, wie das Edel-Smartphone unerklärlicherweise in die Waschmaschine gelangte oder die Brille wie von Geisterhand auf das Sofa, gerade als der Besuch sich hinsetzte. Wenn Sie als Geschädigter den Schä- diger (gut) kennen, müssen Sie mit einer besonders sorgfältigen Prüfung rechnen – möglicherweise sogar damit, dass ein Dienstleister im Auftrag der Versicherung ermittelt, ob der von Ihnen geschilderte Vorgang zum Schaden passt. Geben Sie daher den Schadensverlauf so exakt wie möglich wieder. 


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