29.11.2016

Auf zum Hamsterkauf!


Gestern tat ich etwas, was ich bisher noch nie getan habe: Ich fuhr zum Ausverkauf eines Drogeriemarktes, der morgen wegen Umzug schließen wird. Bei meinem letzten Einkauf vor gut 10 Tagen fragte ich, ob und wann es eine solche Aktion geben würde. „Drei Tage vorher, mit 20 % Rabatt“, bekam ich zur Antwort.

Die Sache reizte mich, weil Bekannte von uns fast den kompletten Keller mit Vorräten aller Art bestückt haben: Vom Toilettenpapier übers Waschmittel bis hin zu haltbaren Bio-Lebensmitteln ist alles dabei. Sie kaufen immer dann, wenn es solche Ausverkaufsaktionen gibt, günstig ein und lagern die Ware.

Das wollte ich nun auch mal ausprobieren. Ein Fehler war möglicherweise, am späten Vormittag erst zum Drogeriemarkt zu fahren. Viele Regale waren schon leer, obwohl ich nicht glaube, dass sie morgens um 8 Uhr viel voller waren. Es wird einfach seit Wochen keine Neuware mehr nachgeliefert worden sein, außer bei den „Schnelldrehern“.

Als ich ankam, gab es keinen Einkaufswagen mehr. Ein netter Mann, der gerade aus dem Laden kam, überließ mir freundlicherweise seinen Wagen mit den Worten: „Klo-Papier gibt es schon keines mehr.“ Drinnen erwartete mich der reinste Hindernis-Parcours. Entweder man stieß gegen einen Einkaufswagen oder gegen einen auf dem Boden geparkten, vollen Einkaufskorb oder auch mal gegen einen Kunden.

Alle rannten hektisch hin und her, um Brauchbares zusammenzusuchen. Das war ein Einkaufserlebnis, wie ich es nicht noch einmal brauche! Die meisten Sachen auf meinem Einkaufszettel gab es nicht mehr. Trotzdem wurde ich eine Menge Geld los, weil ich Dinge kaufte, die ich eigentlich nicht gekauft hätte. Hochwertiges Badeöl zum Beispiel. Überhaupt lohnt es sich meiner Meinung nach bei 20 % Rabatt nur, hochpreisige Produkte zu kaufen.

Ich bin also eindeutig keine Hamsterkäuferin.

Später redeten mein Partner und ich noch eine Weile darüber, ob es nun sinnvoll war, dort einkaufen zu gehen. „Immerhin haben wir rund 20 € eingespart“, sagte ich. „Ach. Gespart hätten wir was, wenn du gar nicht erst hingefahren wärst“, entgegnete mein Partner. Stimmt.

Am Abend traf ich eine Freundin, die mir erzählte, sie sei am späten Nachmittag in derselben Filiale gewesen. Die Leute hätten hektisch das Letzte herausgezogen, was noch im Regal gewesen wäre, rein in ihren Einkaufskorb. Vermutlich gibt’s dieses Jahr in unserer Region viel Drogistisches zu Weihnachten ...

Ich habe beschlossen: Das war das erste und das letzte Mal. Ich kaufe lieber nach Bedarf ein.


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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