08.05.2013

5 Tipps für Küchenheldinnen und -helden


Was zeichnet eigentlich einen Küchenhelden oder eine Küchenheldin aus? Dass sie 4 Töpfe gleichzeitig umrühren kann? Dass er innerhalb einer halben Stunde ein respektables Mahl zubereitet hat? Dass sie neben dem Kochen gleich wieder Ordnung schafft? Dass er nur die besten Werkzeuge zum Kochen verwendet?

Also ich würde mich als Küchenheldin fühlen, wenn ich morgens schon wüsste, was ich mittags kochen will. Das klingt etwas zugespitzt, aber so in etwa läuft das Kochen bei mir ab. Dabei könnte es so einfach sein! Als ich klein war, gab es bei uns zu Hause auch immer einen festen Kochplan. Es wäre mir ein Leichtes, das zu kopieren. Und doch bin ich bisher immer an dem Punkt „Planung“ gescheitert. Muss wohl daran liegen, dass ich rechtshirnig veranlagt bin (siehe hierzu mein Beitrag „Rechtshirnig trifft auf runtergesetzte Markenware“ – meine Standardausrede ...).

Deshalb finde ich es reizvoll, immer mal wieder darauf gestupst zu werden, wie man das Kochen organisatorisch vereinfachen kann. Genau das tat diese Woche die Rewe Group mit einer Pressemeldung und 5 Ratschlägen für Küchenhelden. Für euch habe ich das – in meinen Augen Wichtigste – herausgepickt:

Tipp 1: Lebensmitteleinkauf planen

Was esse ich heute bloß? Wer sich erst abends diese Frage stellt, verliert Zeit. Denn meist sind die richtigen Zutaten nicht im Haus. Sinnvoller ist es, einen Speiseplan für die einzelnen Mahlzeiten aufzustellen und einen wöchentlichen Großeinkauf zu unternehmen. So lassen sich abwechslungsreiche Gerichte zubereiten: montags etwas mit Hackfleisch, dienstags wird es vegetarisch und am Freitag zaubert man im Nu eine schnelle Fischpfanne. Die gemeinsame Einkaufsplanung zum Wochenbeginn, bei der jeder einen Essenswunsch äußern darf, sorgt für eine entspannte Atmosphäre am Tisch und Freude am Essen.

Tipp 2: Vorräte anlegen

Egal ob für eine schnelle Pasta, einen Pfannkuchen oder für einen Auflauf: Es gibt Grundnahrungsmittel, die jeder im Haus haben sollte. Dazu zählen Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Milch, Joghurt, Eier, Mehl, Zucker, Senf sowie Essig und Öl. Zutaten wie Zwiebeln, Knoblauch, Instant-Brühe, getrocknete Kräuter und eine kleine Auswahl an Dosengemüse (Tomaten in Stücken, Mais oder Kidneybohnen) sind lange haltbar und verfeinern jedes Gericht. Wer auf diesen Vorrat zurückgreifen kann, muss nicht lange suchen und kann sofort mit der Essenszubereitung beginnen.

Tipp 3: Küchenordnung muss sein

Kochen hat etwas mit Leidenschaft zu tun - doch auch jeder Sternekoch strukturiert sich und sein Umfeld. Das Arbeitsdreieck in der Küche - Kühlschrank, Herd und Spüle - sollte schnell erreichbar sein sowie alle benötigten Utensilien und Zutaten bereitstehen. Nicht jedes Küchengerät ist notwendig - Eierkocher, Waffeleisen oder Zwiebelschneider werden schnell zu Staubfängern. Also wegräumen! Jetzt geht´s ans Werk: Kochprofis verarbeiten nacheinander Gemüse, Obst und Fleisch. Erfahrene Köche reinigen Messer und Schneidebrett sofort nach dem Gebrauch und nutzen aus hygienischen Gründen Brettchen aus Kunststoff oder Glas. Auch das benutzte Geschirr kommt noch während des Garens in die Spülmaschine.

Tipp 4: Clever Kochen

Eine Zutat für mehrere Gerichte - was so einfach klingt, schmeckt abwechslungsreich. Wer einen großen Topf Kartoffeln aufsetzt (idealerweise mit passendem Deckel, um Energie und Zeit zu sparen), kann einen Tag Pellkartoffeln essen und am nächsten Tag Rösti oder einen Auflauf daraus zaubern. Auch vom Vortag übriggebliebenes Essen, sorgfältig abgedeckt und gekühlt, kann zum kulinarischen Genuss werden. Aus Pasta-, Reis- oder Kartoffelresten lässt sich mit einer schnellen Sahnesauce ein Auflauf zubereiten, trocken gewordenes Brot eignet sich für das Gericht "Arme Ritter" und aus der Tomatensauce von gestern wird ohne Aufwand ein Pizzabodenbelag.

Tipp 5: Flexibel bleiben

Das Meeting hat länger gedauert oder es steht unangemeldeter Besuch in der Tür - kein Problem, Eingekochtes aus Weckgläsern, Convenience-Produkte oder Fertiggerichte lassen sich mit Liebe und einigen frischen Zutaten aufpeppen. Wie wäre es, die Tiefkühl-Pizza mit saftigem Rucola oder die Gnocchi aus dem Kühlregal mit einer feurigen Peperoni-/Paprikasauce zu servieren? Diese Zubereitung dauert garantiert nur zehn Minuten - in einer gut organisierten Küche!

Meine persönliche Anmerkung zu Punkt 4: Nehmen wir mal an, ich schaffe es, im Voraus zu planen. Ich plane für Montag Nudeln mit Tomatensoße und will am Dienstag mit dem Soßenrest meinen Pizzateig bestreichen. Nun schmeckt die Soße am Montag aber allen so gut oder wir haben einen Extra-Gast – und am Dienstag bleibt kein Rest für die Pizza. Die Dose „Tomate in Stücken“ oder „Passierte Tomaten“ ist auch gerade aufgebraucht. Schon ist meine Planung gefährdet! Oder ich muss schnell noch zum Supermarkt. Oder ich lasse das mit der Planung lieber bleiben. Ich habe es doch geahnt: Strukturiert kochen ist nichts für mich ... Vorbei ist’s mit dem Küchenheldinnen-Traum. Ich kaufe mir einfach eine Schürze, auf der Küchenheldin steht! Das geht ganz einfach ohne Zutun und Planung.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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