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Zum Umgang mit Geld: Die 5 Arten von Geld"


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So schützen Sie sich vor irrationalem Umgang mit Ihren Einnahmen

Warum halten die einen ihr Geld zusammen, und die anderen haben immer Schulden? Ein möglicher Grund: Obwohl ein Euro so aussieht wie der andere, kann der innere Wert von Geld sehr stark variieren. Es ist alles andere als gleichgültig, wie Sie Ihr Geld erworben haben. Wir haben für Sie die 5 Grundformen von Einkünften dargestellt – zusammen mit Tipps, wie Sie in der Situation jeweils am besten mit Ihrem Geld umgehen.

Direkt verdientes Geld

Das ist die normalste und seelisch gesündeste Form von Geld: ausgehandelt zwischen 2 Partnern; gezahlt wird nach getaner Arbeit; es gibt keine Dritten, die noch etwas davon abbekommen. Auf diese Weise verdientes Geld ist „schwer". Es hat einen hohen subjektiven Wert und wird selten zum Fenster hinausgeworfen. Was Sie mit direkt erarbeitetem Geld kaufen, halten Sie in Ehren.

Nachteile: Bei direkt verdientem Geld sollte die Entlohung angemessen sein. Haben Sie deutlich mehr erhalten, als Ihnen selbst die Arbeit wert war, kann es Sie beschämen. War es zu wenig, kränkt es. In der gesellschaftlichen Realität gibt es diese Urform verdienten Geldes fast nur noch in der Form von Schwarzgeld.

Abhilfe: Sorgen Sie dafür, nach getaner Arbeit mit „richtigem" Geld in Kontakt zu kommen. Der Unternehmer Jörg Knoblauch zahlt seinen Mitarbeitern die monatliche Erfolgsbeteiligung eigenhändig, in bar und mit einem Wort der Anerkennung aus. Damit bekommen seine Leute ein noch besseres Verhältnis zu ihrer eigenen Arbeit und im Umgang mit ihrem Geld.

Regelmäßig verdientes Geld

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Die häufigste Form von Einnahmen ist ein monatlich fest vereinbarter Betrag, den Sie dafür erhalten, dass Sie jemand anders als Arbeitskraft zur Verfügung stehen.

Nachteil: Der Zusammenhang zwischen Arbeitskraft und verdientem Geld gerät im modernen Sozialstaat oft aus dem Blick. Im preußischen Beamtensystem wurde diese Verbindung sogar bewusst gekappt: Der Staatsdiener wird vom Staat „versorgt" und steht ihm dafür ganzheitlich zur Verfügung. Ist der Beamte krank, arbeitsunfähig oder zu alt zum Arbeiten, läuft seine Versorgung (mit Abstrichen) weiter. Diese Vorstellung breitete sich im modernen Sozialstaat auf alle Arbeitnehmer aus. Der eigentlich gute Solidaritätsgedanke kann zu Ungerechtigkeiten führen: Wer schuftet, bekommt möglicherweise ebenso viel wie einer, der gerne krank feiert.

Abhilfe: Machen Sie sich und anderen immer wieder den Zusammenhang zwischen Ihrer Arbeit und dem Gehalt klar. Seien Sie stolz auf Geleistetes. Denken Sie auch als Angestellter wie ein Selbstständiger.

Gewonnenes Geld

Lottogewinne beruhen auf dem Akzeptieren des Risikos: Der Lottoeinsatz ist an den meisten Samstagen zu 100 % verloren. Auch überdurchschnittliche Kursgewinne bei Aktien sind (genau wie die Verluste) nicht auf die Produktivkraft der dahinter stehenden Unternehmen zurückzuführen, sondern auf die Aktivitäten der Spekulanten.

Nachteil: Gewonnenes Geld ist „leicht". Spielgewinne werden häufig wieder verspielt oder versoffen. Um die Jahrtausendwende gab es gewonnenes Geld teilweise sogar auf dem Gehaltszettel, wenn ein Teil des Lohns in Form von Aktienoptionen ausgezahlt wurde (die dann im Kurs explodierten oder abstürzten). Das verleitete etliche Arbeitnehmer der New Economy zu unüberlegten Anschaffungen, dem typischen Umgang mit Geld, wenn es "leicht" ist.

Abhilfe: Machen Sie sich klar, dass Ihre Gewinne von anderen Menschen stammen und nicht aus Ihrer eigenen Arbeit. Wenn Sie diese Menschen würdigen, können Sie es schaffen, auch diese Art Geld zu behalten. Geben Sie von gewonnenem Geld stets einen deutlichen Teil an andere ab, etwa in Form einer Spende.

Geschenktes Geld

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Geldgeschenke drücken immer eine emotionale Bindung aus: wenn die Oma dem Enkel Geld zusteckt, wenn der Mann seiner Frau ein Collier schenkt, ja selbst wenn ein Verstorbener seinen Nachkommen ein Erbe hinterlässt.

Nachteil: Geschenktes Geld ist „bindend". Es ist nie frei von Emotionen, Abhängigkeiten und möglichem Streit.

Abhilfe: Betrachten Sie ein Erbe immer als unverdientes Geschenk, auch wenn Sie juristisch einen „Anspruch" darauf haben. Damit Ihnen das Erbe bleibt, sollten Sie etwas Gutes daraus machen im Andenken an den Sponsor („Unsere Wohnzimmereinrichtung verdanken wir Onkel Hugo"). Würdigen Sie stets den Schenker, bewahren Sie aber auch Ihre eigene Würde. Prüfen Sie, ob Sie mit dem Geschenk „gekauft" werden. Falls diese Gefahr besteht, lehnen Sie es lieber ab. Oder (meist weniger verletzend) schenken Sie dem Spender etwas davon in anderer Form zurück.

Zu Unrecht erworbenes Geld

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Wenn Sie Ihr Geld nicht halten können, verspielen, „auf den Kopf hauen" oder deutlich über Ihre Verhältnisse leben: Prüfen Sie, ob Sie vielleicht ein später Profiteur von unrecht erworbenem Geld sind. Hat ein Vorfahr sich auf Kosten anderer bereichert, etwa durch Unregelmäßigkeiten während des Dritten Reichs?

Nachteil: In solchen Familiensystemen gibt es häufig eine Tendenz zur „Selbstbestrafung". Selbst wenn das Unrecht schon lange vergangen ist, werden spätere Erben eines illegal oder unmoralisch erworbenen Vermögens häufig nicht froh damit.

Abhilfe: Wenn Sie einen Verdacht haben, gehen Sie ihm nach. Wenn er sich bestätigt, schaffen Sie einen Ausgleich, indem Sie bewusst eine nennenswerte Summe einem sozialen Zweck zuführen, der Sie emotional berührt.


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