23.11.2015

Bei mir gibt's herumliegende Projektschnipsel


Gerade hatte ich eine Schlüsselerkenntnis! Ich bereitete die Newsletter-Ausgabe von simplify aktuell für den 4. Dezember vor. Dazu las ich einen Beitrag von Tiki Küstenmacher über den Sinn des Aufräumens. Meine Schlüsselerkenntnis ist: Ich denke eine Aufgabe nicht bis zum Ende.

Mit anderen Worten: Mir fehlt es an Konsequenz, eine Sache von vorne bis hinten durchzuführen. Wenn die Hauptarbeit getan ist, gehe ich zur nächsten Aufgabe über. Zum Beispiel habe ich früher die Müllbeutel entsorgt, aber niemals direkt die neuen, leeren Beutel in die Behälter eingehängt. Dazwischen gab es stets eine zeitliche Verzögerung und ärgerliche Blicke, wenn jemand etwas wegwerfen wollte, aber keinen Beutel antraf.

Das ist längst Geschichte geworden, doch verdeutlicht ganz gut, was ich meine. Als ich die entsprechende Passage in Tikis Text las, fiel mir ein, dass es mir jedoch in anderen Bereichen ähnlich ergeht:

Schließen Sie Projekte richtig ab

Wer Kinder hat, kennt das: Vom Flötenüben liegen hinterher noch die Noten auf dem Tisch, vom Eisschlecken Papier und Stiel, vom Basteln die Schnipsel. Wir Erwachsenen verstecken das, was von einem Projekt übrig bleibt, meist etwas geschickter in Schränken und Regalen und nennen das Ganze dann „Ablage“.

Mein Rat: Wenn Sie beruflich oder privat (Steuerklärung!) ein Projekt abgeschlossen haben, gehen Sie alles durch, was Sie dazu gebraucht haben. Planen Sie die Zeit, die Sie für diese Abschlussarbeit benötigen, von vornherein ein. Misten Sie aus, was Sie zukünftig nicht mehr benötigen. Lösen Sie Hängesammler auf, und bringen Sie das Nötigste in einem Archivordner unter. Gehen Sie anschließend nicht gleich weiter zum nächsten Projekt, sondern feiern Sie, dass Sie es geschafft haben!

Das mit den Noten kenne ich sehr gut. Aber dass ich beim Weiterlesen auch mich selbst entdecken würde, wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Was mich aufrüttelte, war die Aufforderung, alles noch einmal durchzugehen, wenn ein Projekt abgeschlossen ist.

Mir fiel auf, dass manche Projekte so klein und kurz sind, dass ich sie bisher nie als solche identifiziert hatte. Mit der Konsequenz, dass ich die Notenblätter liegen ließ. In meinem Fall sind es keine Noten, sondern z. B. Dateien auf meinem Desktop. Sie bleiben nach Abschluss eines Projektes (z. B. für Facebook ein Bild-Post erstellen) dort auf dem Schreibtisch liegen. Bis ich sie irgendwann alle einsammle und verteile.

Würde ich das gleich tun, wäre ein Projekt tatsächlich abgeschlossen! Aber nein, bei mir fliegen überall virtuelle Projektschnipsel herum. Was bleibt, ist die Frage, warum ich die Dateien nie direkt ablege. Das will ich nun nach dieser Schlüsselerkenntnis herausfinden ...


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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