18.11.2011

Brauchen wir alle einen Notvorrat?


Am Mittwochabend erhaschte ich mal wieder einen kurzen Blick in eine Fernsehsendung. Diesmal was es das Magazin Plusminus in der ARD. Der Beitrag handelte von verunsicherten Verbrauchern, die vorsorgen, für den Fall, dass es eines Tages kein Geld und folglich nichts mehr zu kaufen gibt. 

Das Horten für alle Fälle ist mir in den vergangenen zwei Jahren schon öfter begegnet. Bisher hat es mich recht kalt gelassen. Als ich das Thema gestern beim öffentlich-rechtlichen Sender sah, verunsicherte mich das doch ein wenig. Eine Firma in der Schweiz (wo es übrigens in den Häusern nach wie vor Schutzräume gibt), Sicher Satt, versorgt die Menschen mit Wochen-/Monats- oder Jahres-Rationspaketen. Darin enthalten sind Grund-Nahrungsmittel, die lange halten. Die Firma bietet auch alles zur Wasseraufbereitung an, falls das Trinkwasser knapp wird, Gaskocher etc. 30 Tage überleben heißt die Devise, wenn tatsächlich ein Versorgungsengpass eintritt.

Ich habe mir den Online-Shop www.sichersatt.de angeschaut. Was dort über Notvorrat steht, ist für mich nachvollziehbar. Was wir heute kaufen, das verspeisen wir in der Regel ziemlich schnell wieder. Ich bin auch mit einem Keller groß geworden, in dem allerlei Eingemachtes stand, mal ganz abgesehen von dem Vorrat an Kartoffeln, Marmelade oder den Schweinen im Stall.

Im Plusminus-Beitrag waren außerdem Waffen zu sehen, die ich mir besorgen kann, um mein Hab und Gut zu verteidigen. Eine Armbrust zum Beispiel. Das Szenario dazu mag ich mir gar nicht vorstellen ... Jetzt weiß ich, weshalb ich mir Nachrichten und solche Beiträge nur wohl dosiert zuführe.

Aber verschließen will und kann ich mich auch nicht vor allem. Ich frage Ellen, was sie zu dem Thema meint. „Das kommt bestimmt eines Tages“, meint sie. Selbstversorgung ist auch ihr Plan. Als ich ihr von den Sicher-Satt-Notpaketen erzählte, wusste sie quasi schon, was darin ist. Auf meine Bemerkung „Da muss ich ja nach 10 Jahren alles wegschmeißen, wenn ich es nicht gebraucht habe“, sagt sie: „Nö, du verbrauchst etwas und kaufst es dann nach.“ Oh je, das ist eine Art der Vorratshaltung, aus der ich seit vielen Jahren herausgewachsen bin!

Also ich weiß noch nicht, wo ich stehe, was dieses Thema betrifft. Brauchen wir alle einen Notvorrat?


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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