10.04.2015

Brühe to go und kalorienarmer Reis


Früher war das bei uns zu Hause eine beliebte Vorspeise während der Traubenernte: Die Kraftbrühe aus dem Trinkbecher. Bald könnte es sich zum weltweiten Trend entwickeln, wie ich gestern lesen konnte! In Manhatten hat der Starkoch Marco Canora einen Laden eröffnet, in dem es Suppe to go gibt. Gar nicht so schlecht diese Idee, wenn man nicht gerade zu den Vegetariern oder Veganern gehört ... Als Brüheliebhaberin und -selbstkocherin würde ich mir in der Mittagspause glatt einen Becher davon gönnen!

Den gesamten Beitrag aus dem SZ-Magazin findet ihr hier. Ob diese Geschichte hier auch Trend werden wird? Es gibt eine Kochmethode für Reis, mit der sich offenbar bis zu 60 % Kalorien einsparen lassen! Das berichtet Heike Kreutz vom aid Infodienst. Sie beruft sich auf eine Studie* aus Sri Lanka, die Wissenschaftler auf dem Jahrestreffen der Amerikanischen Chemischen Gesellschaft (ACS) in Denver, Colorado, vorstellten.  

Reis enthält natürlicherweise Stärke, die vom Körper zum größten Teil verwertet werden kann. Sie wird im Dünndarm in Glukose und andere Einfachzucker gespalten und ins Blut aufgenommen. Resistente Stärke ist chemisch gleich aufgebaut, kann aber von Verdauungsenzymen nicht aufgeschlossen werden. Sie ähnelt den wertvollen Ballaststoffen, die den Dickdarm passieren.  

Die Wissenschaftler hatten mit 38 Reissorten experimentiert, welche Kochmethode den Anteil an resistenter Stärke erhöht. Die Ausgangskonzentration lag bei 0,3 bis 4,65 %. Ein „Rezept“ erwies sich als besonders effektiv: Die Wissenschaftler fügten dem kochenden Wasser einen Teelöffel Kokosnussöl zu. Dann wurde der Reis 20 bis 25 Minuten gekocht und für weitere zwölf Stunden im Kühlschrank aufbewahrt. Der Anteil an resistenter Stärke erhöhte sich auf das 10-Fache. Während des Kochens tritt das Öl in die Stärkekörnchen ein und verändert die Struktur, erklären die Wissenschaftler. So werden sie für die Verdauungsenzyme unzugänglich. Das Abkühlen fördert ebenfalls die Umwandlung in resistente Stärke.  

Normalerweise hat Reis ungefähr 240 Kalorien pro Tasse. Mit der neuen Kochmethode könnten die aufgenommenen Kalorien laut Schätzungen um bis zu 50 bis 60 % reduziert werden. Wenn man den abgekühlten Reis in der Mikrowelle erhitzt, wird er „schön locker“. Der Anteil resistenter Stärke verändert sich dadurch nicht wesentlich.  

In Zukunft sollen Humanstudien folgen, um die besten Reissorten für diesen Zweck zu finden und dadurch Gewichtszunahme und Übergewicht entgegenzuwirken. Zudem stellt sich die Frage, ob auch andere Öle neben dem Kokosnussöl den gleichen Effekt haben.

Als Nachteil dieser Kochmethode sieht Kreutz die Zeit, die diese in Anspruch nimmt. Na ja, während der Reis im Kühlschrank steht, muss ich mich ja nicht darum kümmern. Und für den nächsten Tag hätte ich mein Essen schon vorbereitet – das klingt doch eigentlich eher simplify!

*American Chemical Society (ACS), Pressemeldung vom 23. März 2015


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