12.12.2013

Anspannung – Entspannung


Als ich den gestrigen Blog-Beitrag online stellte, kreiste es in meinem Kopf: Schon wieder wird die Zeit knapp! Das gibt’s doch gar nicht! Warum ist das mit diesem Weihnachten nicht besser hinzubekommen? Rein intellektuell haben wir doch schon längst begriffen, dass es jedes Jahr fast dasselbe Spiel ist oder zumindest eine Variation davon.

Mein erster Impuls war: Wir brauchen das! Es ist offensichtlich! Weihnachten gibt es nicht ohne Stress und Zeitnot! Im Fernsehen laufen Talk-Shows, die den Online-Versandhandel niedermachen. Und während man sich das anschaut und sich fragt, „Komme ich denn überhaupt noch mal in ein Geschäft, um dies und jenes zu besorgen?“, hat man mit dem nächsten Gedanken auch schon die Lösung parat: Ich bestelle im Internet! Das spart Zeit. Denn die ist gerade Mangelware. Promis machen Weihnachtsshopping in Paris – wie schön! Als Nicht-Promi arbeite ich täglich bis kurz vor Weihnachten und auch noch teilweise an den Wochenenden. Da reicht die übrige Zeit gerade mal, um Lebensmittel zu besorgen.

Irgendwie ist das alles vollkommen in Ordnung. Es ist normal. Wie gesagt: Wir scheinen das zu brauchen! Denn Weihnachten und die Zeit darum herum haben etwas ganz Besonders an sich: Wer kann, legt die Arbeit nieder, und wer’s verlangen kann, der möchte, dass bis Weihnachten alles Offene erledigt ist. Den Handwerkern geht es so: „Bis Weihnachten muss das fertig sein!“ Den Freiberuflern geht es so: „Können Sie das bis Weihnachten noch versorgen?“ In den Buchhaltungen laufen die Jahresabschlüsse, im Handel ist die Hölle los. Doch nach Weihnachten, da kehrt ein bisschen Ruhe ein. Nicht überall, aber vielerorts. Deshalb wächst der Druck vor dem 24. Dezember. Für die, die wissen, dass ab dem 24. die Luft raus ist, wird’s angenehm: Auf eine Phase der Hektik und des Stresses folgt eine Ruhephase, eine wohlverdiente Auszeit. Weil man sich dessen bewusst ist, lässt sich der Weihnachtstrubel leichter ertragen.

Wie das für Menschen ist, die auch nach dem 24. „voll da sein“ müssen und keine Auszeit nehmen können, kann ich nur erahnen ... Als Angestellte habe ich immer zwischen den Jahren gearbeitet – dann war es schön ruhig im Büro, und es ließen sich Dinge erledigen, die schon eine gefühlte Ewigkeit auf dem Stapel lagen. Ruhig kommt von Ruhe – und das war der große Vorteil, auch wenn ich arbeiten musste. Es war anders.

Dies ist mein drittes Weihnachten, seit ich „Ganz einfach Dunja“ schreibe. Im Detail haben sich vielleicht einzelne Nuancen verändert, doch der Rahmen ist annähernd derselbe geblieben. Und auch nächstes Jahr werde ich – trotz aller Vorbereitungen und simplify-Vorsätze – wieder auf meinem Laufband stehen, dass kurz vor Weihnachten dreimal so schnell umläuft wie sonst.


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Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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