01.10.2012

Aufschieberitis lässt grüßen!


Im Sachen aufschieben bin ich manchmal ungemein gut! Mit Sachen meine ich Aufgaben, die mir lästig sind, zu denen ich mich nicht motivieren kann oder vor denen ich mich irgendwie drücke: Bügeln, Aufräumen, Arbeiten, Planen – was auch immer. Vor kurzem hatte ich es mit meiner Tipi-Ausbilderin davon, weil ich noch nicht dazu kam, ein bestimmtes Konzept zu erstellen. „Dann achte doch mal auf den Moment, in dem du entscheidest, etwas anderes zu tun“, empfahl sie mir. Damit könnte ich dann Tipi machen.

Nun versuchte ich genau diesen Moment abzupassen. Dabei machte ich eine faszinierende Feststellung: Manchmal bin ich es gar nicht, die das Ganze verzögert. Manchmal sind es die anderen! So könnte man meinen ...

Folgendes trug sich zu: Mit Feuereifer beschäftigte ich mich mit einer halb-privat und halb-geschäftlichen Aufgabe. Meine Motivation war so groß, dass fürs besagte Konzept nicht mehr viel übrig blieb. Aber ich wollte, dass es auch hier vorwärts geht und versuchte mich zu disziplinieren. Noch 5 Minuten gab ich mir für meine Feuereifer-Aufgabe, dann wollte ich mit dem Konzept loslegen. In den 5 Minuten wollte ich einen guten Freund anrufen, dessen Urteilsfähigkeit ich sehr schätze. Er sollte mir nur kurz sagen, was er von meiner Sache hielte.

Gesagt, getan: Ich rief an. Und aus dem geplanten, 5-minütigen Telefonat wurde eine ganze Stunde! Mit der Zeit wurde ich dabei leicht unruhig, denn ich wollte doch eigentlich an meinem Konzept arbeiten! Stattdessen telefonierte ich und diskutierte ...

„Das gibt’s doch nicht!“, dachte ich bei mir. „Du willst dich einer Sache widmen. Und dann wählst du unbewusst wieder einen Weg, der dich im Außen daran vorbeiführt!“ Nur, damit ich mir hinterher nicht verwerfen lassen kann (oder selbst vorwerfe), ich wäre diejenige gewesen, die alles aufgeschoben hätte? Mensch, wie ist der Mensch doch clever, sogar ganz tief innen drin!

Wenn ich diesen Blog-Beitrag fertig und eingestellt habe, werde ich mein Konzept schreiben. Ganz bestimmt ...!


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Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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