29.09.2012

"Das Geld ist beleidigt"


Geld ist für viele Menschen immer noch ein Tabuthema. Selbst in engsten Verwandtenkreisen „spricht man nicht über Geld“, wenn es zur Sprache kommt. So verwundert es kaum, dass es oft Probleme damit gibt. Eine Bekannte – sie traut sich darüber zu reden – teilte mir neulich ihre Geldsorgen mit: zu viele Ausgaben und zu viele Menschen, die ihr etwas schulden.

Das erinnerte mich an eine Phase, in der ich vor Jahren einmal steckte. Einer alten Freundin gegenüber erwähnte ich damals beiläufig: „Das Geld gleitet mir nur so durch die Finger!“ „Dann ist das Geld beleidigt mit dir!“, entgegnete sie. Ich musste unweigerlich grinsen. Beleidigt also, ja? Meine Freundin, sie ist etwas älter als ich, begann zu erklären: „Vielleicht schätzt du das Geld nicht ausreichend!?“ „Wenn sie damit meint, dass ich es allzu leichtfertig ausgebe, könnte sie sogar Recht haben“, dachte ich spontan. „Aber das ist nur so eine Phase ...“

Meine Freundin erklärte weiter: „Vielleicht hast du keine Wertschätzung für das, wozu du dein Geld ausgibst? Überprüfe das doch mal. Es kann aber auch sein, dass du deine eigene Leistung nicht genug wertschätzt, also zu wenig dafür verlangst!“ Das klang sehr einleuchtend, und ich machte mir tatsächlich meine Gedanken darüber, mit wie viel Wertschätzung ich im Leistungsaustausch stand (= Geld gegen Leistung oder Leistung für Geld). Das hat zu vielen Veränderungen geführt: Ich habe aufgehört, mein Geld für Dinge oder Dienstleistungen auszugeben, für die ich eigentlich nichts übrig habe. Auf der anderen Seite habe ich als Freiberuflerin meine eigene Haltung korrigiert, was meine Fähigkeiten und meine Kompetenzen betrifft.

Das erzählte ich meiner Bekannten. In ihrem Kopf fing es sogleich an zu arbeiten. Ich bin gespannt, was sich bei ihr verändert! Als Tipp zur Verstärkung habe ich ihr noch empfohlen: „Mache dir bewusst, dass dir das Geld wirklich zusteht, was dir andere schulden. Dann suche dir ein Symbol für dein Vertrauen, dass das Geld bald zu dir zurückkommt. Immer, wenn du es siehst, wird es dich in deinem Wunsch bestärken – und auch unbewusst deine Haltung gegenüber denen verändern, die mit ihren Zahlungen rückständig sind.“ Sie war erleichtert: „Prima, so tue ich wenigstens was und bin nicht zum scheinbar aussichtslosen Abwarten verdammt!“


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Hier bloggt simplify-Redakteurin Dunja Herrmann über ihren Alltag, der oft alles andere als einfach ist. Und sie fragt sich und Ihre Leser stets: Geht’s einfacher? Mal findet sie eine Antwort, ein anderes Mal nicht. Der Blog „Ganz einfach Dunja“ kommt mit einem Augenzwinkern daher, nimmt die Leser mit auf Dunjas Weg zur Einfachheit. Übrigens: Hin und wieder genießt die Autorin die Komplexität: „Sie fordert mich einfach“...

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