08.10.2012

Auf dem Flohmarkt


Es ist etwa 15 Jahre her, als ich zuletzt auf einem Flohmarkt war, um Ware zu verkaufen. Wir hatten uns damals einen richtig schönen und großen ausgesucht, waren um 5 Uhr aufgestanden, um gegen 6 Uhr den Stand aufbauen zu können. Das war recht abenteuerlich. Über meinen damaligen Umsatz weiß ich freilich nichts mehr. Und nun war ich am Wochenende zum ersten Mal auf einem Kindersachen-Flohmarkt.

Das Gute an solchen Veranstaltungen: Der Aufbau beginnt nicht schon morgens um 6 Uhr, und nach 2 Stunden Verkauf wird schon wieder abgebaut. Das ist eine überschaubare zeitliche Investition. Trotzdem hatte ich mich bisher davor gescheut, denn vorher gilt es, alle Klamotten zu sichten und nach Größen sortiert zurechtzulegen. Da ich meine Kindersachen bisher verliehen oder verschenkt habe, hatte ich verhältnismäßig wenig zu verkaufen.

So schleppte ich dann eine große Kiste, eine Riesentasche und eine kleine Kiste in die Turnhalle zu meinem Tisch. Derweil wurde mir etwas mulmig: Eine Familie rollte mit einem Autoanhänger voller Kisten an, meine Freundin schleppte und schleppte haufenweise Zeug in die Halle. Ob sich meine Anwesenheit überhaupt lohnte? Ratzfatz war mein Tisch befüllt und ich nutzte mein frühes Erscheinen, um an den anderen Ständen einkaufen zu gehen. So kam es, wie es kommen musste: Bevor ich überhaupt etwas verkaufte, hatte ich bereits mein ganzes Wechselgeld ausgegeben!

Dann ging’s los: Meine Freundin und ich standen im Innenkreis der Halle. Die Eingangstür liegt so, dass automatisch jeder gegen den Uhrzeigersinn durch die Halle läuft. Und da offenbar rechterhand die bevorzugte Einkaufsseite liegt, schauten die Besucher alle interessiert auf den Außenkreis. Der Innenkreis blieb weitgehend unbeachtet. Das ist schlecht fürs Geschäft, stellten wir bedauernd fest.

Nichtsdestotrotz: Offensichtlich habe ich doch einiges verkauft. Ich ging mit meiner fast vollen großen Kiste wieder raus. Auch meine Riesentasche war voll, allerdings mit neu erworbenen Sachen. Und in meiner Kasse war auch wieder etwas drin. Dass ich nun wieder einige Sachen mit nach Hause nehmen musste, frustiert mich weniger. Diese verschenke ich wie gehabt. Meine Tochter erwies sich als echtes Verkaufstalent: „Könnte diese Hose deiner Tochter vielleicht passen?“, sprach sie eine Mutter an und hielt ihr eine vor die Nase. Wir verkauften.

Alles in allem war die Veranstaltung besser als ich die ganzen Jahre befürchtet hatte. Der nächste Flohmarkt kommt bestimmt!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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