31.07.2012

Bier und Brotzeit in Bayern


Da ich in einem Weinanbaugebiet groß geworden bin, kenne ich mich mit den Gepflogenheiten rund um das Bier(brauen) nicht besonders gut aus. Als ich gestern eine Meldung der Zeitschrift „daheim in Deutschland“ las, mit der Überschrift „200 Jahre Biergarten – in Bayern darf man seine Speisen immer noch selbst mitbringen“, war mein Interesse geweckt. Denn diesen Ansatz finde ich vom Prinzip her simplify, insbesondere für Familien: Man sitzt in Gesellschaft im Biergarten, trinkt etwas Erfrischendes, und zum Essen bringt man all das mit, was die Kinder auch gerne essen ...

In der Meldung ist außerdem dargestellt, wie es zu den Biergärten überhaupt kam. Das ist äußerst spannend, weil es sich um eine kreative Problemlösung handelt, die letztlich eine gewisse Eigendynamik entwickelt hat. Lest selbst:

Der bayerische König Maximilian I. legte im Januar 1812 per Erlass fest, dass Brauereien direkt am Ort der Bierherstellung einen solchen Biergarten errichten dürfen. Denn die Bierbrauer, die damals vor allem untergäriges Bier herstellten und dafür niedrige Temperaturen benötigten, hatten ihre Produktion unter die Erde verlegt und auf die Keller eine dicke Kiesschicht aufschütten und Schatten spendende Kastanienbäume pflanzen lassen, auf dass die Temperatur in den Kellern weiter absank und das Bier länger haltbar blieb. Die Menschen, die dort ihr Bier kauften, blieben noch eine Weile im Schatten sitzen und probierten das gerade gekaufte Bier. Mit dem Erlass des Königs wurden die Biergärten schließlich zum Ärger der Gastwirte legalisiert, auch wenn es ihnen damals noch verboten war, neben dem Bier auch Speisen zu verkaufen.

Übrigens: In Bayern bekräftigte die Bayerische Biergartenverordnung von 1999, dass man seine eigene Brotzeit in den Biergarten mitbringen darf. Eine schöne Tradition, wie ich finde!


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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