12.09.2011

Außen hui, innen pfui


Sag’, wie hältst du’s mit den Tüten? Mit welchen Utensilien man einkaufen geht, ist fast eine Gretchenfrage: Die einen bringen ihr Körbchen mit, die anderen ihre Riesentasche für den Einkaufswagen. Dann gibt es noch die mit den Baumwolltaschen und die mit den zusammenklappbaren Kisten und natürlich die, die eine Plastiktüte kaufen. Letzteres kommt hin und wieder auch bei mir vor – wenn ich mich gerade spontan zum Einkaufen entschieden und keinerlei adäquate Hilfsmittel dabei habe. Wenn die Tüte Glück hat, landet sie nach dem Ausräumen gleich wieder im Auto, für den Fall, dass dieser Fall wieder vorkommt.

Nun veröffentlicht das Magazin „Men’s Health“ die Ergebnisse einer US-Studie, nach denen mehrmals benutzte Plastiktüten wahre Bakterienschleudern sind. Wissenschaftler der Loma Linda University in Kalifornien hatten 84 wiederverwendete Tüten untersucht, die sie von Supermarkt-Kunden eingesammelt hatten. In mehr als der Hälfte der Plastikbeutel fanden sie Fäkalbakterien wie Escherichia coli.

Bäh! Wie kommen die denn da hinein?

Nach den Erkenntnissen der Forscher werden die Keime vor allem durch loses Obst sowie undichte Gemüse- und Fleischverpackungen auf die Tüten übertragen. Wird das Fleisch auch noch länger im Auto gelagert, steigt die Keimbelastung um ein Vielfaches.

Okay ... Meine Plastiktüten sind wahrscheinlich außer Gefahr, weil ich sie zu selten zu Einkaufszwecken wiederverwende. Aber ich frage mich, was sich in meiner Gefriergut-Tüte so alles tummelt. Und in meinem Körbchen. Und in meiner Einkaufswagentasche. Pfui!

Ein Glück, ich habe noch eine kleine Sammlung an Baumwolltaschen in meiner Tüten- und Beutel-Kiste. Die sind waschbar. Mal sehen, ob diese Meldung mein Einkaufstaschen-Verhalten verändern wird.

Übrigens: Die Plastiktüte gibt es seit 1953, die umweltfreundliche Variante bekam 1973 in der Ölkrise ihre Chance. Im Auftrag des IPV Industrieverbands Papier- und Folienverpackung e.V. gab es mal eine Studie zu den „Tüten-Typen“ – was die Menschen dazu bewegt, Tüten zu nutzen oder auch nicht. Nach einem schnellen Überfliegen der Ergebnisse (auf dieser Seite fast bis nach unten scrollen und mit der Maus über das Koordinatensystem gehen – auch wenn das Bild nicht so aussieht) komme ich zu dem Schluss, dass ich entweder eine Inkonsequente oder aber ein Tüten-Muffel sein muss. Klarheit werde ich wohl in ein paar Wochen haben, wenn raus ist, ob ich tatsächlich auf Baumwolltaschen umsteige oder nicht ... 


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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