05.09.2014

Alternative Gegen-Gifte


Als ich gestern über Mark Goulston und seine Strategien im Umgang mit giftigen Menschen schrieb, war ich hin- und hergerissen: Sollte ich die anderen Tipps auch noch erwähnen? Schließlich blieben sie bei mir nicht so gut hängen wie die Lösung, jemandem eine wichtige Aufgabe zuzuteilen.

Doch als ich mich jetzt zum zweiten Mal damit beschäftigte, freundete ich mich ebenso mit den anderen Tipps an, auch wenn sie mir persönlich nicht ganz so simplify erscheinen. Vielleicht sind sie aber für euch sehr hilfreich? Also hier drei weitere Strategien, wie wir besser mit giftigen Menschen umgehen können:

1. Sich vorbereiten, damit man nicht Kopf-an-Kopf aneinandergerät. Wenn die Emotionen erst einmal am Brodeln sind, ist es schwer einen rationalen Gedanken zu fassen. Sich vorbereiten heißt: Wir fragen uns vorher, wie wir ruhig bleiben wollen, wenn die giftige Person „den richtigen Knopf“ drückt. Tief durchatmen zum Beispiel? Was auch immer: Wir überlegen uns vorher eine Strategie und setzen sie dann um.

Dann, wenn es dazu kommt, dass das Gift uns schadet, bleiben wir rational, um die Situation umzukehren. Wir sagen ganz offen, was das mit uns macht und wie wir uns ähnliche Situationen in der Zukunft vorstellen. Damit verlagern wir den Fokus von der Vergangenheit auf die Zukunft, was es der giftigen Person leichter machen wird, den Vorschlag anzunehmen.

2. Den Clint Eastwood geben, wenn die sanfte Strategie 1 nicht hilft: Tief Luft holen, ausatmen, der giftigen Person in die Augen schauen und dann: Pause. Als nächstes sagen wir etwas, das den anderen zum Nachdenken über die Situation anregt. So etwas Einfaches wie z. B.: „Huh!“

Damit verändern wir nicht das Verhalten des problematischen Zeitgenossen. Wir steigen aber auch nicht in den „Kampf“ ein. Freilich funktioniert die Clint Eastwood-Methode am besten dann, wenn wir der Person gerade räumlich nahe sind. Wenn sich jemand vor allen daneben benimmt, wie in Sandras Fall, käme beim nächsten Mal Strategie 3 in Frage.

3. Der giftigen Person eine Aufgabe zuteilen. Diese Strategie kennt ihr schon. Es handelt sich um eine vorbeugende Maßnahme, die wirklich gut funktioniert.

4. Sich eine Auszeit nehmen, wenn gar nichts hilft: Wir sagen der Person offen und ruhig, dass wir Abstand brauchen, weil wir ein bestimmtes Verhalten einfach nicht weiter tolerieren wollen und können.

Welche Strategie wir auch immer anwenden: Solange wir freundlich und bestimmt mit einer giftigen Person umgehen, bedeutet das: Ihr Gift konnte uns nichts anhaben!

Quelle: Mark Goulston, „When People are Poison“


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