10.09.2014

Ähm, du müffelst!


Es ist schon Jahre her. Damals hatte ich eine Kollegin, die sehr unangenehmen Mundgeruch hatte. Immer wenn ich mit ihr im Gespräch war, war ich abgelenkt von diesem Angriff auf meinen Geruchssinn. Ich traute mich nie, etwas zu sagen. „Sie ist glücklich verheiratet. Vielleicht ist ihr Mundgeruch nur vorübergehend? Und ihr Mann wird ihr’s schon sagen ...“

Tja, diese Angelegenheit ist äußerst schwierig. Ob Schweißgeruch, Käsefüße oder sonstige Ausdünstungen: Erkennen ist das Eine, offen aussprechen das Andere. Das Problem ist: „Die meisten Betroffenen riechen sich selbst nicht“, erklärt Agnes Jarosch, Leiterin des Deutschen Knigge-Rates auf apotheken-umschau.de. „Die Nase gewöhnt sich an Gerüche, die ständig um uns sind. Irgendwann nimmt man die besondere Note nicht mehr wirklich wahr“, sagt sie.

Deshalb kann jemand, der häufig unangenehm riecht, auch nur etwas ändern, wenn man es ihm sagt und zwar möglichst bald, bevor es zu Tuscheleien kommt. Das Gespräch führt man unter vier Augen und am besten von Mann zu Mann oder von Frau zu Frau. Jarosch rät, schnell auf den Punkt zu kommen und möglichst aus der eigenen Perspektive zu beginnen. Zum Beispiel: „Wenn mir etwas Peinliches passiert, Spinat zwischen den Zähnen oder so, dann würdest du es mir doch sagen, oder?“

Na ja, meine Art das Gespräch zu beginnen wäre das nicht ... „Klare, ehrliche, wertschätzende Worte sind der richtige Weg“, sagt die Knigge-Expertin. Damit bin ich schon eher einverstanden. Hierzu gibt es natürlich auch simplify-Anregungen, die in eine ähnliche Richtung gehen: Kommunikation in peinlichen Situationen.


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Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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