01.09.2011

Zum Sparen gezwungen - adé Glühbirne - Woche 18


Heute ist der 1. September. Die „leuchtende Kleinheizung“ (= 60 Watt-Glühbirne) verschwindet vom Markt. Energiesparlampen gelten als preiswertere Alternative. Aber wer mag die schon? Wenn ich im Dunkeln eine Energiesparlampe anschalte, stehe ich erst einmal immer noch im Dämmerlicht da. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis die Lampen ihre volle Helligkeit erreicht haben.

Da man ja auf dem Markt fast nur noch Lampen mit Energiesparbirnen kaufen konnte, habe auch ich mich beim Umzug vor zwei Jahren damit eingedeckt. Angeblich haben diese Lampen ja eine längere Lebensdauer. Pustekuchen! Bei meinen Energiespar-Strahlern in der Küche gingen nach einem Jahr hintereinander alle drei Strahler kaputt. Das ist ärgerlich, denn dreimal solche Strahler nachkaufen geht richtig ins Geld. Aber das ärgerlichste ist: Energiesparlampen dürfen wegen des Quecksilbergehaltes nicht über die Restmülltonne entsorgt werden. Und bisher habe ich im Baumarkt noch keinen Rücknahmebehälter gefunden. Deshalb lagern meine kaputten Lampen seit einem Jahr in der Abteilung „Problem-Abfall“ in meiner Küche, gehen hoffentlich nie zu Bruch, und warten darauf, dass der Handel irgendwann zur Rücknahme verpflichtet wird. Gekauft habe ich dann wieder die klassische Glühbirne.

Ich verstehe nicht, weshalb es uns Verbrauchern bei solchen Gebrauchsgütern so schwer gemacht wird!? Deutschland zählt zu den Schlusslichtern in Europa, was die ordnungsgemäße Entsorgung angeht, so die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Ein Grund hierfür sei die Weigerung des Handels, ausgediente Energiesparlampen zurückzunehmen. Die DUH geht davon aus, dass derzeit weniger als 10 % (!) der ausgedienten Energiesparlampen aus Privathaushalten ordnungsgemäß über die wenigen kommunalen Sammelstellen entsorgt wird.

Hier noch drei Zahlen, schließlich ist heute mein Finanztag:

  • Die nun verbannten Glühbirnen haben einen Wirkungsgrad von gerade einmal 3 %.
  • Mit einer Energiesparlampe lässt sich rund 80 % Strom einsparen.
  • Mit einer Halogenglühlampe liegt die Einsparung bei nur etwa 30 %.

Trotzdem mag ich weder Halogenstrahler noch Energiesparlampen. Stattdessen richte ich meinen Blick schon seit einiger Zeit auf LED-Lampen – sie sind für mich die bessere Alternative. Ihnen gehört auch nach Einschätzung der DUH die Zukunft. LEDs verfügen über eine extrem hohe Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren. Sie sind jedoch noch so teuer, dass sie sich als Alltagsbeleuchtung bisher nicht durchsetzen konnten. Na ja, ich habe schon zwei LED-Lampen gekauft und werde sie austesten, sobald meine letzte leuchtende Kleinheizung sich abgemeldet hat.

Übrigens: Meine Stromkosten sind gegenüber denen meiner Vormieterin explosionsartig angestiegen. Ob es an meinem Hamsterkauf für leuchtende Kleinheizungen liegt? Ein alter Durchlauferhitzer und ein Wasserboiler sind außerdem wenig effizient. Meine Vormieterin erzählte mir, sie habe sich wegen ebenfalls hoher Stromkosten beraten lassen und ihr Verhalten geändert. Mal sehen, ob ich das auch hinkriege, Einsparpotenzial ist schließlich sehr willkommen!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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