14.10.2013

Couch hin, Couch her, sich zu trennen ist arg schwer


Szene 1: Wir stellen fest, dass es im Kinderzimmer an einem gemütlichen Plätzchen zum Herumlümmeln mangelt. Das Bett halten wir dafür nur bedingt geeignet. Also werfen wir Begriffe wie „Sessel“, „Sitzsack“, „Schaukelstuhl“ oder „Kleine Couch“ in den Raum. Eine Lösung gibt es vorerst nicht, wir wollen diese Idee reifen lassen.

Szene 2: Wir verlegen das Wohnzimmer und gestalten es um. Mit einem Mal steht die Zweieinhalbsitzer-Couch zur Disposition. „Was machen wir damit?“, ist die große Frage. Als simplifyer sage ich: „Weg damit!“ Als Dunja sage ich: „Die ist noch so gut in Schuss! Die können wir bestimmt irgendwo gut einsetzen!“ Als Not-Bett im Abstellzimmer? Als Lounge in der Scheune? Doch steht sie dort nicht einfach nur herum und staubt ein? Ist sie dafür nicht zu schade? Wer will eine Couch kaufen, die 1 Jahr lang in der Scheune kalte Füße bekommen hat? Wer will überhaupt für eine gebrauchte Couch noch Geld bezahlen? Kaum jemand, wie meine Recherche ergab.

So wurde das Dilemma groß und größer. Sollten wir die alte Couch doch lieber behalten? Wenn ja, wohin damit?

Ihr ahnt es sicher schon! Vorher will ich euch erzählen, wie es dazu kam: Es rückte der Tag heran, an dem das alte Wohnzimmer leergeräumt werden sollte. Alle Möbel hatten wir woanders verstaut. Nur die Couch, die stand noch da. Ein großes schweres Möbelstück. Viel zu ungelenk, um sie über die schmale Treppe nach oben ins Abstellzimmer zu tragen. Diese Option hatten wir also gleich gestrichen. „Ab in die Scheune“, lautete die zweite Option. Entweder als Sitzplatz oder für Lagerzwecke bis zum Verkauf. „Gut! Ich stelle sie sofort bei den kostenlosen Kleinanzeigen ins Netz“, verkündete ich mein Vorhaben. Ja, ich war bereit mich von der Couch zu trennen, die mich bald 10 Jahre begleitet hatte. Und ich wollte meine Entscheidung nicht vertagen!

Doch dann erschien uns der Weg über die Außentreppe in die Scheune zu aufwändig und weit, das Klima zu rau. Und wir schoben die Couch ins Kinderzimmer. Dort hatten wir vor kurzem bereits alles umgestellt zugunsten einer freien Zimmermitte. Hier fand die Couch Platz. Meine Tochter zeigte sich begeistert und turnte darauf herum. Wir warnten vor: „Das ist aber nur für kurze Zeit! Bis wir sie verkauft haben!“

Als wir selbst dann am Abend auf dieser Couch saßen und an die gegenüberliegende Wand schauten, sagte mein Freund: „Wenn wir diese Kommode wegräumen: Dann würde die Couch dort hinpassen!“ Am nächsten Tag ergab sich die Gelegenheit, und ich übte mich im Möbelrücken. Wie im Bildschubspuzzle verschob ich diverse Einzelstücke, bis die Couch an ihrem neuen Platz stand.

Das Ende vom Lied: Das Kinderzimmer hat eine gemütliche Sitzgelegenheit. Wir konnten unsere gut erhaltene Couch selbst behalten. Dunja ist glücklich. Und auch der simplifyer in mir ist – na ja – halbwegs zufrieden.


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Ganz einfach Dunja

Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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